Kaum ein Genre floriert momentan so wie das neue Wienerlied. Kaum war es
abgeschrieben und am Zentralfriedhof verscharrt, feierte es mit Bands
wie Kollegium Kalksburg, den Strottern und unzähligen anderen ein
furioses Comeback. Wienerglühn sind schon die nächste Generation und das
Trio hat einen ungemeinen Vorteil: Sänger Rudolf Gratzl ist nicht nur
eine Rampensau, sondern auch einer der sich in den Dialekt so richtig
hineinkriechen kann und so diese Sprache schon mehr als lebt.
Musikalisch thront noch ?bervater Otto Lechner, der auch einen
Gastauftritt hat, im Hintergrund, aber erstens kann es keine besseren
Wegweiser geben, und zweitens wird in Stücken wie »Linda Rosina« auch
dieser Schatten souverän verlassen.
Mit einem scharfen Blick auf den Hiesigen, auf seine Animositäten und
Nonchalance rücken die drei viel versprechenden Musiker den Unschärfen
der "Wiener Seele" zu Leibe. wienerglühn entwickeln die hinlänglichen
Auffassungen dieses Genres weiter und wecken mittels verspielter
Arrangements und überraschender Harmoniestrukturen eine Vielzahl an
Gefühlen. Ambivalent und beflügelnd.
Die Geschwister Heidelinde und Rudi Gratzl machten schon gemeinsam
Musik, bevor sie noch lesen und schreiben konnten. Seit 2009 spielen
sie im Trio mit Jovan Torbica am Kontrabass.
Hosntaschlfeiaweak

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen