Herz.Bruch.Stück / Im Wirtshaus
Klemens Lendl, Hannes Löschel, Michael Bruckner-Weinhuber, Walther Soyka,
Bernd Satzinger, Mathias Koch, Karl Stirner & Thomas Berghammer
„...Mit dem Instrumentarium einer kleinen Stadtkapelle entspinnt sich
hier eine enorme Dramatik, die den vertrauten Klang des Originals von
Klavier und Gesang vielfältig konterkariert und aufzubauschen
weiß....Die außerordentlich prägnante Diktion und Sinndeutlichkeit, die
Klemens Lendl meisterhaft auszukosten weiß, gepaart mit den
differenzierten Instrumentalklängen, schaffen ein unvergleichliches
Stimmungsgefüge. Hannes Löschel, die Stadtkapelle und Klemens Lendl
scheuen keine Schwärze und keine gleißende Sonne, um uns die in
Schuberts Winterreise versinnbildlichte Lebensreise wegzuweisen.“ (im)
aus: „bockkeller“ 19.Jg./2013, Ausgabe 1, Jänner/Februar
„...Ein Unding und Glücksfall: Die Stadtkapelle von Hannes
Löschel schleift Schuberts dunkelromantische Lieder ins Wiener
Wirtshaus, verleiht ihnen dort auch mit E-Gitarre und Jazzbeigabe
Nachdruck. Am meisten aber packt Löschel, wenn er jene Eigenschaft
beibehält, die Schubert so popkompatibel macht: Schlichtheit in Melodie
und Begleitung....“
von Christoph Irrgeher /Wiener Zeitung
„...hannes loeschel hat hier beinahe eine neue form der
musik geschaffen, er lässt den alten liedern ihren schmelz, kleidet sie
aber in ganz neue gewänder, manchmal bilden die noten ein zartes,
anmutiges klanggespinst, dann braust die band auf und knurrt und brummt
und donnert um gleich danach wieder atemlose momente der stille zu
kreieren. die fähigkeit seiner mitmusiker, ihre instrumente auf bisher
unerhörte art auszreizen, wird dabei wie selbstverständlich verwendet...
Stephan Urban (amazon, review) über die CD Herz.Bruch.Stück/im Wirtshaus
„...Schon auf der ersten Veröffentlichung der Stadtkapelle
„Herz.Bruch.Stück“ hat der Pianist und Komponist alle Register seines
Könnens gezogen, um den Liedern und Zitaten von Lehar und Schubert,
sowie den alten Wiener Volksliedern ein ihnen würdiges Klangkostüm zu
schneidern. In tiefer und respektvoller Verbeugung vor diesen an die
Sache herangehend, führte Hannes Löschel die Originale durch die
verschiedensten musikalischen Welten, versetzte sie mit Elementen des
modernen Wienerlieds, des Jazz und der Improvisation und formte aus
diesen letztlich sehr vielschichtige, durchdacht arrangierte und in
vielen Farben schimmernde Klangperlen mit einer Neigung hin zum
Kunstlied (... ) Ähnlich stellt sich die musikalische Ausrichtung auf
der CD mit dem Titel „Im Wirtshaus“ dar, (...) Mehr noch als in der
Vergangenheit, schwingt in den von Klemens Lendl und dem Pianisten
selbst in grandioser Form vorgetragenen Liedern eine eindringlich
melancholische Note mit, die vom ersten Moment an viel Stimmung erzeugt.
Nicht in der alten Klangsprache verharrend, bricht Hannes Löschel
abermals mit allen vermeintlichen musikalischen Konventionen und spannt
den stilistischen Bogen noch weiter. Vom Walzer über den Jazz, die
Improvisation und die Klassik bis hin zu Anleihen aus dem Rock reicht
das Spektrum, aus welchem er seine klanglichen Ingredienzen bezieht. Er
haucht gemeinsam mit seinem hochklassig besetzten Ensemble den erwählten
Stücken und seinen Eigenkompositionen Leben ein, indem er sie einer
vielschichtigen Klangsprache zuführt, einer, die trotz aller
Komplexität, dennoch immer zugänglich bleibt.
(mt)

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