Big Cups 'N' Refills
Sie sind Phänomen und Mythos zugleich: PORN TO HULA.
Die Band, die jeder kennt aber keinem bekannt ist. Seit 1998 serviert
uns die Combo aus der Stahlstadt Linz soundtechnische Leckerbissen, die
über Trends und Einstellungen drüberrollen wie Panzer über festgefahrene
Stellungen. Ganze fünf Jahre hat man sich Zeit gelassen um einen
Nachfolger zu „Sailing Arround God’s Balls“ zu präsentieren.
Wie klingt also das neue Werk „Big Cups’n Refills“?
Schwierig, im positiven Sinne. PORN TO HULA ist
wie ein psychedelischer Trip. Man muss sich darauf einlassen um diesen
komprimierten Wahnsinn, der sich in erfrischend eigenwilligen
Songstrukturen, Texten und Sound präsentiert, verstehen zu können.
Räudig schallt die Platte aus den Boxen, wenn Songs wie ‚Hit And Never Fail‘ erklingen oder das, alleine schon aufgrund des Songtitels, jetzt schon legendäre ‚Nazi Saucers From Outer Space‘.
Die Songs bleiben hängen, werden nicht langweilig nach mehreren
Durchläufen und haben einen gewissen Wiedererkennungswert. Ein sehr
Metal / Rock lastiger roter Faden mit kurzem 80 Jahre Ausflug in Form
des Songs ‚Neptun’s Daughters‘ zieht sich zur Gänze durch das Album.
Versuche eine Band wie PORN TO HULA in eine
Schublade zu stecken, würden kläglich scheitern. Irgendwo zwischen
Stoner Rock, Metal und Punk zuhause präsentiert sich die Linzer Band
stark, sexy und verspielt auf ihrem neuen Werk. Dort und da hätte man am
Sound noch etwas feilen können, andererseits wirkt „Big Cups’n Refills“
dadurch noch etwas mehr authentischer. Die Platte ist jedem zu
empfehlen, der auf groovigen Sound steht der dreckig klingt, ohne dabei
im Einheitsbrei unterzugehen.
Perry Striker, U.L.F. Hell, SS Naughtilus, Andy K. Randall, Phil Sicko; Tina Pankratz (Lead Vocals on Neptune's Daughters)
Technical Support: Tom Noise, Martin Hickmann, Armin Lehner

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