Gegenlicht
Der Wiener ist Musiker, Texter, Performer…
Der Sound – getragen von Gitarrenloops, einigen wohldosierten Effekten und vor allem der Stimme.
Kraftvolle Melodien, die zerren, sich türmen, sich aber immer wieder aufs Wesentliche reduzieren.
Schwermut trifft auf die Leichtigkeit der „Sixties“, Stille trifft auf Noise. Energisch, authentisch. Nichts ist verboten.
Indie-Rock-Pop!!
Montag, 31. August 2020
Sonntag, 30. August 2020
OLDSCHOOLBASTERDS
OldSchoolBasterds No.1 (2011)
OldSchoolBasterds No.1
Holy S*it (2012)
Holy S*it
Whole Lotta Love Songs (2015)
Whole Lotta Love Songs
The Lost Tapes (2017)
The Lost Tapes
Dance Potion No. 5 (2019)
Dance Potion No. 5
Jerry Lee, Johnny, Stanley, Charlie und Hank Basterd – gemahnt ja eher an eine räudige Banditengang, die im Wilden Westen Postkutschen ausgeraubt hat. Weit gefehlt: dahinter verbirgt sich eine Rock’n’Roll-Band der alten Schule, die sich Musikstandards der 50er Jahre virtuos zu eigen macht. Backbeat bat Schlagwerker Charlie Basterd zum Gespräch. Von Martin Macho Von wegen The day the music died! Die OldSchoolBasterds wühlen sich seit Herbst 2010 tief in den Musikfundus der Fifties ein. Den geborgenen Kleinoden wird höchste Sorgfalt zuteil: Originaltreue und Hingabe zum Detail sind den Virtuosen der alten Schule allemal wichtiger als das flache Revival mit Staubschicht.
Akribie und Übernahme damals gängiger Technik
Ganz gleich ob Rock’n’Roll, Boogie, Gospel oder Calypso, die fünf Könner beherrschen schlichtweg alles. In der klassischen Besetzung Gesang, Gitarre, Standbass, Klavier und Schlagzeug sind die OldSchoolBasterds durch akribisches Einleben in das Liedmaterial immer verdammt nah am Original.
Die Songschemata der 50er haben aber auch – oder gerade – für Spitzenmusiker vom Schlage der Basterds die eine oder andere Falltür eingebaut. „Es ist scheinbar einfach, 50er-Musik zu spielen, mit wenigen Akkorden und wenig abwechslungsreichen Grooves, verglichen mit den Beats aus den 70ern bis heute. Man muss dadurch aber höllisch bei dem aufpassen, was man alles nicht tun darf. Die Palette der unerlaubten Dinge ist sehr groß“, weiß Charlie um die ganz besondere Krux bei der Erarbeitung des Songrepertoires.
Völlig anders gelagert ist die Sache beim Gesang. In dem Wissen um die herausragende Qualität des Harmoniegesangs der damaligen Zeit sind Chorproben regelmäßiges Pflichtprogramm. „Ohne drei- bis vierstimmig zu singen, klingt es einfach nicht nach Fifties. In den 50er Jahren gab es ja für den Leadsänger zusätzlich zu den Instrumentalisten eigene Gesangsgruppen als Begleiter. Wenn du dir zum Beispiel anhörst, wie extrem gut Crying In The Chapel bei Elvis klingt – für Musiker, die keine Profisänger sind, kaum zu schaffen. Aber wir bemühen uns.“
Wie überhaupt die Regeln, denen die Musik der Basterds unterliegt, in den Rang alttestamentarischer Gebote gehoben werden. Der Drummer dazu: „Wir nehmen das sehr ernst. Unser Hauptanspruch ist, dass die Nummern so echt wie möglich sind. Wenn wir Little Richard spielen, muss das dieselbe Energie wie damals haben. Oder bei Harry Belafonte ist es das Ziel, den Song karibisch rüberkommen zu lassen.“
On stage streben die Basterds das Echtheitszertifikat an. „Damit es tatsächlich alt klingt, benutzen wir alte Instrumente. Das alles ohne Kompressoren, ohne Gates. Unser Sänger Stanley versucht seine Lead Vocals mithilfe digitaler Technik nach dem charakteristischen Fader-Hall-Sound klingen zu lassen. Die Bass Drum war in den 50ern im Mix kaum auszumachen. Das ist für Live-Tontechniker, die den heutigen Pop-Standard im Ohr haben, natürlich ungewohnt. Die schreien dann ‚Kick!‘, ‚Kick!‘, und wenn’s nicht voll kracht, sind sie unzufrieden.“ Die durchwegs positiven Resonanzen nach Live-Shows belohnen die Bemühungen.
Dieselbe Authentizitätsklausel wird für die Band auch im Studio schlagend: „Wenn du so willst, ist es noch echt handgemachte Musik. Die einzelnen Titel werden allesamt unter 50er Jahre-Bedingungen aufgenommen, wir spielen alles gleichzeitig im gleichen Raum. Das bedeutet, wenn sich einer einmal verspielt, war’s das mit dem Take. Entweder lässt man den Fehler drin, oder man macht es noch einmal. Der Moment soll eingefangen werden, ohne Netz. Keine Pro Tools-Glattbügelung, kein Auto-Tune.“
Umtriebigkeit im Studio und live
Auf zwei CD-Produktionen können Charlie Basterd und Co. schon stolz verweisen. Ein Coveralbum mit dem Titel No. 1 ist gleichsam die Vierkant-Essenz der 50er: I’m Walking, Tutti Frutti, Summertime Blues oder Johnny B. Goode sind nur einige der 16 Klassiker, vor denen die OldSchoolBasterds sich in überzeugender Manier musikalisch verneigen. „Wir wollten eigentlich nie eine Platte mit Covers machen“, berichtet Charlie, „aber dadurch, dass die Band so cool geworden ist, haben wir es riskiert. Alles über eine große Firma, die an uns herangetreten ist, das Album in deren Filialen zu vertreiben. Wir haben 1.000 CD’s produziert, mit großem Aufwand hergestellt und schick aufbereitet. Und dann ist die Firma plötzlich abgesprungen. Ist aber egal, wir verkaufen regelmäßig CD’s über unseren Online-Shop und auf Konzerten.“ Dagegen stellt das Album Holy Sh*t Weihnachtsstandards als originellen Kontrapunkt vor. Noch nicht spruchreif ist eine Produktion mit Eigenmaterial, Charlie versichert den Fans jedoch dahingehende Daueranstrengungen.
Die Live-Aktivitäten der Band oszillieren zwischen künstlerischer und finanzieller Wertschöpfung. Zwischen ausgesuchten Veranstaltungen mit hohem Aufmerksamkeitsfaktor beim Publikum, und den großen Events, bei denen die Basterds darum ringen müssen, nicht zum Beiwerk zu verkommen. „Natürlich spielen wir gern im Kulturverein für Leute die kommen, um uns zuzuhören. Ist halt geldmäßig weniger interessant wie beispielsweise eine Gala für die Ennstal-Classic. Wir machen beides, weil wir das Ding auch irgendwie finanzieren müssen.“
Der Altersquerschnitt bei Basterds-Konzerten straft Don McLeans eingangs erwähnte lyrische These der verblichenen 50er-Musik eindrucksvoll Lügen. Wenn Charlie Basterd ins Publikum blickt, sieht er, „Leute, die die Zeit noch selbst erlebt haben, neben ganz jungen, die von der Energie dieser Musik mitgerissen werden.“ Am Tag, als das Flugzeug vom Himmel fiel, mögen Holly, Valens und Bopper vielleicht draufgegangen sein, deren Musik erfreut sich bester Gesundheit.
Um nicht zu rührselig zu werden: allen nostalgischen Puristen erteilt selbst Charlie Basterd eine gehörige Abfuhr: „Früher war es um nichts besser als heute, anders war es. Nur ist es durch die heutigen Möglichkeiten für Leute, die kein Instrument im herkömmlichen Sinne beherrschen, sicher leichter. Jetzt kannst du mit Netbook und Mikro auch schon produzieren.“
Womöglich sogar im Duckwalk.
OldSchoolBasterds No.1
Holy S*it (2012)
Holy S*it
Whole Lotta Love Songs (2015)
Whole Lotta Love Songs
The Lost Tapes (2017)
The Lost Tapes
Dance Potion No. 5 (2019)
Dance Potion No. 5
Jerry Lee, Johnny, Stanley, Charlie und Hank Basterd – gemahnt ja eher an eine räudige Banditengang, die im Wilden Westen Postkutschen ausgeraubt hat. Weit gefehlt: dahinter verbirgt sich eine Rock’n’Roll-Band der alten Schule, die sich Musikstandards der 50er Jahre virtuos zu eigen macht. Backbeat bat Schlagwerker Charlie Basterd zum Gespräch. Von Martin Macho Von wegen The day the music died! Die OldSchoolBasterds wühlen sich seit Herbst 2010 tief in den Musikfundus der Fifties ein. Den geborgenen Kleinoden wird höchste Sorgfalt zuteil: Originaltreue und Hingabe zum Detail sind den Virtuosen der alten Schule allemal wichtiger als das flache Revival mit Staubschicht.
Akribie und Übernahme damals gängiger Technik
Ganz gleich ob Rock’n’Roll, Boogie, Gospel oder Calypso, die fünf Könner beherrschen schlichtweg alles. In der klassischen Besetzung Gesang, Gitarre, Standbass, Klavier und Schlagzeug sind die OldSchoolBasterds durch akribisches Einleben in das Liedmaterial immer verdammt nah am Original.
Die Songschemata der 50er haben aber auch – oder gerade – für Spitzenmusiker vom Schlage der Basterds die eine oder andere Falltür eingebaut. „Es ist scheinbar einfach, 50er-Musik zu spielen, mit wenigen Akkorden und wenig abwechslungsreichen Grooves, verglichen mit den Beats aus den 70ern bis heute. Man muss dadurch aber höllisch bei dem aufpassen, was man alles nicht tun darf. Die Palette der unerlaubten Dinge ist sehr groß“, weiß Charlie um die ganz besondere Krux bei der Erarbeitung des Songrepertoires.
Völlig anders gelagert ist die Sache beim Gesang. In dem Wissen um die herausragende Qualität des Harmoniegesangs der damaligen Zeit sind Chorproben regelmäßiges Pflichtprogramm. „Ohne drei- bis vierstimmig zu singen, klingt es einfach nicht nach Fifties. In den 50er Jahren gab es ja für den Leadsänger zusätzlich zu den Instrumentalisten eigene Gesangsgruppen als Begleiter. Wenn du dir zum Beispiel anhörst, wie extrem gut Crying In The Chapel bei Elvis klingt – für Musiker, die keine Profisänger sind, kaum zu schaffen. Aber wir bemühen uns.“
Wie überhaupt die Regeln, denen die Musik der Basterds unterliegt, in den Rang alttestamentarischer Gebote gehoben werden. Der Drummer dazu: „Wir nehmen das sehr ernst. Unser Hauptanspruch ist, dass die Nummern so echt wie möglich sind. Wenn wir Little Richard spielen, muss das dieselbe Energie wie damals haben. Oder bei Harry Belafonte ist es das Ziel, den Song karibisch rüberkommen zu lassen.“
On stage streben die Basterds das Echtheitszertifikat an. „Damit es tatsächlich alt klingt, benutzen wir alte Instrumente. Das alles ohne Kompressoren, ohne Gates. Unser Sänger Stanley versucht seine Lead Vocals mithilfe digitaler Technik nach dem charakteristischen Fader-Hall-Sound klingen zu lassen. Die Bass Drum war in den 50ern im Mix kaum auszumachen. Das ist für Live-Tontechniker, die den heutigen Pop-Standard im Ohr haben, natürlich ungewohnt. Die schreien dann ‚Kick!‘, ‚Kick!‘, und wenn’s nicht voll kracht, sind sie unzufrieden.“ Die durchwegs positiven Resonanzen nach Live-Shows belohnen die Bemühungen.
Dieselbe Authentizitätsklausel wird für die Band auch im Studio schlagend: „Wenn du so willst, ist es noch echt handgemachte Musik. Die einzelnen Titel werden allesamt unter 50er Jahre-Bedingungen aufgenommen, wir spielen alles gleichzeitig im gleichen Raum. Das bedeutet, wenn sich einer einmal verspielt, war’s das mit dem Take. Entweder lässt man den Fehler drin, oder man macht es noch einmal. Der Moment soll eingefangen werden, ohne Netz. Keine Pro Tools-Glattbügelung, kein Auto-Tune.“
Umtriebigkeit im Studio und live
Auf zwei CD-Produktionen können Charlie Basterd und Co. schon stolz verweisen. Ein Coveralbum mit dem Titel No. 1 ist gleichsam die Vierkant-Essenz der 50er: I’m Walking, Tutti Frutti, Summertime Blues oder Johnny B. Goode sind nur einige der 16 Klassiker, vor denen die OldSchoolBasterds sich in überzeugender Manier musikalisch verneigen. „Wir wollten eigentlich nie eine Platte mit Covers machen“, berichtet Charlie, „aber dadurch, dass die Band so cool geworden ist, haben wir es riskiert. Alles über eine große Firma, die an uns herangetreten ist, das Album in deren Filialen zu vertreiben. Wir haben 1.000 CD’s produziert, mit großem Aufwand hergestellt und schick aufbereitet. Und dann ist die Firma plötzlich abgesprungen. Ist aber egal, wir verkaufen regelmäßig CD’s über unseren Online-Shop und auf Konzerten.“ Dagegen stellt das Album Holy Sh*t Weihnachtsstandards als originellen Kontrapunkt vor. Noch nicht spruchreif ist eine Produktion mit Eigenmaterial, Charlie versichert den Fans jedoch dahingehende Daueranstrengungen.
Die Live-Aktivitäten der Band oszillieren zwischen künstlerischer und finanzieller Wertschöpfung. Zwischen ausgesuchten Veranstaltungen mit hohem Aufmerksamkeitsfaktor beim Publikum, und den großen Events, bei denen die Basterds darum ringen müssen, nicht zum Beiwerk zu verkommen. „Natürlich spielen wir gern im Kulturverein für Leute die kommen, um uns zuzuhören. Ist halt geldmäßig weniger interessant wie beispielsweise eine Gala für die Ennstal-Classic. Wir machen beides, weil wir das Ding auch irgendwie finanzieren müssen.“
Der Altersquerschnitt bei Basterds-Konzerten straft Don McLeans eingangs erwähnte lyrische These der verblichenen 50er-Musik eindrucksvoll Lügen. Wenn Charlie Basterd ins Publikum blickt, sieht er, „Leute, die die Zeit noch selbst erlebt haben, neben ganz jungen, die von der Energie dieser Musik mitgerissen werden.“ Am Tag, als das Flugzeug vom Himmel fiel, mögen Holly, Valens und Bopper vielleicht draufgegangen sein, deren Musik erfreut sich bester Gesundheit.
Um nicht zu rührselig zu werden: allen nostalgischen Puristen erteilt selbst Charlie Basterd eine gehörige Abfuhr: „Früher war es um nichts besser als heute, anders war es. Nur ist es durch die heutigen Möglichkeiten für Leute, die kein Instrument im herkömmlichen Sinne beherrschen, sicher leichter. Jetzt kannst du mit Netbook und Mikro auch schon produzieren.“
Womöglich sogar im Duckwalk.
Freitag, 28. August 2020
ANTON JOSEF
So oda so (2017)
So oda so
Is Wias Is (2019)
Is Wias Is
Anton „Tony“ Stricker hat einen herrlich pragmatischen Zugang zum Leben und zur Musik. Gitarrespielen hat er sich selber beigebracht, völlig autodidaktisch, obwohl sein Vater eigentlich Musiklehrer ist. „Ich wollte das halt können“, erzählt der 26-jährige St. Georgener der BVZ. Jetzt steht er mit der Gitarre auf der Bühne. Dort heißt Tony „Anton Josef“, denn: „So heiß ich halt“. Gesungen wird auf Burgenländisch, denn: „So red‘ ich halt“.
Auch seine Lieder schreibt sich der gelernte Kindergarten-Pädagoge selber. Diese drehen sich vor allem um Alltagssituationen. „Da ist alles dabei: Vom Bewusstwerden, dass man sterblich ist, bis hin zum All You Can Eat-Buffet“, lacht Stricker.
Vom Stil her ist das neue Album „Is wias is“ am ehesten Austro-Pop, generell wollte Tony „einfach moderne Mundard-Musik“ machen.
„Is wias is“: Moderne Mundard-Musik
Ob er mit seiner Musik einmal reich und berühmt werden will? Auch darauf hat Tony eine pragmatische Antwort. „Ich muss nicht berühmt werden, ich will einfach nur von der Musik leben können.“ Bis es soweit ist, kann man ihn „mieten“, entweder solo oder mit Band.
Die Band, die gibt es seit vier Jahren und zwar in der Duo-Variante mit dem Cajon-Spieler Michael Leeb-Hebaus sowie als Quartett mit Bruder Andreas Stricker am Bass und Produzent Alexander Grill an der E-Gitarre. Auch bei den Auftritten herrscht Bodenständigkeit: „Wir spielen grundsätzlich überall, vom Surfweltcup bis zu Vierziger-Feiern.“
So oda so
Is Wias Is (2019)
Is Wias Is
Anton „Tony“ Stricker hat einen herrlich pragmatischen Zugang zum Leben und zur Musik. Gitarrespielen hat er sich selber beigebracht, völlig autodidaktisch, obwohl sein Vater eigentlich Musiklehrer ist. „Ich wollte das halt können“, erzählt der 26-jährige St. Georgener der BVZ. Jetzt steht er mit der Gitarre auf der Bühne. Dort heißt Tony „Anton Josef“, denn: „So heiß ich halt“. Gesungen wird auf Burgenländisch, denn: „So red‘ ich halt“.
Auch seine Lieder schreibt sich der gelernte Kindergarten-Pädagoge selber. Diese drehen sich vor allem um Alltagssituationen. „Da ist alles dabei: Vom Bewusstwerden, dass man sterblich ist, bis hin zum All You Can Eat-Buffet“, lacht Stricker.
Vom Stil her ist das neue Album „Is wias is“ am ehesten Austro-Pop, generell wollte Tony „einfach moderne Mundard-Musik“ machen.
„Is wias is“: Moderne Mundard-Musik
Ob er mit seiner Musik einmal reich und berühmt werden will? Auch darauf hat Tony eine pragmatische Antwort. „Ich muss nicht berühmt werden, ich will einfach nur von der Musik leben können.“ Bis es soweit ist, kann man ihn „mieten“, entweder solo oder mit Band.
Die Band, die gibt es seit vier Jahren und zwar in der Duo-Variante mit dem Cajon-Spieler Michael Leeb-Hebaus sowie als Quartett mit Bruder Andreas Stricker am Bass und Produzent Alexander Grill an der E-Gitarre. Auch bei den Auftritten herrscht Bodenständigkeit: „Wir spielen grundsätzlich überall, vom Surfweltcup bis zu Vierziger-Feiern.“
Donnerstag, 27. August 2020
Mittwoch, 26. August 2020
THE UPTOWN MONOTONES
Criminals (2013)
Criminals
Fragments In A Frame (2014)
Fragments In A Frame
Boom Shaka Laka (2019)
Boom Shaka Laka
The Uptown Monotones sind eine österreichische Experimental-/Fusion-Band, die 1993 in Graz gegründet wurde. Einer breiteren Masse wurden sie durch die Talentshow Die große Chance bekannt.
Criminals
Fragments In A Frame (2014)
Fragments In A Frame
Boom Shaka Laka (2019)
Boom Shaka Laka
The Uptown Monotones sind eine österreichische Experimental-/Fusion-Band, die 1993 in Graz gegründet wurde. Einer breiteren Masse wurden sie durch die Talentshow Die große Chance bekannt.
Dienstag, 25. August 2020
RAUTÖNE
Nimm da a Foab (EP 2018)
Nimm da a Foab
Auf und davon (2019)
Auf und davon
Texte mitten aus deinem Leben, verpackt in Songs, die du beim zweiten Refrain mitsingen kannst – das sind Rautöne.
In den Songs der Band kommt immer wieder die Verehrung für die großen amerikanischen Songwriter wie Bruce Springsteen, Tom Petty oder Johnny Cash, aber auch die großen Musiker und Texter österreichischer Musik, wie Danzer oder STS, zum Ausdruck. Freiheit, Selbstbestimmung, aber auch wilde Nächte und gebrochene Herzen – der Stoff, aus dem hier wie da Träume und Tragödien gesponnen sind.
Die Musik ist wild und sanft, aufwühlend und einlullend, treibend und ruhig, vor allem aber: immer authentisch und voller Herzblut.
Irgendwo zwischen Rock und Pop haben es sich Rautöne gemütlich gemacht. Doch egal ob Rock, Pop, Ballade oder Hymne: Es ist die Leidenschaft, die zählt. Bei jedem einzelnen (Rau)Ton...
Nimm da a Foab
Auf und davon (2019)
Auf und davon
Texte mitten aus deinem Leben, verpackt in Songs, die du beim zweiten Refrain mitsingen kannst – das sind Rautöne.
In den Songs der Band kommt immer wieder die Verehrung für die großen amerikanischen Songwriter wie Bruce Springsteen, Tom Petty oder Johnny Cash, aber auch die großen Musiker und Texter österreichischer Musik, wie Danzer oder STS, zum Ausdruck. Freiheit, Selbstbestimmung, aber auch wilde Nächte und gebrochene Herzen – der Stoff, aus dem hier wie da Träume und Tragödien gesponnen sind.
Die Musik ist wild und sanft, aufwühlend und einlullend, treibend und ruhig, vor allem aber: immer authentisch und voller Herzblut.
Irgendwo zwischen Rock und Pop haben es sich Rautöne gemütlich gemacht. Doch egal ob Rock, Pop, Ballade oder Hymne: Es ist die Leidenschaft, die zählt. Bei jedem einzelnen (Rau)Ton...
Montag, 24. August 2020
MY FEARLESS FRIEND (Jay Hundert)
Wo Dein Herz Ist (Special Edition) (2018)
Wo Dein Herz Ist
The London Demos (2018)
The London Demos
Jay Hundert...
ist My Fearless Friend – My Fearless Friend ist JHs Musik. Alles was JH nicht wagt auszusprechen, lässt er mit und durch My Fearless Friend klingen. Melodien berühren mehr als Worte, Melodien die JHs Seelenleben widerspiegeln: Balladeske Melancholie, bitter-süße Trauer, hoffnungslose Liebe, schmerzender Verlust - kraftvoll und berührend. All das, was Begegnungen, Beziehungen, einfach das Leben eines nachdenklichen Mannes ausmachen, der sich seiner Gefühle schamlos hingibt, mithilfe von My Fearless Friend, der Melodie seines Lebens.
Wo Dein Herz Ist
The London Demos (2018)
The London Demos
Jay Hundert...
ist My Fearless Friend – My Fearless Friend ist JHs Musik. Alles was JH nicht wagt auszusprechen, lässt er mit und durch My Fearless Friend klingen. Melodien berühren mehr als Worte, Melodien die JHs Seelenleben widerspiegeln: Balladeske Melancholie, bitter-süße Trauer, hoffnungslose Liebe, schmerzender Verlust - kraftvoll und berührend. All das, was Begegnungen, Beziehungen, einfach das Leben eines nachdenklichen Mannes ausmachen, der sich seiner Gefühle schamlos hingibt, mithilfe von My Fearless Friend, der Melodie seines Lebens.
Sonntag, 23. August 2020
REWOLFINGER
How We Lost Our Way (2009)
How We Lost Our Way
Redemption Daily, 10Am (2012)
Redemption Daily, 10Am
Family Noir (2019)
Family Noir
Wenn das Glas gelb schimmert, ist nicht immer Bier dran schuld. Die Band Rewolfinger betrachtet die Welt in anderem Licht
as Leben mag oft richtig sch .... wierig sein, besser als der Tod ist es allemal. Das eine hängt mit dem anderen aber untrennbar zusammen, weshalb der Weg vom Anfang bis zum Ende den Menschen natürlich beschäftigt.
Bevor nun der Geruch der Esoterik verströmt wird, stecken aber schon Rewolfinger ihre Instrumente ein und bremsen erst einmal: Bevor wir anfangen, lasst uns verschnaufen.
Rewolfinger sind einschlägig auffällig, wie der unifomierte Staatsdiener sagen würde.
Ihr Tun ist jedoch nicht strafbar. Im Gegenteil. Der sechsi Sechser versteht sich als musikalischer Trostspender im weiten Feld des abgerockten Rock 'n' Roll, dem fröhlichen Trauermarsch und dem verheulten Hochzeitsg'stanzl.
Dementsprechend heißen ihre Lieder Wicked Path of Sin oder Betweens the Devil and Me. Das klingt nach dem Blues und den schattseitigen Betrachtungen eines Hank Williams, doch Rewolfinger verstehen sich darauf, die an sich wenig erbaulichen Themen mit etwas Süßstoff zu kredenzen. Dafür wird eine Säge zum Singen gebracht, über eine Geige hin- und hergezogen oder eine Quetsche langgemacht: Schwermut mit Zuckerhauberl.
Diese Kunst hat den Rewolfingern Vergleiche mit ähnlich orientierten Künstlern wie Beirut eingebracht. Womit? Mit Recht. Denn selbst wenn sie You Are My Sunshine intonieren, klingt es, als würde der Mond den kalten Stein eines Grabes bescheinen. Sagen wir so: Der Lebensfreude wird hier nur zwischen den Zeilen gehuldigt. Dieses Unterdrücken des Naheliegenden zählt zu den Talenten von Rewolfinger. Akut besteht die Band aus diesen Gesellen: Hartmut Dumke, Peter Fleischacker, Herbert Zgubic, Stefan Wolfinger, Matthias Schmidt und Axel Gschaider.
Grob betrachtet könnte man die vor zwölf Jahren gegründete Band dem Begriff Americana unterjubeln. Aber dort werden mittlerweile sogar Jeansbügler gesehen.
Rewolfinger sind in ihrer kunstvollen Schäbigkeit moderne Vermittler von Geschichten, wie sie einst Ambrose Bierce oder Edgar Allan Poe verfasst haben. Ihr Glas ist nicht nur halbleer. Die Farbe des Inhalts legt den Verdacht nahe, dass sich jemanden darin erleichtert hat. So.
Ja, das Leben ist nicht immer nur schön, sonder oft richtig lulu. Rewolfinger singen heute darüber und über ähnlich Gelagertes ein Lied. Oder zwei. Oder zehn.
Peter Fleischacker (dr)
Axel Gschaider (b, voc)
Matthias Schmidt (g, voc, mand, bj, xyl)
Thomas Skranc (pos)
Stefan Wolfinger (g, voc, bj, xyl, dr)
Herbert Zgubic (g, accordeon, voc, xyl, lapsteel)
Katharina Rogalli (violin)
Clara Siersch (viola)
Peter Red Onrednik (b, voc, dr)
Barbara Palma (viola)
Christian Gschwendtner (Clarinette)
How We Lost Our Way
Redemption Daily, 10Am (2012)
Redemption Daily, 10Am
Family Noir (2019)
Family Noir
Wenn das Glas gelb schimmert, ist nicht immer Bier dran schuld. Die Band Rewolfinger betrachtet die Welt in anderem Licht
as Leben mag oft richtig sch .... wierig sein, besser als der Tod ist es allemal. Das eine hängt mit dem anderen aber untrennbar zusammen, weshalb der Weg vom Anfang bis zum Ende den Menschen natürlich beschäftigt.
Bevor nun der Geruch der Esoterik verströmt wird, stecken aber schon Rewolfinger ihre Instrumente ein und bremsen erst einmal: Bevor wir anfangen, lasst uns verschnaufen.
Rewolfinger sind einschlägig auffällig, wie der unifomierte Staatsdiener sagen würde.
Ihr Tun ist jedoch nicht strafbar. Im Gegenteil. Der sechsi Sechser versteht sich als musikalischer Trostspender im weiten Feld des abgerockten Rock 'n' Roll, dem fröhlichen Trauermarsch und dem verheulten Hochzeitsg'stanzl.
Dementsprechend heißen ihre Lieder Wicked Path of Sin oder Betweens the Devil and Me. Das klingt nach dem Blues und den schattseitigen Betrachtungen eines Hank Williams, doch Rewolfinger verstehen sich darauf, die an sich wenig erbaulichen Themen mit etwas Süßstoff zu kredenzen. Dafür wird eine Säge zum Singen gebracht, über eine Geige hin- und hergezogen oder eine Quetsche langgemacht: Schwermut mit Zuckerhauberl.
Diese Kunst hat den Rewolfingern Vergleiche mit ähnlich orientierten Künstlern wie Beirut eingebracht. Womit? Mit Recht. Denn selbst wenn sie You Are My Sunshine intonieren, klingt es, als würde der Mond den kalten Stein eines Grabes bescheinen. Sagen wir so: Der Lebensfreude wird hier nur zwischen den Zeilen gehuldigt. Dieses Unterdrücken des Naheliegenden zählt zu den Talenten von Rewolfinger. Akut besteht die Band aus diesen Gesellen: Hartmut Dumke, Peter Fleischacker, Herbert Zgubic, Stefan Wolfinger, Matthias Schmidt und Axel Gschaider.
Grob betrachtet könnte man die vor zwölf Jahren gegründete Band dem Begriff Americana unterjubeln. Aber dort werden mittlerweile sogar Jeansbügler gesehen.
Rewolfinger sind in ihrer kunstvollen Schäbigkeit moderne Vermittler von Geschichten, wie sie einst Ambrose Bierce oder Edgar Allan Poe verfasst haben. Ihr Glas ist nicht nur halbleer. Die Farbe des Inhalts legt den Verdacht nahe, dass sich jemanden darin erleichtert hat. So.
Ja, das Leben ist nicht immer nur schön, sonder oft richtig lulu. Rewolfinger singen heute darüber und über ähnlich Gelagertes ein Lied. Oder zwei. Oder zehn.
Rewolfinger sind:
Hartmut Dumke (flugelhorn, keyb., musical saw)Peter Fleischacker (dr)
Axel Gschaider (b, voc)
Matthias Schmidt (g, voc, mand, bj, xyl)
Thomas Skranc (pos)
Stefan Wolfinger (g, voc, bj, xyl, dr)
Herbert Zgubic (g, accordeon, voc, xyl, lapsteel)
Rewolfinger waren:
Christian Dürr (dr, b, g, voc)Katharina Rogalli (violin)
Clara Siersch (viola)
Peter Red Onrednik (b, voc, dr)
Barbara Palma (viola)
Christian Gschwendtner (Clarinette)
Samstag, 22. August 2020
Einfach Flo (Florian Ragendorfer) - Lange Nichts Gehört (2019)
Lange Nichts Gehört
Einfach Flo[4] (Früherer Name Flow Rag oder FlowRag) ist eine österreichische Band aus Mödling. Sie besteht aus Florian Ragendorfer (Gesang), Richard Oliver Gillissen (Gitarre) und Benjamin Zumpfe (Klavier).[2]
Jeder der drei Musiker war zunächst Frontmann einer eigenen Rockband, Gillissen und Ragendorfer spielten auch gemeinsam in der Punk-Rock-Band Red Ties. Flowrag entstand ursprünglich 2013 als YouTube-Kanal und wurde gemeinsam von Sänger Florian Ragendorfer und Gitarrist Richard Gillissen gegründet, später kam Pianist Benjamin Zumpfe hinzu. Die Coverversion von 7 Years von Lukas Graham erzielte über 780.000 Aufrufe. Der Bandname leitet sich aus dem Namen von Sänger Florian Ragendorfer ab.[5]
Ragendorfer nahm 2013 an der ORF-Show Die große Chance teil, wo er das Halbfinale erreichte. Im Jahr 2014 nahm die Band an der RTL-Talent-Show Rising Star teil und kam ins Finale. 2015 standen sie beim Donauinselfest auf der Ö3-Bühne und erreichten beim Rock the Island Contest den zweiten Platz.[6][7]
Ihr Lied Helden wurde ab April 2016 auf Hitradio Ö3 gespielt und schaffte es in die österreichischen Charts. Texte und Musik werden von der Gruppe selbst gemeinsam geschrieben, hauptverantwortlich für die Musik zeichnet Gitarrist Richard Gillissen. Die Gruppe beschreibt ihre Musik selbst als „Akustik-Pop mit Mozart-Einflüssen“.[5] Im November 2016 veröffentlichten sie mit Dann kommt die Musik die zweite Single.[8][1][9] Im Juli 2017 waren sie im ORF und im MDR bei der Starnacht am Wörthersee zu sehen. Im August 2017 wurde die Single Tag ein, Tag aus veröffentlicht.[10]
Musiker
Florian Ragendorfer aus Mödling, geboren am 13. Juli 1993, ausgebildeter Mediendesigner
Richard Gillissen aus Brunn am Gebirge, Student der Lebensmittel- und Biotechnologie, geboren am 6. Jänner 1993
Benjamin Zumpfe aus Mödling, Musikstudent, geboren am 22. Mai 1995[5]
Einfach Flo[4] (Früherer Name Flow Rag oder FlowRag) ist eine österreichische Band aus Mödling. Sie besteht aus Florian Ragendorfer (Gesang), Richard Oliver Gillissen (Gitarre) und Benjamin Zumpfe (Klavier).[2]
Jeder der drei Musiker war zunächst Frontmann einer eigenen Rockband, Gillissen und Ragendorfer spielten auch gemeinsam in der Punk-Rock-Band Red Ties. Flowrag entstand ursprünglich 2013 als YouTube-Kanal und wurde gemeinsam von Sänger Florian Ragendorfer und Gitarrist Richard Gillissen gegründet, später kam Pianist Benjamin Zumpfe hinzu. Die Coverversion von 7 Years von Lukas Graham erzielte über 780.000 Aufrufe. Der Bandname leitet sich aus dem Namen von Sänger Florian Ragendorfer ab.[5]
Ragendorfer nahm 2013 an der ORF-Show Die große Chance teil, wo er das Halbfinale erreichte. Im Jahr 2014 nahm die Band an der RTL-Talent-Show Rising Star teil und kam ins Finale. 2015 standen sie beim Donauinselfest auf der Ö3-Bühne und erreichten beim Rock the Island Contest den zweiten Platz.[6][7]
Ihr Lied Helden wurde ab April 2016 auf Hitradio Ö3 gespielt und schaffte es in die österreichischen Charts. Texte und Musik werden von der Gruppe selbst gemeinsam geschrieben, hauptverantwortlich für die Musik zeichnet Gitarrist Richard Gillissen. Die Gruppe beschreibt ihre Musik selbst als „Akustik-Pop mit Mozart-Einflüssen“.[5] Im November 2016 veröffentlichten sie mit Dann kommt die Musik die zweite Single.[8][1][9] Im Juli 2017 waren sie im ORF und im MDR bei der Starnacht am Wörthersee zu sehen. Im August 2017 wurde die Single Tag ein, Tag aus veröffentlicht.[10]
Musiker
Florian Ragendorfer aus Mödling, geboren am 13. Juli 1993, ausgebildeter Mediendesigner
Richard Gillissen aus Brunn am Gebirge, Student der Lebensmittel- und Biotechnologie, geboren am 6. Jänner 1993
Benjamin Zumpfe aus Mödling, Musikstudent, geboren am 22. Mai 1995[5]
Freitag, 21. August 2020
Woody Melectric - Endlich daham (2015)
Endlich daham
Woody Melectric haben einen Bandnamen, der klingt wie eine neue amerikanische Zeichentrick-Serie, eine superbe Besetzung und eine musikalische Mission. Genau genommen kommen sie aus dem Waldviertel, spielen Musik, die in keine Schublade passt und einfach nur wunderschön klingt!
Woody Melectric haben einen Bandnamen, der klingt wie eine neue amerikanische Zeichentrick-Serie, eine superbe Besetzung und eine musikalische Mission. Genau genommen kommen sie aus dem Waldviertel, spielen Musik, die in keine Schublade passt und einfach nur wunderschön klingt!
„ENDLICH DAHAM“, das Album, eingespielt mit dem neuen Drummer Michi Sator, ist laut Info „rhythmischer, abwechslungsreicher und weniger melancholisch als das Vorgängeralbum“. Noch abwechslungsreicher? Geht das? Klar, Woody Melectric können das! „Puls am Zenit“ schlägt in diese Kerbe, ist musikalisch ein Leckerbissen und gefällt mit Schneider’s U2-inspirierten Gitarren, insbesondere das Solo, alle Achtung! Sonja Schneider singt deutsch und kredenzt einen Text, der zwischen Reinhard Mey und den Phrasenmäher eine Brücke zwischen intelligenten Reimen und massenkompatiblen Zeilen a la Pur gekonnt schlägt. Fängt schon gut an. Und es wird gleich noch besser: „Voglzug“ ist in Mundart gesungen, plätschert so richtig relaxt aus den Boxen und Schneider, der Schelm , zitiert im Solo „Somewhere Over The Rainbow“,
bevor das Solo in eine Octaver-Wah-Wah-Orgie kippt. Und dann gehts
wieder poppig relaxt weiter, eher ein trancig-psychedelischer (!)
Synthesizer-Schluss den Zuhörer endgültig verblüfft. „Twist In My Sobriety“ – im Original von Tanita Tikaram – ist Sonja Schneider natürlich auf den Leib, äh… die Stimme! – geschrieben. OK, englisch, Coverversion, – langsam überrascht mich eh nix mehr, denn Woody Melectric
sind auf ihre Art so einzigartig, dass man mit Allem rechnen muss. So
auch auf dieser Coverversion des Megahits von 1988, wo ein
Streichquartett einen Kontrast zur doch rockigen Band bildet. Der
Titeltrack „Endlich daham“ ist dann wieder in Mundart
gesungen, allerdings rhythmisch vertrackt und dennoch gerade im Refrain
volksmusikalisch angehaucht ist. Interessanter Song, in welchem Sigi
eine schönes, melodiöses Solo beisteuert. Sie singt „s Lebm is so wunderschee“, das kommt hin! Und es wären nicht Woody Melectric, würde es jetzt mal für ein, zwei Songs „normal“ weitergehen… „Tief“
beginnt mit einem astreinen Heavy Metal-Riff, ehe es zappaesk
dahinpoltert, gesungen wird hochdeutsch, einmal mehr rhythmisch irgendwo
im 7/8-Nirvana, dazu die engelsgleichen Vocals und dann ein
jazzrockiger Instrumentalteil. Heavy Riffs im Chorus… unpackbar geil! „Lied“
ist wieder hochdeutsch gesungen und diesmal bewegen wir uns musikalisch
im Pop-Rock-Bereich mit jazzigen Einlagen, einem Refrain wie aus der
Jungschar-Chorstunde und ein souveränes Gitarrensolo. Das angeheuerte
Streichquartett tritt bei „Unermüdlich“ erneut an, also
anfangs ist dieser deutsch gesungene Song eher klassikangehaucht,
später dann smoothig relaxt bis hin zu medium Rock. Coole Bass-Lines
sprengen dann „Grenzen“, so der Titel des nächsten Songs, der auch von Jethro Tull
sein könnte, gesungen wird abermals Hochdeutsch. Man kann jetzt schon
feststellen, dass der neue Schlagzeuger noch viel besser in den
„Sigi-Schneider-Woody-Melectric-Musik-Kosmos“ passt, rhythmisch
versierter spielt und mehr Dynamik in den ohnehin schon dichten
Sound-Katalog bringt. Und dann die nächste Überraschung: „Drifting“ ist ein Instrumental-Song, der den Ausnahmebassisten Wolfgang Frosch
mal in den Mittelpunkt des akustischen Interesses stellt. Tolles Thema
und Bass-solistisch allererste Sahne und so sieht man auch
augenzwinkernd darüber hinweg, dass der Schlingel bei Stanley Clarke
ein paar Fills geklaut hat. Nach den Bass-Ausflügen in
jazzrockig-balladeske Instrumentalgefielde mit virtuosen Bassläufen,
singt Sonja „parapa di du di a di da da…“ – also textfrei a la Astrud Gilberto,
ehe der Bass-Frosch wieder die Frequenzen übernimmt, dazwischen stimmt
man sowas ähnliches wie „Superstitious“ an und das letzte Drittel dieser
hochkarätigen Instrumental-Nummer, die mit 12:31 Minuten auch relativ
lang ist, dominiert dann Sigi’s E-Gitarre, die sich zwischen Hendrix-Style
bis bluesig heavy bewegt. Spezialisten haben ohnehin schon bemerkt,
dass der Song eine Neuinterpretation des Instrumentals ist, das
Komponist Frosch auch schon mit seiner Stammband Bluespumpm gespielt hat. „Jo zua Sunn“ ist der letzte Song, in Mundart gesungen und eine „Cover-Version“ ihres eigenen Tracks „Yes To The Sun“, also der Titeltrack des ersten Albums. Somit schliesst sich der Kreis und somit macht dieses Doppel-Review auch doppelt Sinn.
Woody Melectric ist
eine jener Überraschungen, nach denen der echte Musikkenner sucht. Frei
von Zwängen und Trends wird hier in erster Linie Musik gemacht um der
Musik Willen! Die Musiker scheren sich nix um Schubladen-Denken,
überwinden locker sprachliche Barrieren und musikalisch machen sie
sowieso, was sie wollen. Und das ist gut so!
Donnerstag, 20. August 2020
Monika Ballwein - Monika Ballwein Celebrates The Beatles (2017)
Monika Ballwein Celebrates The Beatles
Monika Ballwein (* 14. Oktober 1967 in Pyhra, Niederösterreich) ist eine österreichische Sängerin, Vocalcoach, Songwriterin und Chorleiterin. Sie ist fünffache Teilnehmerin am Eurovision Song Contest für Österreich, davon viermal auf der Bühne als Background-Sängerin und zuletzt als Vocalcoach und Mentorin der Gewinnerin des Song Contest 2014 Conchita Wurst.[1][2]
Leben
Monika Ballwein wuchs in Niederösterreich auf und erlernte im Alter von fünf Jahren das Akkordeonspiel. Mit 14 Jahren trat sie mit der Gospel-Soulband „Cantores Dei“ als Gesangssolistin auf, für die sie später für die musikalische Leitung und für alle Arrangements verantwortlich wurde. Mit 17 hatte sie einen TV-Auftritt in der ORF-Talente-Sendung Die große Chance. Nach der Matura in Sankt Pölten folgte ein Jazz-Gesang-Studium, mit Instrumental- und Gesangspädagogik am Franz Schubert-Konservatorium in Wien.[3]
Ballwein trat unter anderem mit Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros, Nina Hagen, Christina Stürmer, Udo Jürgens, Count Basic, Chaka Khan, Bill Ramsey, Jennifer Rush, Georg Danzer, Uwe Kröger, Marianne Mendt und dem Duo Luttenberger*Klug auf. Sie wirkte auf mehr als 1500 Songproduktionen mit und leiht mehr als 20 Radiostationen in Österreich und Deutschland ihre Stimme für Jingles.[4] Ebenso ist sie als Solistin im „Dancing Stars Orchester“[5] bei der gleichnamigen TV-Show tätig.[6] Im Oktober 2013 veröffentlichte Monika Ballwein ihre erste eigens komponierte Single Coming home.[7]
Vocal Coach
2004 gründete Monika Ballwein ihre eigene Gesangsakademie für Sprache, Gesang und Entertainment. Im Dezember 2012 schloss sie eine 3-jährige Ausbildung zum CVT-Vocal-Coach am CVI in Kopenhagen erfolgreich ab. Sie ist die erste autorisierte Lehrerin, die nach den Grundlagen von CVT in Österreich unterrichtet.[8] Als Vocal-Coach wirkte sie bei TV-Produktionen wie Starmania (2004, 2006 und 2008)[9], Helden von Morgen (2011), Die große Chance (2011–2013)[10], Popstars (2007) sowie 2014 bei Herz von Österreich[11] mit. 2006 lernte sie im Zuge der ORF-Casting-Show Starmania Thomas Neuwirth kennen, der ab 2011 als Kunstfigur Conchita Wurst auftrat. Acht Jahre lang begleitete sie Tom beziehungsweise Conchita als Vocal- und Mental-Coach.[12] Als Vocal Coach arbeitete sie auch mit Bands, Solisten und Chören wie SheSays, Herbstrock, High South – newcomer 2013 (USA), 4 Reasons, Safere 6, Vocal Choice, Querklang, The hitch hikers, Vocalsessions, Die 3 Extremen, The Gang Guys – Rat-Pack-Trio zusammen. Als Musical-Coach fungierte sie 2005 für die deutschsprachige Uraufführung des Musicals Romeo und Julia am Raimundtheater, 2006 für das Musical „Fame“ in St. Pölten und Wr. Neustadt, 2010 für das Musical „König der Löwen“ in Stockerau sowie 2013 für Uwe Kröger show – „Absolut Uwe“. Im Musical Estelle spielte Monika Ballwein die Hauptrolle „Göttin Media“ im Ronacher 2014.[13]
Monika Ballwein (* 14. Oktober 1967 in Pyhra, Niederösterreich) ist eine österreichische Sängerin, Vocalcoach, Songwriterin und Chorleiterin. Sie ist fünffache Teilnehmerin am Eurovision Song Contest für Österreich, davon viermal auf der Bühne als Background-Sängerin und zuletzt als Vocalcoach und Mentorin der Gewinnerin des Song Contest 2014 Conchita Wurst.[1][2]
Leben
Monika Ballwein wuchs in Niederösterreich auf und erlernte im Alter von fünf Jahren das Akkordeonspiel. Mit 14 Jahren trat sie mit der Gospel-Soulband „Cantores Dei“ als Gesangssolistin auf, für die sie später für die musikalische Leitung und für alle Arrangements verantwortlich wurde. Mit 17 hatte sie einen TV-Auftritt in der ORF-Talente-Sendung Die große Chance. Nach der Matura in Sankt Pölten folgte ein Jazz-Gesang-Studium, mit Instrumental- und Gesangspädagogik am Franz Schubert-Konservatorium in Wien.[3]
Ballwein trat unter anderem mit Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros, Nina Hagen, Christina Stürmer, Udo Jürgens, Count Basic, Chaka Khan, Bill Ramsey, Jennifer Rush, Georg Danzer, Uwe Kröger, Marianne Mendt und dem Duo Luttenberger*Klug auf. Sie wirkte auf mehr als 1500 Songproduktionen mit und leiht mehr als 20 Radiostationen in Österreich und Deutschland ihre Stimme für Jingles.[4] Ebenso ist sie als Solistin im „Dancing Stars Orchester“[5] bei der gleichnamigen TV-Show tätig.[6] Im Oktober 2013 veröffentlichte Monika Ballwein ihre erste eigens komponierte Single Coming home.[7]
Vocal Coach
2004 gründete Monika Ballwein ihre eigene Gesangsakademie für Sprache, Gesang und Entertainment. Im Dezember 2012 schloss sie eine 3-jährige Ausbildung zum CVT-Vocal-Coach am CVI in Kopenhagen erfolgreich ab. Sie ist die erste autorisierte Lehrerin, die nach den Grundlagen von CVT in Österreich unterrichtet.[8] Als Vocal-Coach wirkte sie bei TV-Produktionen wie Starmania (2004, 2006 und 2008)[9], Helden von Morgen (2011), Die große Chance (2011–2013)[10], Popstars (2007) sowie 2014 bei Herz von Österreich[11] mit. 2006 lernte sie im Zuge der ORF-Casting-Show Starmania Thomas Neuwirth kennen, der ab 2011 als Kunstfigur Conchita Wurst auftrat. Acht Jahre lang begleitete sie Tom beziehungsweise Conchita als Vocal- und Mental-Coach.[12] Als Vocal Coach arbeitete sie auch mit Bands, Solisten und Chören wie SheSays, Herbstrock, High South – newcomer 2013 (USA), 4 Reasons, Safere 6, Vocal Choice, Querklang, The hitch hikers, Vocalsessions, Die 3 Extremen, The Gang Guys – Rat-Pack-Trio zusammen. Als Musical-Coach fungierte sie 2005 für die deutschsprachige Uraufführung des Musicals Romeo und Julia am Raimundtheater, 2006 für das Musical „Fame“ in St. Pölten und Wr. Neustadt, 2010 für das Musical „König der Löwen“ in Stockerau sowie 2013 für Uwe Kröger show – „Absolut Uwe“. Im Musical Estelle spielte Monika Ballwein die Hauptrolle „Göttin Media“ im Ronacher 2014.[13]
Mittwoch, 19. August 2020
LEEB! - Spiel.Dein.Leben. (2019)
Spiel.Dein.Leben
Die Band LEEB!:
bestehend aus Bertl Antoniuk (voc), Gerhard Feimer (dr) und Erwin
Orsolits (guit) wurde 2016 von Bandleader Christian „Mulo“
Colombini (b) gegründetEin typisches Midlife-Crisis-Projekt? „Nein, sicher nicht. Das Thema ist bei uns allen doch schon durch (lacht). Wir wollen einfach unsere unterschiedlichen Erlebnisse, Emotionen und Höhen und Tiefen unserer gut 200 Lebensjahre mit unserer Musik zum Ausdruck bringen. Und wenn sich jemand anderer da auch wiedererkennt oder es ihm bzw. ihr gefällt, ist das natürlich schön. Unser persönliches Ziel haben wir aber jedenfalls schon jetzt erreicht. Leeb! – ist die Aufforderung vor allem an uns selbst, jeden Tag zum bisher besten zu machen. Und auch wenn das nicht immer gelingt, was letztendlich zählt ist der positive Blick nach vorn.“
Jüngere Erfahrungen steuern (auch live) Samuel Feimer (keys, dr) Alina Peter (voc), Marcella Colombini (voc) und David Feimer (tr) bei.
Die Musiker stammen aus Wien, Breitenfurt, Nähe Altlengbach und Wiener Neustadt.
Die Band LEEB!:
bestehend aus Bertl Antoniuk (voc), Gerhard Feimer (dr) und Erwin
Orsolits (guit) wurde 2016 von Bandleader Christian „Mulo“
Colombini (b) gegründetEin typisches Midlife-Crisis-Projekt? „Nein, sicher nicht. Das Thema ist bei uns allen doch schon durch (lacht). Wir wollen einfach unsere unterschiedlichen Erlebnisse, Emotionen und Höhen und Tiefen unserer gut 200 Lebensjahre mit unserer Musik zum Ausdruck bringen. Und wenn sich jemand anderer da auch wiedererkennt oder es ihm bzw. ihr gefällt, ist das natürlich schön. Unser persönliches Ziel haben wir aber jedenfalls schon jetzt erreicht. Leeb! – ist die Aufforderung vor allem an uns selbst, jeden Tag zum bisher besten zu machen. Und auch wenn das nicht immer gelingt, was letztendlich zählt ist der positive Blick nach vorn.“
Jüngere Erfahrungen steuern (auch live) Samuel Feimer (keys, dr) Alina Peter (voc), Marcella Colombini (voc) und David Feimer (tr) bei.
Die Musiker stammen aus Wien, Breitenfurt, Nähe Altlengbach und Wiener Neustadt.
Dienstag, 18. August 2020
KROKO JACK
Beesa Bua (2012)
Beesa Bua
Extra Ordinär (2017)
Extra Ordinär
Knietief im Dancehall-Reggae watenden, dabei aber auch zu einem Bilderbuch-Sample nicht "nein" sagenden Austro-Mundart-Rap verabreicht Kroko Jack mit Schmäh und hoher Silben-pro-Sekunde-Frequenz. Standards wie Antirassismus hält der Oberösterreicher durchaus hoch, gleichzeitig pfeift der Ganja-Verherrlicher auf die sprachlichen Vorschriften politischer Korrektheit. Seine Karriere hat Kroko Jack bereits um die Jahrtausendewende im Umfeld der Linzer Local Heroes Texta bekannt gewordenen Hip-Hop-Gruppe Rückgrat begonnen. Den recht klar abgesteckten Bereich des Gymnasiasten- und Studentenraps hat er unter Pseudonymen wie Tibor Foco oder Jack Untawega sowie als Mitglied von Sodom & Gomorrah aber bald verlassen.
Beesa Bua
Extra Ordinär (2017)
Extra Ordinär
Knietief im Dancehall-Reggae watenden, dabei aber auch zu einem Bilderbuch-Sample nicht "nein" sagenden Austro-Mundart-Rap verabreicht Kroko Jack mit Schmäh und hoher Silben-pro-Sekunde-Frequenz. Standards wie Antirassismus hält der Oberösterreicher durchaus hoch, gleichzeitig pfeift der Ganja-Verherrlicher auf die sprachlichen Vorschriften politischer Korrektheit. Seine Karriere hat Kroko Jack bereits um die Jahrtausendewende im Umfeld der Linzer Local Heroes Texta bekannt gewordenen Hip-Hop-Gruppe Rückgrat begonnen. Den recht klar abgesteckten Bereich des Gymnasiasten- und Studentenraps hat er unter Pseudonymen wie Tibor Foco oder Jack Untawega sowie als Mitglied von Sodom & Gomorrah aber bald verlassen.
Montag, 17. August 2020
Kayo - Des sogt eigentlich ois (2011)
Des sogt eigentlich ois
Kayo ist ein österreichischer Musiker aus Oberösterreich. Im Jahr 2012 war er für den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie HipHop/R’n’B nominiert. Kayo ist Teil der Formationen Markante Handlungen sowie Kayo & DJ Phekt und steht bei Tonträger Records unter Vertrag.
Kayo ist ein österreichischer Musiker aus Oberösterreich. Im Jahr 2012 war er für den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie HipHop/R’n’B nominiert. Kayo ist Teil der Formationen Markante Handlungen sowie Kayo & DJ Phekt und steht bei Tonträger Records unter Vertrag.
Sonntag, 16. August 2020
WAXOLUTIONISTS
The Smart Blip Experience (2000)
The Smart Blip Experience
We Paint Colors (2009)
We Paint Colors
Plastic People (2014)
Plastic People
The Big Butter, Part 1 (2017)
The Big Butter, Part 1
The Big Butter, Part 2 (2018)
The Big Butter, Part 2
Waxolutionists ist ein österreichisches Hip-Hop-Kollektiv aus Wien. Das erste Album der drei DJs The Smart Blip Experience erschien 1999 bei Deck8, wo sie mit Singles wie Nachtschattengewächs für Furore sorgten. Die Waxos, wie sie auch von Fans genannt werden, gelten als Österreichs erfolgreichster HipHop-Export. 2001 erhielten sie den österreichischen Amadeus Award in der Kategorie Bester FM4 Alternative Act. Die spontane und unaufdringliche Art, Musik verschiedenster Herkunft collagenartig miteinander zu verbinden, hat den Namen Waxolutionists geprägt. Bis 1999 spielten sie ausschließlich zu dritt an sechs Turntables, danach bis Mitte der 2000er mit einer Acht-Mann-Live-Kombo, deren Rhythmusgruppe aus "The Bionic Kid" und den "Twintowas" (aka The New Tower Generation, die mittlerweile u. a. auch in Sidos und RAF Camoras Liveband spielen) bestand.
Stil
Die ersten musikalischen Werke der Waxos entstanden fast ausschließlich an den Plattenspielern und Mehrspur-Kassettenrecordern. Zur damaligen Zeit gab es in den USA die ersten strictly Turntablism Releases – nach Deutschland begann die Welle auch langsam überzuschwappen. Trotzdem waren die Waxos die ersten mit einem Album, das fast nur mit Plattenspielern geschaffen wurde und sich nicht als eine – für normale Hörer – nervigen Scratch-Orgie entpuppte, sondern als musikalisches, minimal und anspruchsvoll trippiges Gesamtwerk. Die Single Nachtschattengewächs, produziert von „the bionic kid“ featuring „Manuva“ von „Total Chaos“, ein damals noch aktives und erfolgreiches Hip-Hop-Duo aus Innsbruck wurden zum Underground-Kult-Hit. Über die Jahre hat sich der Waxos-Sound verändert, jedoch immer seine Verspieltheit und typischen Charakteristika erhalten:
Schwere Beats, aufwendige Drum Programmierung, geschickt verstecktes Sample Layering, minimal eingesetzte Scratches, viel vintage-Sound und immer ausgefallene Gäste am Mikrophon.
Bandgeschichte
Während des ersten großen Deutsch-Rap-Booms Ende der Neunziger, veröffentlichten die Waxos Februar 2000 ihr Debütalbum „The Smart Blip Experience“, Album der Woche auf FM4, Österreichs größtem Jugend- und Independentsender. Teils „naiv“, teils wohldurchdacht, dabei aber nicht auf den technischen Durchschnitt vergleichbarer Turntablism Alben bedacht…doch mit Musikalität und der Begabung, komplexe – soundtrackartige Gebilde zu schaffen, ist ihr Debütalbum.
Mit Samplerbeiträgen für Sabotage Communications, die FM4 Soundselections und der EP „3 sights“ (feat. thaistylee, killa kela, herr minute & m-tech) prolongierten sie die Kette an Veröffentlichungen 2001. Das Feature mit Killa Kela, dem Beatboxing-Genie aus England, war übrigens der erste Song von Kela, der auf einem Tonträger veröffentlicht wurde.
Sie erhielten als erste österreichische Hiphop-Band einen Amadeus Award (österreichisches Äquivalent zum „grammy“).
Anfang 2002 erschien die Maxiauskoppelung „Supercity“ aus ihrem zweiten Studioalbums „Plastic People“, mit den Gästen Dephjoe, Thaistylee & Manuva. Der Track landete in den FM4-Charts auf Platz eins, in den Jahrescharts auf Platz 8, und war einer der wenigen, zu denen auch ein sehr aufwendiges Video gedreht wurde.
Auf dem Album „Plastic People“ wurden zum ersten Mal Live Instrumente eingesetzt, analoge Produktionstechniken angewandt und auf neuen musikalischen Pfaden wandelnd experimentiert. Die Gästeliste reichte von Dj Kollegen wie z. B. Herr Minute & Roger Rekless von Vierzueins aus München bis hin zu Mc´s wie Fiva MC, ebenfalls aus München, Schoolz of Thought aus Philadelphia, und vielen anderen. Teilweise noch am „Mixtape Flavor“ von „The Smart Blip Experience“ angelehnt, aber bereits mit komplexeren Arrangements, straighten Rap Produktionen viel Live-Elementen versehen, sollte es die ersten Gehversuche im klassischen Produktionsbetrieb einleiten.
Sommer 2002 traten die Waxos gemeinsam mit dem Supercity Soundsystem gleich auf dutzenden Festivals in und außerhalb Österreichs auf, wie z. B. das Wiener Donauinselfest, das Splash, das Alive Festival in Belgien, das Nuke Festival in Österreich und viele andere. Nach einer kurzen Pause folgte Herbst 2002 der Wechsel zu Universal, wieder in Zusammenarbeit mit Fabrique Records.
Den Beginn der neuen Releasekette machte Anfang 2003 der Compilationbeitrag zu „Eclectic Sounds of Vienna #3“ als exklusiver Opener. Juni 2003 folgte die Remix EP von Couch Records Artist Cay Taylan. Mit dem Release des Albums „RE:WAX“, mit Remixarbeiten Stereotyp, Megablast, i-wolf, Urbs&Cutex, Mark B, Dj Chrome, Walkner.Hintenaus, UKO, Soulrunnaz und vielen anderen, endete das Halbjahr 2003. Anfang November erschienen weitere Remixarbeiten des Trios, unter anderem für Hans Platzgummer und André Heller, mit dem sich die Waxos Anfang März 2004 auch eine goldene Schallplatte verdient hatten. Live begeisterten die drei mit einer neuen Instrumental-Live-Show, die mehr im Bereich Freejazz meets Turntalism anzusiedeln war. Gemeinsam mit den Zwillingsbrüdern und Beatmachern „the Twintowas“ an Bass und Schlagzeug und Andi Schreiber an der Jazzvioline schickten sie diesmal das Publikum in andere musikalische Sphären.
Am 1. März 2004 erschien der erste Vorbote des Albums „Counterfight“: „A Strangers World“ – auch auf der Compilation „Vienna Scientists 04“ enthalten. „A Strangers World“ enthielt neben der Original Version Remixes von den Drum&Bass Breakthrough Artists Illskillz und einen Bonus Megamix von DJ DSL. Der Longplayer „Counterfight“ erschien kurz darauf am 17. Mai 2004, mit einer Riege an Features: neben Englands Rap Legende „Blade“, Worldwide Show Chartstürmer „Ty“, Nujazz-Vokalistin „LyricL“ und anderen, waren die Jazzvirtuosen Oliver Steger und Martin Reiter aus Wien zu hören und eine gemeinsame Produktion mit Dj Vadim.
Seit „Counterfight“ 2004 wurde es um die Waxos Soloprojekt bedingt etwas: Dj Buzz stellte nach fast zwei Jahren seine „Buzzment Studios“ fertig, Dj Zuzee tourte und arbeitete mit dem Jazztrio „Café Drechsler“. Bionic Kid spielte Konzerte mit der Wiener Jazzcombo „Forms of Plasticity“ (u. a. auch im Rahmen einer 10-tägigen Mexico Tour), sowie mit "60 Minits Of Funk", produzierte gemeinsam mit den Twintowas (die Live Musiker der Waxolutionists) das Broken Beat Projekt "Circus", arbeitete an stilistisch anderen Projekten wie z. B. "7 Citizens" und brachte mit der "Praterei" 2009 Schwung in die doch verschlafene House Szene Wiens.
Live waren die Waxos rundum und in Österreich nach wie vor präsent, erwähnenswert ist vor allem die Mexiko-Tour gemeinsam mit Christopher Just.
November 2009 erschien das fünfte Studioalbum mit Kollaborationen von Dave Ghetto (USA), Hygher Baby (Schweden), Blu (USA), Frank Nitty (USA), Mudkids (USA), Rich Medina (USA), Dj Vadim (UK), Manuva, Flowin Immo & Roger von Blumentopf. Stilistisch wie immer eigenwillig und detailverliebt, tauchte dieser Longplayer noch einige Schritte tiefer in andere Subgenres und zeigt soundtechnisch neue Seiten der drei Groove- und Sample-Spezialisten.
Nach erneuter langjähriger Pause trafen sich die Drei Im Juni 2014 zu einer ein-wöchigen Recordingsession in den Steirer Alpen. Nach 2 Jahren Studioarbeit wurden im Frühjahr 2016 2 Longplayer fertiggestellt. Der Erste „The Big Butter, Part 1“ wurde Ende Januar 2017 veröffentlicht. Der zweite Teil soll Mitte 2017 erscheinen, wenn auch das 20-jährige Bestehen gefeiert wird.
The Smart Blip Experience
We Paint Colors (2009)
We Paint Colors
Plastic People (2014)
Plastic People
The Big Butter, Part 1 (2017)
The Big Butter, Part 1
The Big Butter, Part 2 (2018)
The Big Butter, Part 2
Waxolutionists ist ein österreichisches Hip-Hop-Kollektiv aus Wien. Das erste Album der drei DJs The Smart Blip Experience erschien 1999 bei Deck8, wo sie mit Singles wie Nachtschattengewächs für Furore sorgten. Die Waxos, wie sie auch von Fans genannt werden, gelten als Österreichs erfolgreichster HipHop-Export. 2001 erhielten sie den österreichischen Amadeus Award in der Kategorie Bester FM4 Alternative Act. Die spontane und unaufdringliche Art, Musik verschiedenster Herkunft collagenartig miteinander zu verbinden, hat den Namen Waxolutionists geprägt. Bis 1999 spielten sie ausschließlich zu dritt an sechs Turntables, danach bis Mitte der 2000er mit einer Acht-Mann-Live-Kombo, deren Rhythmusgruppe aus "The Bionic Kid" und den "Twintowas" (aka The New Tower Generation, die mittlerweile u. a. auch in Sidos und RAF Camoras Liveband spielen) bestand.
Stil
Die ersten musikalischen Werke der Waxos entstanden fast ausschließlich an den Plattenspielern und Mehrspur-Kassettenrecordern. Zur damaligen Zeit gab es in den USA die ersten strictly Turntablism Releases – nach Deutschland begann die Welle auch langsam überzuschwappen. Trotzdem waren die Waxos die ersten mit einem Album, das fast nur mit Plattenspielern geschaffen wurde und sich nicht als eine – für normale Hörer – nervigen Scratch-Orgie entpuppte, sondern als musikalisches, minimal und anspruchsvoll trippiges Gesamtwerk. Die Single Nachtschattengewächs, produziert von „the bionic kid“ featuring „Manuva“ von „Total Chaos“, ein damals noch aktives und erfolgreiches Hip-Hop-Duo aus Innsbruck wurden zum Underground-Kult-Hit. Über die Jahre hat sich der Waxos-Sound verändert, jedoch immer seine Verspieltheit und typischen Charakteristika erhalten:
Schwere Beats, aufwendige Drum Programmierung, geschickt verstecktes Sample Layering, minimal eingesetzte Scratches, viel vintage-Sound und immer ausgefallene Gäste am Mikrophon.
Bandgeschichte
Während des ersten großen Deutsch-Rap-Booms Ende der Neunziger, veröffentlichten die Waxos Februar 2000 ihr Debütalbum „The Smart Blip Experience“, Album der Woche auf FM4, Österreichs größtem Jugend- und Independentsender. Teils „naiv“, teils wohldurchdacht, dabei aber nicht auf den technischen Durchschnitt vergleichbarer Turntablism Alben bedacht…doch mit Musikalität und der Begabung, komplexe – soundtrackartige Gebilde zu schaffen, ist ihr Debütalbum.
Mit Samplerbeiträgen für Sabotage Communications, die FM4 Soundselections und der EP „3 sights“ (feat. thaistylee, killa kela, herr minute & m-tech) prolongierten sie die Kette an Veröffentlichungen 2001. Das Feature mit Killa Kela, dem Beatboxing-Genie aus England, war übrigens der erste Song von Kela, der auf einem Tonträger veröffentlicht wurde.
Sie erhielten als erste österreichische Hiphop-Band einen Amadeus Award (österreichisches Äquivalent zum „grammy“).
Anfang 2002 erschien die Maxiauskoppelung „Supercity“ aus ihrem zweiten Studioalbums „Plastic People“, mit den Gästen Dephjoe, Thaistylee & Manuva. Der Track landete in den FM4-Charts auf Platz eins, in den Jahrescharts auf Platz 8, und war einer der wenigen, zu denen auch ein sehr aufwendiges Video gedreht wurde.
Auf dem Album „Plastic People“ wurden zum ersten Mal Live Instrumente eingesetzt, analoge Produktionstechniken angewandt und auf neuen musikalischen Pfaden wandelnd experimentiert. Die Gästeliste reichte von Dj Kollegen wie z. B. Herr Minute & Roger Rekless von Vierzueins aus München bis hin zu Mc´s wie Fiva MC, ebenfalls aus München, Schoolz of Thought aus Philadelphia, und vielen anderen. Teilweise noch am „Mixtape Flavor“ von „The Smart Blip Experience“ angelehnt, aber bereits mit komplexeren Arrangements, straighten Rap Produktionen viel Live-Elementen versehen, sollte es die ersten Gehversuche im klassischen Produktionsbetrieb einleiten.
Sommer 2002 traten die Waxos gemeinsam mit dem Supercity Soundsystem gleich auf dutzenden Festivals in und außerhalb Österreichs auf, wie z. B. das Wiener Donauinselfest, das Splash, das Alive Festival in Belgien, das Nuke Festival in Österreich und viele andere. Nach einer kurzen Pause folgte Herbst 2002 der Wechsel zu Universal, wieder in Zusammenarbeit mit Fabrique Records.
Den Beginn der neuen Releasekette machte Anfang 2003 der Compilationbeitrag zu „Eclectic Sounds of Vienna #3“ als exklusiver Opener. Juni 2003 folgte die Remix EP von Couch Records Artist Cay Taylan. Mit dem Release des Albums „RE:WAX“, mit Remixarbeiten Stereotyp, Megablast, i-wolf, Urbs&Cutex, Mark B, Dj Chrome, Walkner.Hintenaus, UKO, Soulrunnaz und vielen anderen, endete das Halbjahr 2003. Anfang November erschienen weitere Remixarbeiten des Trios, unter anderem für Hans Platzgummer und André Heller, mit dem sich die Waxos Anfang März 2004 auch eine goldene Schallplatte verdient hatten. Live begeisterten die drei mit einer neuen Instrumental-Live-Show, die mehr im Bereich Freejazz meets Turntalism anzusiedeln war. Gemeinsam mit den Zwillingsbrüdern und Beatmachern „the Twintowas“ an Bass und Schlagzeug und Andi Schreiber an der Jazzvioline schickten sie diesmal das Publikum in andere musikalische Sphären.
Am 1. März 2004 erschien der erste Vorbote des Albums „Counterfight“: „A Strangers World“ – auch auf der Compilation „Vienna Scientists 04“ enthalten. „A Strangers World“ enthielt neben der Original Version Remixes von den Drum&Bass Breakthrough Artists Illskillz und einen Bonus Megamix von DJ DSL. Der Longplayer „Counterfight“ erschien kurz darauf am 17. Mai 2004, mit einer Riege an Features: neben Englands Rap Legende „Blade“, Worldwide Show Chartstürmer „Ty“, Nujazz-Vokalistin „LyricL“ und anderen, waren die Jazzvirtuosen Oliver Steger und Martin Reiter aus Wien zu hören und eine gemeinsame Produktion mit Dj Vadim.
Seit „Counterfight“ 2004 wurde es um die Waxos Soloprojekt bedingt etwas: Dj Buzz stellte nach fast zwei Jahren seine „Buzzment Studios“ fertig, Dj Zuzee tourte und arbeitete mit dem Jazztrio „Café Drechsler“. Bionic Kid spielte Konzerte mit der Wiener Jazzcombo „Forms of Plasticity“ (u. a. auch im Rahmen einer 10-tägigen Mexico Tour), sowie mit "60 Minits Of Funk", produzierte gemeinsam mit den Twintowas (die Live Musiker der Waxolutionists) das Broken Beat Projekt "Circus", arbeitete an stilistisch anderen Projekten wie z. B. "7 Citizens" und brachte mit der "Praterei" 2009 Schwung in die doch verschlafene House Szene Wiens.
Live waren die Waxos rundum und in Österreich nach wie vor präsent, erwähnenswert ist vor allem die Mexiko-Tour gemeinsam mit Christopher Just.
November 2009 erschien das fünfte Studioalbum mit Kollaborationen von Dave Ghetto (USA), Hygher Baby (Schweden), Blu (USA), Frank Nitty (USA), Mudkids (USA), Rich Medina (USA), Dj Vadim (UK), Manuva, Flowin Immo & Roger von Blumentopf. Stilistisch wie immer eigenwillig und detailverliebt, tauchte dieser Longplayer noch einige Schritte tiefer in andere Subgenres und zeigt soundtechnisch neue Seiten der drei Groove- und Sample-Spezialisten.
Nach erneuter langjähriger Pause trafen sich die Drei Im Juni 2014 zu einer ein-wöchigen Recordingsession in den Steirer Alpen. Nach 2 Jahren Studioarbeit wurden im Frühjahr 2016 2 Longplayer fertiggestellt. Der Erste „The Big Butter, Part 1“ wurde Ende Januar 2017 veröffentlicht. Der zweite Teil soll Mitte 2017 erscheinen, wenn auch das 20-jährige Bestehen gefeiert wird.
Samstag, 15. August 2020
Kaltenkirchen (Philip Maria Stoeckenius) - Im Namen der Liebe (2019)
Im Namen der Liebe
„Zwei Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust“. Philip Maria Stoeckenius verschreibt sich unter dem Künstlernamen „Kaltenkirchen“ dem Genre Anti-Schlager. Seine oft politisch und gesellschaftskritisch motivierten Zeilen bilden eine Einheit mit strahlenden 80s Synths, die die Grenze zwischen Kitsch und Punk überwinden, um sich in ein neues, kühles Pop-Gewand zu kleiden. Kaltenkirchens Sound geht 2020 in die Richtung von The Weeknd, Das Moped, Mine und Alli Neumann, inspiriert von Falco, Nena oder Rammstein. Die deutsche Sprache möchte bei ihm – genauso wie bei seinen Vorbildern, die neben den o.g. Künstlern bis hin zu VertreterInnen der frühen Neuen Deutschen Welle reichen – eine neue moderne Emanzipation und die Überwindung der festgefahrenen Bedeutungshorizonte erreichen. Seine Erzählungen finden in seinen von Synthesizern geladenen Stücken eingebettet zur Ruhe und wirken manchmal musikalisch sogar versöhnlich mit der Wut und Angst seiner Texte.
Die Stadt Kaltenkirchen bei Hamburg, in der sein Vater groß geworden ist und ein Teil seiner Verwandtschaft lebt, gab schließlich den Anstoß für das Projekt. Die Stadt als Topos, als Gedanke des Zusammenlebens, inspirierte ihn zu vielen seiner Texte und die Konzepte von „Kälte“ und „Kirche“ verbinden den Künstlernamen mit seiner Musik.
Mittlerweile ist Wien seine Wahlheimat und Muse. Dort produziert er mit Niklas Pichler in ihrem Studio im 2. Bezirk.
„Zwei Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust“. Philip Maria Stoeckenius verschreibt sich unter dem Künstlernamen „Kaltenkirchen“ dem Genre Anti-Schlager. Seine oft politisch und gesellschaftskritisch motivierten Zeilen bilden eine Einheit mit strahlenden 80s Synths, die die Grenze zwischen Kitsch und Punk überwinden, um sich in ein neues, kühles Pop-Gewand zu kleiden. Kaltenkirchens Sound geht 2020 in die Richtung von The Weeknd, Das Moped, Mine und Alli Neumann, inspiriert von Falco, Nena oder Rammstein. Die deutsche Sprache möchte bei ihm – genauso wie bei seinen Vorbildern, die neben den o.g. Künstlern bis hin zu VertreterInnen der frühen Neuen Deutschen Welle reichen – eine neue moderne Emanzipation und die Überwindung der festgefahrenen Bedeutungshorizonte erreichen. Seine Erzählungen finden in seinen von Synthesizern geladenen Stücken eingebettet zur Ruhe und wirken manchmal musikalisch sogar versöhnlich mit der Wut und Angst seiner Texte.
Die Stadt Kaltenkirchen bei Hamburg, in der sein Vater groß geworden ist und ein Teil seiner Verwandtschaft lebt, gab schließlich den Anstoß für das Projekt. Die Stadt als Topos, als Gedanke des Zusammenlebens, inspirierte ihn zu vielen seiner Texte und die Konzepte von „Kälte“ und „Kirche“ verbinden den Künstlernamen mit seiner Musik.
Mittlerweile ist Wien seine Wahlheimat und Muse. Dort produziert er mit Niklas Pichler in ihrem Studio im 2. Bezirk.
Freitag, 14. August 2020
JOACHIM ENGEL
27 (2014)
27
Mehr (2017)
Mehr
Joachim Engel, Lehrer, Starmusiker und Liedermacher aus Waldbach,
Der oststeirische Musiker bewegt sich schon seit Kindheitstagen auf den Bühnen Österreichs und dabei gibt es fast kein Genre, in dem er nicht versuchte sich künstlerisch auszudrücken. Da Musik für ihn immer schon auch ein Kanal war über das Leben zu sinnieren, kann man sein Schaffen als textlastig bezeichnen. Über den Ansatz Hochdeutsch und das verstecken hinter einer fremden Sprache, dem Englischen, landete er schließlich im Dialekt, dem für ihn direktesten und ehrlichsten Weg seine Gefühle auszudrücken. Nach dem Debütalbum "27" und den folgenden Auftritten mit seiner Band "den Gefallenen" ist er nun mit dem neuen Album "Mehr" vor allem Solo unterwegs.
27
Mehr (2017)
Mehr
Joachim Engel, Lehrer, Starmusiker und Liedermacher aus Waldbach,
Der oststeirische Musiker bewegt sich schon seit Kindheitstagen auf den Bühnen Österreichs und dabei gibt es fast kein Genre, in dem er nicht versuchte sich künstlerisch auszudrücken. Da Musik für ihn immer schon auch ein Kanal war über das Leben zu sinnieren, kann man sein Schaffen als textlastig bezeichnen. Über den Ansatz Hochdeutsch und das verstecken hinter einer fremden Sprache, dem Englischen, landete er schließlich im Dialekt, dem für ihn direktesten und ehrlichsten Weg seine Gefühle auszudrücken. Nach dem Debütalbum "27" und den folgenden Auftritten mit seiner Band "den Gefallenen" ist er nun mit dem neuen Album "Mehr" vor allem Solo unterwegs.
Donnerstag, 13. August 2020
Flickentanz - Handgemacht (2019)
Handgemacht
„Flickentanz“
ist die flexible Formation rund um mich, Sängerin und Liedermacherin
Daniela Flickentanz. So individuell und echt wie mein bürgerlicher Name
„Flickentanz“ sind auch meine Lieder, die ich seit 2002 direkt aus
meinem Herzen in meiner Muttersprache schreibe.
Meine Musik ist einfach.
Meine Musik ist einfach.
Auf der Bühne spiele ich meine Lieder an dem Instrument an dem ich die
Lieder geschrieben habe – Gitarre, Klavier oder Ukulele. Texte und
Stimme stehen im Vordergrund. Ich liebe es, solo oder mit meinem
Duo-Partner Bernhard Käferböck, live zu spielen.
Seit 27.9.19 ist mein Debütalbum "handgemacht", hinter dem ich mit Haut
und Haar stehe, auf allen Plattformen sowie physisch, erschienen. Seit
dem Lockdown arbeite ich auf Hochdruck an meinem zweiten Album "Eine von
Vielen".
Mittwoch, 12. August 2020
COFFEESHOCK COMPANY
Augen auf und durch (2014)
Augen auf und durch
Psychoaktiv (2015)
Psychoaktiv
COFFEESHOCK COMPANY GEWINNER DER PLANET FESTIVAL TOUR 2013
Nach den Siegen in der Schweiz (Suns Festival 2011) und Italien (LIET International 2011) zählt nun auch der größte Bandcontest Österreichs zur Siegesliste.
Die Coffeeshock Company bedankt sich bei ihren Fans!
Coffeeshock Company ist SuperSkunkRockReggae vom Feinsten aus der pannonischen Tiefebene. Seit 2010 werden die Bühnen Europas unsicher gemacht und Konzerthallen zum Beben gebracht. Rock, Reggae, Rap & Funk treffen aufeinander und das Ergebnis ist der einzigartige Stilmix der Cof- feeshock Company.
Im April 2013 wurde es so heiß, dass einem auf einmal das Kondenswasser von der Decke in den Nacken tropfte. Das Debütalbum „Augen Auf Und Durch“ hält was man sich erwartet – 100% Musik.
Sprache spielt bei den 6 Burgenlandkroaten eine wichtige Rolle. Die authentischen und ehrlichen Texte sind in jenen Sprachen gehalten, mit denen man auch aufgewachsen ist. Deutsch, Italienisch & Kroatisch.
Das Publikum wird aufgrund der exzessiven Musik auf einen einzigartigen Trip mitgenommen. Auf jeden Fall ist die Coffeeshock Company nicht nur für Reggaefans ein heißer Tipp, sondern auch für diejenigen, die ordentlich abrocken und shaken wollen. Jedes Konzert ist ein einzigartiges Erlebnis voller Power, Groove und Freude an der Musik.
Marco Blascetta (Gitarre, Gesang)
Nikola Zeichmann (Bass)
Filip Tyran (Keyboard, Gesang)
Rafael Stern (Gitarre)
Andreas Karall (Schlagzeug)
Augen auf und durch
Psychoaktiv (2015)
Psychoaktiv
COFFEESHOCK COMPANY GEWINNER DER PLANET FESTIVAL TOUR 2013
Nach den Siegen in der Schweiz (Suns Festival 2011) und Italien (LIET International 2011) zählt nun auch der größte Bandcontest Österreichs zur Siegesliste.
Die Coffeeshock Company bedankt sich bei ihren Fans!
Coffeeshock Company ist SuperSkunkRockReggae vom Feinsten aus der pannonischen Tiefebene. Seit 2010 werden die Bühnen Europas unsicher gemacht und Konzerthallen zum Beben gebracht. Rock, Reggae, Rap & Funk treffen aufeinander und das Ergebnis ist der einzigartige Stilmix der Cof- feeshock Company.
Im April 2013 wurde es so heiß, dass einem auf einmal das Kondenswasser von der Decke in den Nacken tropfte. Das Debütalbum „Augen Auf Und Durch“ hält was man sich erwartet – 100% Musik.
Sprache spielt bei den 6 Burgenlandkroaten eine wichtige Rolle. Die authentischen und ehrlichen Texte sind in jenen Sprachen gehalten, mit denen man auch aufgewachsen ist. Deutsch, Italienisch & Kroatisch.
Das Publikum wird aufgrund der exzessiven Musik auf einen einzigartigen Trip mitgenommen. Auf jeden Fall ist die Coffeeshock Company nicht nur für Reggaefans ein heißer Tipp, sondern auch für diejenigen, die ordentlich abrocken und shaken wollen. Jedes Konzert ist ein einzigartiges Erlebnis voller Power, Groove und Freude an der Musik.
Coffeeshock Company sind:
Manuel Bintinger (Gesang)Marco Blascetta (Gitarre, Gesang)
Nikola Zeichmann (Bass)
Filip Tyran (Keyboard, Gesang)
Rafael Stern (Gitarre)
Andreas Karall (Schlagzeug)
Sonntag, 9. August 2020
DESTROYED BUT NOT DEFEATED
Destroyed But Not Defeated (2012)
Destroyed But Not Defeated
Now For The Encore (2015)
Now For The Encore
The World Is Changing And So Must We (2016)
The World Is Changing And So Must We
Deluxe Redux (2019)
Deluxe Redux
Destroyed but Not Defeated ist eine österreichische Band aus Wien.
Destroyed but Not Defeated wurde 2011 von Ian Miller (Schlagzeug/Gesang) Helmuth „Lelo“ Brossmann (Gitarre/Bass/Gesang, ex-Litterbox, ex-Shy, Kreisky) und Markus Reiter (Gitarre/Bass/Gesang, ex-Mord, ex-The Maybe Man) gegründet. Der Bandname basiert auf einem Satz aus dem Roman Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway, das Männer zerstört, aber nicht besiegt werden könne. Die Band unterschrieb bei Wohnzimmer Records und veröffentlichte 2012 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Hauptsongwriter waren zunächst Brossmann und Ian Miller.[1] Miller stieg jedoch 2013 aus und wurde durch Clemens Franke (Iljas) ersetzt. Bereits vorher musste die Band pausieren, da sich Markus Reiter beim Fahrradfahren den Arm gebrochen hatte.[2]
Innerhalb von zwei bis drei Monaten entstand das zweite Album Now for the Encore, das im September 2015 veröffentlicht wurde. Beim Song It’s Over singt Patricia Ziegler von We Walk Walls mit.[2]
2016 folgte die EP The World Is Changing and So Must We.[3]
Das dritte Album Deluxe Redux erschien 2018 und versammelte eine Reihe von Gastmusikern, darunter die Sängerin Eloui, Bernd Supper (The Scarabeusdream) und Wolfgang Schlögl am Akkordeon und Theremin.[4][5]
Destroyed But Not Defeated
Now For The Encore (2015)
Now For The Encore
The World Is Changing And So Must We (2016)
The World Is Changing And So Must We
Deluxe Redux (2019)
Deluxe Redux
Destroyed but Not Defeated ist eine österreichische Band aus Wien.
Destroyed but Not Defeated wurde 2011 von Ian Miller (Schlagzeug/Gesang) Helmuth „Lelo“ Brossmann (Gitarre/Bass/Gesang, ex-Litterbox, ex-Shy, Kreisky) und Markus Reiter (Gitarre/Bass/Gesang, ex-Mord, ex-The Maybe Man) gegründet. Der Bandname basiert auf einem Satz aus dem Roman Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway, das Männer zerstört, aber nicht besiegt werden könne. Die Band unterschrieb bei Wohnzimmer Records und veröffentlichte 2012 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Hauptsongwriter waren zunächst Brossmann und Ian Miller.[1] Miller stieg jedoch 2013 aus und wurde durch Clemens Franke (Iljas) ersetzt. Bereits vorher musste die Band pausieren, da sich Markus Reiter beim Fahrradfahren den Arm gebrochen hatte.[2]
Innerhalb von zwei bis drei Monaten entstand das zweite Album Now for the Encore, das im September 2015 veröffentlicht wurde. Beim Song It’s Over singt Patricia Ziegler von We Walk Walls mit.[2]
2016 folgte die EP The World Is Changing and So Must We.[3]
Das dritte Album Deluxe Redux erschien 2018 und versammelte eine Reihe von Gastmusikern, darunter die Sängerin Eloui, Bernd Supper (The Scarabeusdream) und Wolfgang Schlögl am Akkordeon und Theremin.[4][5]
| Aktuelle Besetzung | |
|---|---|
| Helmuth „Lelo“ Brossmann | |
| Clemens Franke (seit 2013) | |
| Markus Reiter | |
| Ehemalige Mitglieder | |
Schlagzeug, Gesang
| Ian Miller (bis 2013) |
Donnerstag, 6. August 2020
Amy Wald - Amy Wald (Akustik) (2019)
Amy Wald (Akustik)
Amy
Wald erzählt ihre persönliche Geschichte mit Musik: Ehrlich, direkt und
authentisch schmiedet die junge Singer-/Songwriterin ihre Zeilen und
Akkorde zu eindringlichen Songs, die direkt aus ihrem Leben gegriffen
sind und unter die Haut gehen.
Alles begann mit 16 Jahren während eines selbst organisierten Auslandssemesters in England. Die am Dachboden ihrer Gastfamilie gefundene Kindergitarre wurde prompt neu besaitet und diente zunächst als Freizeitvertreib bald schon als Basis für die ersten eigenen Lieder.
Während ihres Maturajahres gründete die Künstlerin ihr vorerst als Band angelegtes Projekt Amy Wald. Nach einigen Erfolgen in Österreich geschah die Tragödie: Gitarrist und Bandleader Martin verunglückte in einem tragischen Motorradunfall. Damit setzte sich die Uhr für Amy auf null.
Von dem Verlust ließ sie sich jedoch nicht unterkriegen. Viel mehr nahm Amy das Unglück als Anlass, ihren Weg neu zu erfinden und startete Solo durch. Job gekündigt, Gitarre eingepackt und ab auf Tour.
Ein Jahr, je zwei Single-Hits und Straßenmusiktourneen später kündigt sich mit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP am 22.11.2019 ein weiteres Highlight an. Im Februar 2020 folgen die ersten Club-Shows seit 2,5 Jahren voller Bandbesetzung in Deutschland und Österreich.
Alles begann mit 16 Jahren während eines selbst organisierten Auslandssemesters in England. Die am Dachboden ihrer Gastfamilie gefundene Kindergitarre wurde prompt neu besaitet und diente zunächst als Freizeitvertreib bald schon als Basis für die ersten eigenen Lieder.
Während ihres Maturajahres gründete die Künstlerin ihr vorerst als Band angelegtes Projekt Amy Wald. Nach einigen Erfolgen in Österreich geschah die Tragödie: Gitarrist und Bandleader Martin verunglückte in einem tragischen Motorradunfall. Damit setzte sich die Uhr für Amy auf null.
Von dem Verlust ließ sie sich jedoch nicht unterkriegen. Viel mehr nahm Amy das Unglück als Anlass, ihren Weg neu zu erfinden und startete Solo durch. Job gekündigt, Gitarre eingepackt und ab auf Tour.
Ein Jahr, je zwei Single-Hits und Straßenmusiktourneen später kündigt sich mit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP am 22.11.2019 ein weiteres Highlight an. Im Februar 2020 folgen die ersten Club-Shows seit 2,5 Jahren voller Bandbesetzung in Deutschland und Österreich.
Mittwoch, 5. August 2020
AMPERE
In der Zukunft liegt das Glück (2014)
Gegen den Strom (2019)
Punkrock aus Hartberg, Österreich!
TRACKLISTE
HOMEPAGE
Gegen den Strom (2019)
Punkrock aus Hartberg, Österreich!
TRACKLISTE
HOMEPAGE
Dienstag, 4. August 2020
Montag, 3. August 2020
Rambo Rambo Rambo - Stories Of The Ueberwelt (2019)
Stories Of The Ueberwelt
Das Wiener Trio RAMBO RAMBO RAMBO ist alles und gar nichts zugleich: das beweisen sie auf ihrem neuen Album „Stories of the Ueberwelt“ (Ramboozle Records) abermals. Das Spiel mit verschiedenen Genre-Elementen liegt der Band im Blut.
Irgendwo zwischen Pop, Jazz und Blues lassen sich Rambo Rambo Rambo verorten. Seit nunmehr 8 Jahren machen Martin Hemmer, Sebastian Koch und Andreas Helleweger nunmehr schon gemeinsam Musik und haben es in dieser Zeit geschafft, kein einziges Interview zur Erklärung ihres Sounds zu geben. Warum? Um das Mysterium zu wahren. Alle drei Bandmitglieder sind nicht nur Musiker, sondern auch vielseitig in Theater und Bildender Kunst tätig – das spürt man in ihrem Look, ihrem Sound und ihrer Performance. Sie sind nicht einfach eine weitere Pop-Band aus Wien, nein, sie sind Rambo Rambo Rambo. Die Drei haben es sich zum Ziel gesetzt nur durch ihre Musik zu sprechen und damit den Erklärungsbedarf zu decken, und das was nicht verstanden werden kann, bleibt sozusagen Interpretationsspielraum des Publikums.
Es ist wirklich nicht leicht, den Sound von Rambo Rambo Rambo zu beschreiben. Es gibt so viele gefinkelte Details, so komplexe harmonische Strukturen, alles ist an seinem rechten Platz und doch bricht so mancher Takt mit Pop-Traditionen. Das merkt man gleich im ersten Lied „Antonio Barista“, der die wilde Fahrt des Albums einläutet. Quasi wie der Vorspann eines Films bereitet der instrumentale Song die Grundlage für die nachfolgenden Liedern, die Stimmung wird ein bisschen eingeheizt, die Spannung steigt. Dann – Stimmungsbruch, „Montalbán“ ist ein getragener, sanfter Popsong mit Streicher-Elementen der das Publikum in hellblaue Watte packt. Als locker-fröhliche Weiterführung des Songs dienen auch die darauffolgenden 2 Tracks („Pneumatocephalus“ und „The Bill“), mal etwas jazziger mit Bläsern, mal etwas poppiger mit zuckersüßen E-Gitarren-Elementen. Wie perfekt das Trio den dreistimmigen Gesang beherrscht, zeigt sich schließlich bei „The Fair“. Das Hauptinstrument ist hier eindeutig die Stimme – untermalt von Bläsern, Piano und Streichern. Ja, die Jungs sind multiinstrumental und das kosten sie richtig aus.
„Ueberwelt“ heißt der Titelsong und die goldene Mitte des Albums: etwas melancholisch und verträumt reduziert sich der Track auf einstimmigen Gesang, nur um dann kraftvoll die ganze Energie der Band zu bündeln und alles einzusetzen, was sie zu bieten haben. In der zweiten Hälfte des Albums wird es weniger getragen, weniger sanft und ein bisschen schneller, tanzbarer und funkiger. Es lässt sich leicht dazu schnipsen, manchmal fragt man sich, ob man immer noch dieselbe Band, dasselbe Album, dieselbe Musik hört – aber das sind Rambo Rambo Rambo. Als durchgängiges Stilmittel haben sie nur das Spiel mit cleveren Gitarrenmelodien, der punktuelle Einsatz von Dreigesang und verschiedenen Instrumenten um verschiedene Stimmungen zu kreieren. Die Band besteht aus Künstlern und das hört man eindeutig. Nichts ist zufällig, jeder Ton hat einen Sinn – „hochartifiziell“, wie sie es nennen, und das passt tatsächlich zum Sound der Drei. Hochqualitativer Rock/Pop aus Wien – das sind Rambo Rambo Rambo.
Das Wiener Trio RAMBO RAMBO RAMBO ist alles und gar nichts zugleich: das beweisen sie auf ihrem neuen Album „Stories of the Ueberwelt“ (Ramboozle Records) abermals. Das Spiel mit verschiedenen Genre-Elementen liegt der Band im Blut.
Irgendwo zwischen Pop, Jazz und Blues lassen sich Rambo Rambo Rambo verorten. Seit nunmehr 8 Jahren machen Martin Hemmer, Sebastian Koch und Andreas Helleweger nunmehr schon gemeinsam Musik und haben es in dieser Zeit geschafft, kein einziges Interview zur Erklärung ihres Sounds zu geben. Warum? Um das Mysterium zu wahren. Alle drei Bandmitglieder sind nicht nur Musiker, sondern auch vielseitig in Theater und Bildender Kunst tätig – das spürt man in ihrem Look, ihrem Sound und ihrer Performance. Sie sind nicht einfach eine weitere Pop-Band aus Wien, nein, sie sind Rambo Rambo Rambo. Die Drei haben es sich zum Ziel gesetzt nur durch ihre Musik zu sprechen und damit den Erklärungsbedarf zu decken, und das was nicht verstanden werden kann, bleibt sozusagen Interpretationsspielraum des Publikums.
Es ist wirklich nicht leicht, den Sound von Rambo Rambo Rambo zu beschreiben. Es gibt so viele gefinkelte Details, so komplexe harmonische Strukturen, alles ist an seinem rechten Platz und doch bricht so mancher Takt mit Pop-Traditionen. Das merkt man gleich im ersten Lied „Antonio Barista“, der die wilde Fahrt des Albums einläutet. Quasi wie der Vorspann eines Films bereitet der instrumentale Song die Grundlage für die nachfolgenden Liedern, die Stimmung wird ein bisschen eingeheizt, die Spannung steigt. Dann – Stimmungsbruch, „Montalbán“ ist ein getragener, sanfter Popsong mit Streicher-Elementen der das Publikum in hellblaue Watte packt. Als locker-fröhliche Weiterführung des Songs dienen auch die darauffolgenden 2 Tracks („Pneumatocephalus“ und „The Bill“), mal etwas jazziger mit Bläsern, mal etwas poppiger mit zuckersüßen E-Gitarren-Elementen. Wie perfekt das Trio den dreistimmigen Gesang beherrscht, zeigt sich schließlich bei „The Fair“. Das Hauptinstrument ist hier eindeutig die Stimme – untermalt von Bläsern, Piano und Streichern. Ja, die Jungs sind multiinstrumental und das kosten sie richtig aus.
„Ueberwelt“ heißt der Titelsong und die goldene Mitte des Albums: etwas melancholisch und verträumt reduziert sich der Track auf einstimmigen Gesang, nur um dann kraftvoll die ganze Energie der Band zu bündeln und alles einzusetzen, was sie zu bieten haben. In der zweiten Hälfte des Albums wird es weniger getragen, weniger sanft und ein bisschen schneller, tanzbarer und funkiger. Es lässt sich leicht dazu schnipsen, manchmal fragt man sich, ob man immer noch dieselbe Band, dasselbe Album, dieselbe Musik hört – aber das sind Rambo Rambo Rambo. Als durchgängiges Stilmittel haben sie nur das Spiel mit cleveren Gitarrenmelodien, der punktuelle Einsatz von Dreigesang und verschiedenen Instrumenten um verschiedene Stimmungen zu kreieren. Die Band besteht aus Künstlern und das hört man eindeutig. Nichts ist zufällig, jeder Ton hat einen Sinn – „hochartifiziell“, wie sie es nennen, und das passt tatsächlich zum Sound der Drei. Hochqualitativer Rock/Pop aus Wien – das sind Rambo Rambo Rambo.
Sonntag, 2. August 2020
GELBGUT
Gemma! (EP 2014)
Gemma!
Irgendwas (EP 2015)
Irgendwas
Scheibe! (2019)
Scheibe!
GelbGut ist ein Elektropopduo aus Wien, bestehend aus Paul Matyas und Michael Knoll. Der Grundstein wurde 2010 gelegt, im Frühjahr 2014 erscheint die Debut-EP, Gemma.
“Wir LIEBEN die Melodie und – sorry, wir wissen, dass wir hier ein wenig schubladisieren – wir werden unausweichlich an Kraftwerk in ihrer musikalischsten und schnittigsten Phase erinnert.” Das schreibt FutureMusic über GelbGut. Andere Namen, die fallen, sind Chemical Brothers, Depeche Mode oder Moby. Aber GelbGut nimmts nicht so genau mit Schubladen, schmeißt in den Laptopmixer hinein, was Spaß macht, wegen dem Tanzen wärs. Was dabei herauskommt, kann man Electropop nennen. Produziert wird zu zweit, im Studio, im Wohnzimmer oder im Zug, gesungen wird auf Deutsch oder auf Wienerisch, das ist eine Frage der Interpretation. Jahrzehntelange Erfahrung mit Musik hat bei Paul und Michi die Vorstellung geschärft, wie aufgenommen zu klingen hat, was sie in ihren Köpfen hören. Das ist auch gut so, in die zwei GelbGut-Köpfe möchte sicher niemand hineinschauen. GEMMA ist das offizielle Debut der Band und beinhaltet 4 Nummern, in denen Dinge des Alltags, der Romantik und der Omnipräsenz besungen werden. Der Sound versteckt sich nicht im Hinterkammerl, die Arrangements sind bombastisch, die Melodien gehen gleich ins Ohr, Kitsch schaut kurz zur Tür herein, Pathos muss aber draußen bleiben. Singt ein Vogel verarbeitet einen Tag aus der Perspektive eines Bürohengsts, in Alternde Mikrobe wird die Plötzlichkeit des Lichtausgehens besungen, Immer Da legt Zeugnis dafür ab, dass Bands auch Leinwände sind, in Mädchen und Buben geht es um die schönste Neben- oder Hauptsache der Welt.
Gemma!
Irgendwas (EP 2015)
Irgendwas
Scheibe! (2019)
Scheibe!
GelbGut ist ein Elektropopduo aus Wien, bestehend aus Paul Matyas und Michael Knoll. Der Grundstein wurde 2010 gelegt, im Frühjahr 2014 erscheint die Debut-EP, Gemma.
“Wir LIEBEN die Melodie und – sorry, wir wissen, dass wir hier ein wenig schubladisieren – wir werden unausweichlich an Kraftwerk in ihrer musikalischsten und schnittigsten Phase erinnert.” Das schreibt FutureMusic über GelbGut. Andere Namen, die fallen, sind Chemical Brothers, Depeche Mode oder Moby. Aber GelbGut nimmts nicht so genau mit Schubladen, schmeißt in den Laptopmixer hinein, was Spaß macht, wegen dem Tanzen wärs. Was dabei herauskommt, kann man Electropop nennen. Produziert wird zu zweit, im Studio, im Wohnzimmer oder im Zug, gesungen wird auf Deutsch oder auf Wienerisch, das ist eine Frage der Interpretation. Jahrzehntelange Erfahrung mit Musik hat bei Paul und Michi die Vorstellung geschärft, wie aufgenommen zu klingen hat, was sie in ihren Köpfen hören. Das ist auch gut so, in die zwei GelbGut-Köpfe möchte sicher niemand hineinschauen. GEMMA ist das offizielle Debut der Band und beinhaltet 4 Nummern, in denen Dinge des Alltags, der Romantik und der Omnipräsenz besungen werden. Der Sound versteckt sich nicht im Hinterkammerl, die Arrangements sind bombastisch, die Melodien gehen gleich ins Ohr, Kitsch schaut kurz zur Tür herein, Pathos muss aber draußen bleiben. Singt ein Vogel verarbeitet einen Tag aus der Perspektive eines Bürohengsts, in Alternde Mikrobe wird die Plötzlichkeit des Lichtausgehens besungen, Immer Da legt Zeugnis dafür ab, dass Bands auch Leinwände sind, in Mädchen und Buben geht es um die schönste Neben- oder Hauptsache der Welt.
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