Peter Kupfer, Chefredakteur des Monatsmagazins Hit, beansprucht, den Begriff Austropop erfunden zu haben. Das Magazin propagierte ab 1971 jegliche österreichische Musik – von Punk bis Schlager – als Ausdruck der Jugendkultur unter dem Begriff.[2] Evamaria Kaiser will den Begriff 1972 bei einem Konzert in Graz erfunden haben.. Zu Beginn wurde insbesondere Popmusik mit Texten in österreichischem Dialekt als Austropop bezeichnet. Mittlerweile wird darunter allgemein Popmusik aus Österreich verstanden, wobei die Sprache der Texte irrelevant ist.Austropop beinhaltet populäre, und dementsprechend kommerziell erfolgreiche, Musik verschiedener Genres aus dem Popmusikspektrum von Rock über Hip-Hop bis hin zur Alternative-Szene. Überschneidungen bestehen mit der Neuen Volksmusik oder dem Alpenrock, also einer Mischung aus Alpenländischer Volksmusik und Rockmusik. Gewöhnlich nicht zum Austropop gerechnet wird der Schlager inklusive des volkstümlichen Schlagers..Larkey (1992) bezeichnet Austropop als transkulturellen Musikstil, der importierte musikalische und kulturelle Innovationen mit heimischen Stilen und Traditionen vermischt, wodurch neue Stile und Konventionen entstehen. Diese führten zu Veränderungen in der kulturellen Tradition des Landes. Er sieht vier Phasen, die sich wierholen: Zuerst würden internationale musikalische Entwicklungen (wie die Entwicklung des Rock rund um 1970) in Österreich konsumiert, dann von heimischen Musikern imitiert, schließlich eingedeutscht und unabhängig etabliert.
Sonntag, 18. Juni 2023
Crazy Temple - Crazy Temple (1980)
Crazy Temple
Die Aufnahmen wurden 1980 im Hit Records Studio produziert. Track 11 & 12: Bonus Tracks (Single 428s)
DESERT HARVEST
Sisyphos (1979)
TRACKLISTE
Schwarz oder Rosa (1980)
Desert Harvest - Wahnsinn_Träumer (1981 single)
Wahnsinn_Träumer
Schwarz oder Rosa (1982 single)
Schwarz oder Rosa
- Bass, Vocals – Franz Weger
- Drums, Percussion – Arno Hemala
- Guitar, Keyboards – Johann Kühnl
- Keyboards, Vocals – Wolf Hinger
- Vocals, Saxophone, Guitar – Sam Auinger
Desert Harvest - Schwarz oder rosa (Private pressing Ixthuluh Records IXL 1, Austria 1981)
Rare private austrian Psych Prog Krautrock LP. Totally 1970s-sounding mixture of dreamy Pink Floyd-like Psych and Prog Krautrock with fine keays and great guitar leads, long tracks (up to 12 minutes).
THE HUBBUBS
Happy Hubbubs - Hello Lady (1969)
TRACKLISTE
Ich geb ne Party heut Nacht (1971)
TRACKLISTE
Love Story (1972)
Nachts In Chicago (1972)
Hello Mr. Sir (1973)
Shaded Shadows (1976)
TRACKLISTE
TRACKLISTE
TRACKLISTE
Singles (selfmade) 1962-1990 (2 CD)
Von 1962 bis 1963 gab es die Formation „The Shamrocks“, die sich 1964 in „The Hubbubs“ umbenannte. Die Besetzung, so wie man die Hubbubs kennt, entstand im Laufe des Jahres 1964, wo Alf Bauer und Manfred Richter zur Gruppe stießen. Die vom Gitarrensound geprägte Band war eigentlich von Anfang an „hitverdächtig“. Es entstanden Titel wie „Nachts in Chicago“ oder „Leis‘ rauscht das Meer“ bis dann 1966 der Hit gelang, der zum Markenzeichen der Hubbubs werden sollte: „Hello Mister Sir“. Da die Erfolgstitel einfach nicht abrissen, war es nur ein logischer nächster Schritt bis auch der Film bei der Band anklopfte. 1970 entstanden „Keine Angst, Liebling“ mit Waltraud Hass und „Immer die verflixten Weiber“ mit Beppo Brehm.
Um diese Zeit gab es auch als “Beatheinzelmännchen” Abstecher zu den Kinderliedern, sowie als “Weingeister” Lieder zu Österreichs liebster Freizeitbeschäftigung, den Heurigenbesuchen.
Es folgten Erfolge um Erfolge, wie z.B. „Ich geb‘ ne Party heut Nacht“, „Koko Bello“ oder „Das ist Italien, das ist Amore“. Auslandsengagements gab es in Deutschland, Schweiz und Italien.
Doch schon 1984 wäre es bald vorbei gewesen mit der Karriere der Hubbubs. Auf dem Rückweg von einem Konzert in Augsburg – die Gruppe war mit einem Leihbus mit Chauffeur unterwegs – kam es in der Höhe von Traunstein, D, zu einem Reifenplatzer. Der Fahrer konnte den Wagen irgendwie abfangen, aber sie standen ziemlich quer mitten auf der Autobahn. Ein LKW-Fahrer reagierte aber ganz großartig und stellte seinen Lastwagen so quer, dass alle nachkommenden Autos ganz einfach ausweichen mussten. Erst nachdem ihnen die Leihwagenfirma einen Ersatzbus gesandt hatte, konnte, mit einem Danke an alle Schutzengel, die Heimreise fortgesetzt werden.
Jedenfalls gab es nicht zu Unrecht 1994 den Goldenen Rathausmann zum 30jährigen Jubiläum der Hubbubs.
2009 erfolgte dann der letzte Auftritt der Hubbubs.
Montag, 12. Juni 2023
Rusty Lohengreen (Linda Bohnert) - Dedicated To You (1977)
Sonntag, 11. Juni 2023
MIKE MAJZEN (Michael Majzen)
Los Tschecherantos - Teenager Party (1983)
In Memoriam Karl Merkatz (* 17. November 1930 in Wiener Neustadt; † 4. Dezember 2022 in Irrsdorf[1])
Eh Klar (1977)Wiener Lieder, Wiener G´schichten (1999)
Karl Merkatz (* 17. November 1930 in Wiener Neustadt) ist ein österreichischer Schauspieler.
Er wirkte in zahlreichen österreichischen Filmproduktionen und
Theaterstücken mit. Eine seiner bekanntesten Rollen ist die des Karl
Bockerer in der gleichnamigen Filmreihe Der Bockerer, sowie als Edmund „Mundl“ Sackbauer in Ein echter Wiener geht nicht unter.
Der Sohn eines Werkzeugmachers und einer Weberin absolvierte zunächst eine Tischlerlehre. Später nahm er in Salzburg, Wien und Zürich Schauspielunterricht und bestand am Mozarteum 1955 seine Abschlussprüfung mit Auszeichnung.[1] Es folgten Theaterengagements unter anderem in Heilbronn, Nürnberg, Salzburg, Köln, Hamburg (Deutsches Schauspielhaus und Thalia Theater), München, Klagenfurt und Wien (Theater in der Josefstadt, Burgtheater, Theater an der Wien[1]). Dabei spielte er mehr als 150 Bühnenrollen, sein Lieblingsstück ist Warten auf Godot.[1]
In Heilbronn lernte er seine spätere Ehefrau Martha Metz kennen. Die beiden sind seit 1956 verheiratet und leben in Irrsdorf bei Straßwalchen. Der Ehe entstammen zwei Töchter, Gitta (* 2. Juli 1958) und Josefine (* 13. April 1962).
Film und Theater
Karl Merkatz spielte zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen. Einem großen Publikum wurde er als „Mundl“ Edmund Sackbauer in der Fernsehserie Ein echter Wiener geht nicht unter (1975–1979) bekannt, einer Milieustudie, die das Leben einer Wiener Arbeiterfamilie zeigt. Großen Erfolg hatte er auch in Franz Antels Filmen um den Bockerer als Wiener Fleischhauer Karl Bockerer, der im Kampf gegen den Nationalsozialismus, im besetzten Nachkriegsösterreich, während des Ungarischen Volksaufstandes und im Prager Frühling gezeigt wird. Für den ersten Teil erhielt Merkatz den Preis als bester Schauspieler bei den Filmfestspielen Moskau sowie das Filmband in Gold.
Seit 2005 spielt er die Rolle des Benesch von Diedicz in König Ottokars Glück und Ende – die Inszenierung lief bei den Salzburger Festspielen und steht seit Oktober 2005 auf dem Programm des Wiener Burgtheaters. Ebenfalls bei den Salzburger Festspielen 2005 spielte Karl Merkatz im Theaterstück Jedermann mit.
Musik
In den 1970er Jahren hat Karl Merkatz auch gesungen und einige Schallplatten auf den Markt gebracht.PETER MEISSNER
Für jeden etwas (1993)
Keine halben Sachen (2001)
1001 Jahr
Peter Meissner (* 1953 in Baden, Niederösterreich) ist ein österreichischer Kabarettist, Komponist, Moderator und Autor.
Nach ersten Texten und Liedkompositionen während der Schulzeit trat Peter Meissner zum ersten Mal 1974 in der ORF-Show-Chance auf, einem damals von Ö3 unter der Leitung von Evamaria Kaiser veranstalteten Talentewettbewerb. Die Folge waren ein erster Plattenvertrag und zahlreiche Radio- und TV-Auftritte. Nebenbei studierte er Maschinenbau/Betriebswissenschaften an der TU-Wien und schloss diese Ausbildung 1980 ab. 1976 begann Peter Meissner auch als Moderator und Redakteur beim ORF-Landesstudio Niederösterreich tätig zu werden, eine Beschäftigung, die er schließlich zu seinem Hauptberuf machte. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2018[1] präsentierte er auf Radio-NÖ unter anderem die Sendungen „Melodie und Nostalgie“, „Da Capo“, „Klassik am Abend“ und „Swingtime“. Daneben ist Peter Meissner auch künstlerisch sehr aktiv geblieben. Bis jetzt hat er rund 240 Lieder geschrieben und diese auf insgesamt 26 Tonträgern veröffentlicht. Als einer, der sich viel in der Buchhandlung seines Großvaters aufhielt, ist er dem Schreiben zugetan. So entstand 2000 das erste Buch mit Sketches, Kurzgeschichten und Gedichten, dem bisher noch fünf weitere Bände gefolgt sind. Besonders erfolgreich waren die drei Weihnachtsbücher Auch Engel lachen gerne!, Auch Engel lachen gerne weiter! und Auch Engel lachen gerne wieder!.
Privat ist Peter Meissner verheiratet und lebt in Pfaffstätten.[2]
Robert Steubl - A Fireman's Life (1994)
A Fireman's Life
Robert Steubl (1959-2000) versammelte einige der besten Country & Bluegrass Musiker Österreichs für die Aufnahmen dieser Produktion, auf der er sich so präsentiert, wie ihn seine Fans liebten: locker, vielseitig, unterhaltend und dabei nie oberflächlich. Neben seinen eigenen Songs etwickelte sich besonders seine Version von "Achy Breaky Heart" mit dem Titel "Gösndippl" zum überregionalen Partyhit. Auszeichnungen: ACMF Album des Jahres 1994 ACMF Sänger des Jahres 1994,1995 King Of Country 2000 ACMF Hall Of Fame 2001 Besetzung: Robert Steubl - Vocals, Percussion Helmut Mitteregger - Vocals, Acoustic Guitar, Mandoline, Electric Guitar Katarina Mitteregger - Vocals, Bass Wolfgang Fellinger - Drums Günther Krammer - Bass Michael Lomoz - Vocals, Bass, Acoustic Guitar, Electric Guitar Wolfgang Schanik - Fiddle, Electric Guitar Oliver Grün - Electric Guitar, Dobro, Piano Steve Criss - Banjo Jürgen Rottensteiner - Vocals Christian Kölbl - Acoustic Guitar Phillip Schüller - Percussion Christian Sandera - Harp Henrich Novak - Dobro Herbert Haberler - Vocals, Piano, Percussion Gerold Moser - Electric Guitar, Acoustic Guitar Peter Platt - Piano
MANFRED SCHWARZ
Lieder Zum Nachdenken (1972)
Meine Waffe ist die Gitarre (1974)
Christa Beran & Manfred Schwarz - Ja Glaubts Mas (1986)
Der Wiener Kaplan Manfred Schwarz gründete 1968 mit musikbegeisterten Jugendlichen aus dem christlichen Nachwuchs die Folkband The Interpreters of Life, deren sozialkritischen Songs – ganz im Stil der Zeit – auf Wienerisch getextet waren. Eines Tages läutete das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: Cabaret-, TV- und Musikerlegende Gerhard Bronner, der über einen befreundeten Journalisten eine Demo-Version der Manfred Schwarz-Nummer “Herr, ich will beten (und kann es nicht)” in die Hände bekommen hatte und den Kaplan mit seiner Band zu sich ins Studio einlud. Innerhalb weniger Tage entstand das Album “Lieder zum Nachdenken”, das in der Retrospektive mit einer bemerkenswert düsteren Grundstimmung und einer äußerst fortschrittlichen Themenwahl einen Höhepunkt der heimischen Folk– und Dialektwelle darstellt. In der Nummer “Zu was bin I da?” wird etwa aus der Ich-Perspektive eines jugendlichen Wieners sein Werdegang vom Hippie zum Junkie verhandelt: Langeweile, Sex, Hasch, Heroin und dann der große Absturz. Gleichzeitig verzichtet der Song auf jegliche Form von Moralpredigt und konfrontiert die Zuhörerschaft stattdessen mit der komplexen Fragestellung: “Zu was bin I da? Gebt’s ma Antwort! Zu was bin I da?” Dazu erklingen wabernde Kirchenorgeln und übersteuerte Psych-Rock-Gitarren. Anno 1971 ganz schön harter Stoff fürs Alpenland. Aber das sollte man freilich selbst gehört haben.
von Al Bird Sputnik
IN MEMORIAM Wilhelm Thomas „Willi“ Resetarits (* 21. Dezember 1948 in Stinatz, Burgenland; † 24. April 2022 in Wien[1] war ein österreichischer Musiker, Sänger und Menschenrechtsaktivist.
Ostbahn-Kurti & Die Chefpartie - Live (1985)
Ostbahn Kurti & Die Chefpartie (1985)
A schene Leich (1988)
Liagn und Lochn (1989)
Gschtreckte Potschn (1990)
Hoib so wüd (1991)
A Blede Gschicht... oba uns is wuascht! (1992)
Saft & Kraft - Die Elektro-Therapie (1994)
Trost & Rat - Die Natur Kur (1994)
Espresso Rosi (1995)
Blutrausch (1997)
Reserviert fia zwa (1997)
50 Verschenkte Jahre Im Dienste Der Rockmusik (1999)
Ohjo (2001)
Da Jesus & seine Hawara (2001)
Kurtiositäten (2002)
Ein Abend im Gasthaus Quell (2003)
Wann de Musik vuabei is (2003)
Wann de Musik vuabei is (2003)
Hohe Warte Live 1,2,3 (2003)
Kurt Ostbahn Trifft Sivan Perwer (2003)Live im Arge Beisl (2005)
Aus Sun und aus Regn (2007)
100 Jahre Gänsehäufel (2007)
Be A Mensch (Wr. Stadthalle 2008)
Abendlieder Live @ Oval (2008)
No so vü (2009)
16 Liada Fia Olle Und 3 Gedichta Fia D Moni Live (2010)
2 neiche Liada, a Blutrausch und andere schene Sochn (2010)
Live aus Gamlitz (DVD Rip) (2012)
Ois Offn (2012)Live 2014 Auf Der Kaiserwiese Vol.1&2 (2014)
Live 2014 Auf Der Kaiserwiese Vol.3&4 (2016)
7 (2016)Artmann (2018)
Spuren (Live in Konzeat) (2018)
I häng an meiner Weanastadt (2018)
Glück (2018)Elapetsch (2021)
Ostbahn Kurti & Die Chefpartie (1993)
I Foa O Auf (2011)Resetarits war Burgenlandkroate. Nach eigener Aussage kam Resetarits 1952 aus dem Südburgenland nach Wien, wo er erst im Alter von dreieinhalb Jahren begann, Deutsch zu sprechen.[2] Er wuchs am Humboldtplatz in Wien-Favoriten (10. Bezirk) auf.[3] Bereits während seiner Zeit am Gymnasium Ettenreichgasse sang und musizierte Resetarits in diversen Bands wie The Odds.[4][5] Ab 1967 studierte er an der Universität Wien Anglistik und Sport mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Doch seine Musikerkarriere verlief so erfolgreich, dass er auf das Sicherheitsnetz verzichtete.
1969 wurde Resetarits Mitglied der Politrockband Schmetterlinge. Ihr bedeutendstes Werk, die Proletenpassion (Text: Heinz Rudolf Unger), wurde 1976 bei den Wiener Festwochen uraufgeführt. Dort werden soziale Fragen, Herrschaft, Unterdrückung und Revolutionen in Europa vom 16. bis zum 20. Jahrhundert bearbeitet. Resetarits komponierte und sang darin unter anderem das populäre Jalava-Lied. 1977 nahmen die Schmetterlinge mit Boom-Boom-Boomerang am Eurovision Song Contest in London teil. Sie landeten auf dem vorletzten Platz.
Ab Mitte der 1980er Jahre verkörperte er mit großem Erfolg die Figur des von Günter Brödl erfundenen Kurt Ostbahn bzw. den Ostbahn-Kurti. Die Formation Ostbahn-Kurti & die Chefpartie nahm mehrere Alben mit ins Wienerische übersetzten Rock-, Blues- und Rhythm-and-Blues-Stücken auf und gab über mehrere Jahre erfolgreich Konzerte. 1985 nahm er als Sänger gemeinsam mit den Schmetterlingen am Projekt Austria für Afrika, das 1985 im Zuge des internationalen Benefizkonzerts Live Aid gegründet wurde, und dem von Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich geschriebenen Lied Warum? teil.[6][7]
Von 1995 bis 1998 gestaltete Resetarits jeden Sonntag auf Radio Wien die Sendung Trost und Rat von und mit Dr. Kurt Ostbahn, bei der er sein Talent als Entertainer unter Beweis stellte. Im Jahr 2000 starb Günter Brödl völlig unerwartet. Resetarits wechselte zum Radiosender Ö1 und moderierte dort die monatliche Sendung Ein Pferd kehrt heim, die Ende 2000 in Die Willi Resetarits Radioshow umbenannt wurde und bis Mai 2002 lief. Das Konzept der Sendung, die aus dem Großen Sendesaal des Radiokulturhauses live übertragen wurde, war ebenso einfach wie wirkungsvoll: Gespräche mit Gästen und musikalische Beiträge wechselten einander ab. Musiziert wurde ebenfalls live – und da konnte es schon vorkommen, dass Kurt Ostbahn & Die Kombo zu Gast waren und noch unveröffentlichte Lieder vorspielten.
Im Dezember 2003 schickte Resetarits sein Alter Ego Kurt Ostbahn „in die Pension“, wie er sagte. Resetarits wurde des Öfteren für den Asterix-Übersetzer ins Wienerische gehalten. Tatsächlich wurden die zwei 1997 und 1998 erschienenen Bände, als deren Texter Dr. a.D. Kurt Ostbahn angegeben war, von Günter Brödl übersetzt.[8]
Ab Oktober 2006 war Resetarits mit Trost und Rat mit Willi Resetarits
wieder auf Sendung bei Radio Wien. Im Jahr 2007 war die Sendung nahezu
jeden Sonntag zwischen 13 und 14 Uhr zu hören. Die 200. und letzte
Sendung wurde Ende Juni 2012 gesendet.
Im Jahr 2001 trat Resetarits auf Schloß Damtschach in Kärnten als Don Quichote in der Oper "El Retablo del Maese Pedro" von Manuel de Falla in der Bearbeitung des Jazz Pianisten Uli Scherer auf. Mit dabei war das Koehne Quartett mit Joanna Lewis, Renald Deppe, Georg Preinfalk und Wolfgang Puschnig. Es spielten Wolfram Berger, Johanna Wölfl und Pavel El Hamalawi. Inszeniert hat Markus Kupferblum, der auch den Sancho Panza spielte.
Resetarits war bis zuletzt in musikalischen Projekten tätig. Eines davon war die Stubnblues
Willi Resetarits - Gesang, Mundharmonika & Gschichtln
Stubnblues Allstars:
Stefan Schubert - Gitarren, Gesang
Klaus Kircher - Stehbass, Gesang
Peter Angerer - Schlag- und Schüttelinstrumente, Gesang
Christian Wegscheider - Quetschn, Tasten, Gesang
Chris Haitzmann - Trompete
Herbert Berger - Saxophon
benannte Mischung aus Volksliedern auf Deutsch und Kroatisch, englischsprachigem Blues und Rhythm’ n’ Blues, Wienerliedern und vertonten Gedichten unter anderem von H. C. Artmann und Karl Farkas. Beim Projekt Gershwin on a String interpretierte er zusammen mit Tini Kainrath und dem Streichquartett StringFizz Songs von George Gershwin. Die Liedtexte werden teils in der englischen Originalfassung und teils im Wiener Dialekt gesungen. Mit Sabina Hank wurden 2008 Texte von Jura Soyfer und H.C. Artmann vertont, als CD und in Konzerten unter dem Titel „Abendlieder“. 2009 erschien das gemeinsam mit Ernst Molden eingespielte Album ohne di. Für Resetarits hatte Molden dazu Hammerschmidgassn, sein erstes Lied im Wiener Dialekt, geschrieben.
Resetarits wurde Mitglied der Viererbande[9] Molden, Resetarits, Soyka und Wirth, die sich der emotionalen und poetischen Vermessung Wiens widmet (Sailer). Resetarits war politisch engagiert und Mitbegründer der Organisationen Asyl in Not und SOS Mitmensch. Er gründete auch das Integrationshaus Wien, bei dem er Ehrenvorsitzender war.[10] Wegen eines Aufrufs zur Wehrdienstverweigerung wurde er verurteilt.
Ab 2015 war Resetarits Mitglied des Universitätsrats der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Anlässlich seines 70. Geburtstags gab Resetarits am 4./5. Jänner 2019 ein Doppelkonzert mit den zwölf Bands seiner Musikerlaufbahn plus Zusatzgästen. Am Freitag begann „Alle seine Bands“ mit der Beat-Band The Odds, gegründet 1963 am Gymnasium Wien, Ettenreichgasse. Angekündigt wurde wieder das „Dr.-Kurt-Ostbahn-Doppel“ nach Mitte August auf der Kaiserwiese im Wiener Prater.[11]
Seine Autobiografie erschien im Dezember 2018 als Buch mit dem Titel Ich lebe gerne, denn sonst wäre ich tot.[12]
Willi Resetarits verunglückte am 24. April 2022 im Alter von 73 Jahren in Wien tödlich.[13]
Zu einer 2006 erschienenen Neuauflage des ursprünglich 1971 von Wolfgang Teuschl verfassten Buches Da Jesus und seine Hawara, einer legendären Übertragung des Neuen Testaments ins Wienerische, erschien auch eine von Resetarits rezitierte CD des Buchtextes (Gitarre: Karl Ritter).[14] Für die Erstauflage des Buches von 1971 wurde der Text in Ausschnitten auf Langspielplatte und Single von Kurt Sowinetz rezitiert.[15]
Mit Beatrix Neundlinger, mit der er bei den Schmetterlingen sang, hatte Resetarits eine Tochter (geb. 1981) und einen Sohn (geb. 1983).[16]
Der Schauspieler und Kabarettist Lukas Resetarits und der Journalist und Moderator Peter Resetarits sind Brüder von Willi Resetarits.






































































