Mittwoch, 21. Oktober 2020

STERZ

Höh 1995) 

Höh

Es is, wia's Is (1997)

Es is, wia's Is

 1995 erfolgte die Gründung der Gruppe Sterz, in welcher Ossi Huber unter anderem mit Dieter Themel, Jörg Frießnegg und Claudio Ghidini spielte. Musikalisch handelte es sich um einen Crossover aus Volksmusik, Kärntnerlied, Rock und Blues, die unter Neue Volksmusik subsumiert wird. Die Band spielte auch in Mpumalanga in Südafrika und veröffentlichte das Livealbum Mpumalanga – Live in Südafrika. Insgesamt wurden drei CDs veröffentlicht, neben dem Livealbum Höh (1996) und Es is wia ’s is (1998). Huber arrangierte gemeinsam mit Jörg Frießnegg eine moderne Version des bekannten Kärntnerliedes Is schon still uman See und trat damit bei einem Wettbewerb um neue Volksmusik an. Dem Sieg beim dortigen Wettbewerb folgte in Kärnten eine Grundsatzdiskussion über moderne Arrangements von ursprünglichen Chorliedern.[3]

 Fünf Mitglieder der Gruppe Sterz hatten ihre ,,Roots" bei den Bluesbreakern. Weil ihnen schon damais der Streß zwischen Beruf, Berufung, erfolgreichen Tourneen (zwei brachten sie sogar nach China) und Auftritten nicht genügte, sahen sie sich nach einem neuen Betätigungsfeld um und fanden dieses im ,,Sterz". ,,Auf der Heimfahrl von einem Konzert am Neusiedler See hörten wir Radio und eine Stimme aus dem Ather sprach davon, daß ein Preis für junge Volksmusik in Kärnten ausgeschrieben sei", erläutert Dieter Themel die Beweggründe zur Bildung der neuen Formation. Mit ,,Is schon still utnan See" {anden sie auch das passende Lied. Als weibliche Stimme war damals noch Christiane Costisella zu hören, die aber aus berufIichen Gründen ihren Platz Alexandra Salzer tiberließ. Aus knapp 120 Teilnehmern kamen sie in die Zwölfer Ausscheidung im Villacher Kongleßhaus. Bis zu diesem
Zeitpunkt wußte niemand, welche Musiker hinter dem Namen stecken. Themel schmunzelt noch heute, ,,ein paar Leute sagten danach, daß sie uns wegen meiner Stimme gleich erkannt hätten". Sterz gewann
den ,,Ta1ente-Preis 1993 für die neue Volksmusik". Und Nachwuchs - wenn auch nichl im Sinne des Alters waren sie ja. Von ihrem Debüt-Album ,,Höh", wanderten - trotz Ö3-Boykotts - fast 10.000 Stück
über den Ladentisch. Vornehmlich naturlich in Kärnten. Für Dieter Themel war dieser Boykott eine
,,witzige Nebenerscheinung. Wir wurden wegen anzüglicher Textpassagen nicht gespielt, dabei war damals der erste Platz der Hitparade mit ,Laßt uns schmutzig Liebe machen' sicher nicht ganz jugendfrei". Die zweite Sterz-CD ,,Es is wia's is" im Handel erhältlich.
Volksmusikpuristen sind natürlich über die ,,billige Nachahmung" von altem Kärntner Liedergut nicht
giücklich. Ihnen sei ins Stammbuch geschri.eben, daßmit ,,Was kümmern mi die Sternlan" nur ein originalKärntnerlied aufgenommen wurde. Die restlichen 1'3 Lieder sind bis auf die Coverversion ,,Meier Fin i" a1lesEigenproduktionen. Aber al1en kann man es eben wirkIich nicht recht machen.

 


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