Montag, 30. November 2020

BERNHARD ZIMMERMANN

Made In Paradise (2010) 

Made In Paradise

Jekyll & Hyde (2016)

Jekyll & Hyde

 Bernhard Zimmermann (* 12. April 1977 in Waidhofen an der Thaya) ist ein österreichischer Keyboarder, Sänger, Lehrer, Komponist und Astrofotograf. 

Zimmermann wuchs in einer musikalisch geprägten Familie auf besuchte das Gymnasium Waidhofen an der Thaya und erlernte schon früh das klassische Klavierspiel, das er später auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien studierte. In seiner Jugend war er Musiker und Songwriter bei unterschiedlichen Bands im Raum Ostösterreich. So spielte er in Gruppen verschiedener Musikrichtungen wie Progressive Rock, Pop, Funk, Jazz, Austropop etc.

Seit 2002 ist Zimmermann Musik- und Englischlehrer am Gymnasium in Gmünd.[1]

Seit einigen Jahren ist er auch als Solokünstler unterwegs und hat drei Soloalben produziert.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Zimmermann mit der Nominierung zur österreichischen Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest 2011 (Guten Morgen Düsseldorf) bekannt. Sein Song The Heart Is A Lonely Hunter wurde dabei vom Radiosender Ö3 ausgewählt, wobei Zimmermann den Eintritt ins Finale der verbliebenen 30 knapp versäumte. Zuvor wurde der Song auch einer der Siegertitel beim österreichweiten Pop-Kompositionswettbewerb „Projekt Pop!“.

2017 nahm er an den Aufnahmen zum Album "Newest Things" des italienischen Sängers Claude Weisberg teil. Bei dieser Produktion arbeitete Zimmermann mit einigen internationalen Sessionmusikern zusammen, die bereits auf Alben von Michael Jackson, Pink Floyd, Celine Dion, Lionel Richie, Toto und vielen anderen mitgewirkt haben.

Neben seiner Tätigkeit als Musiker und Lehrer ist Zimmermann auch begeisterter Astrofotograf.

Bernhard Zimmermann ist verheiratet und Vater einer Tochter.

 

Sonntag, 29. November 2020

BULBUL

 Bulbul(hen) (1997)

Bulbul(hen)

U5 (1998)


U5

Bulbul(eisen) (1998)

Bulbul(eisen)

 Bulbul(blaue) (1999)

 Bulbul(blaue)  

Bulbul(4) (2003)

Bulbul(4)

 Bulbul(5) (2005)

Bulbul(5)

BlllBlll (2006)

BlllBlll

 #6 !$+* (2008)

#6 !$*

 Higmocht & Heagricht (2010)

Higmocht & Heagricht 

 Hirn fein hacken (2014)

Hirn fein hacken

Hilfreich seit 1996 (2018)

Hilfreich seit 1996

 Bulbul ist eine in Wien ansässige Musikgruppe. Ihr Stil wird unter anderem als Synthese aus Rock, Dance, Experiment und Elektronik beschrieben (Visions 2008). Alle Bandmitglieder sind auch in anderen Formationen aktiv (Broken Heart Collector, Fuckhead, Quehenberger/Kern). 

 Bulbul wurde 1996 von Manfred Engelmayr aka raumschiff engelmayr gegründet. Engelmayr nahm mit Gitarre, Drumcomputer und Staubsauger einige Lieder auf und veröffentlichte sie 1996 auf einer LP. Darauf folgte ein Jahr später die „Eisen CD“, ein Album, das in einer handgemachten 600g-Stahlverpackung einiges Aufsehen erregte. Zusammen mit dem Drummer Andreas «Zan» Gatterbauer, dem Bassisten derhunt und den "Bulhorns" nahm Engelmayr das dritte Bulbul-Album auf. Danach begaben sich derhunt und raumschiff engelmayr auf die Suche nach einem Schlagzeuger, den sie in Didi „ddkern“ Kern fanden.
Anschließend ging die Band auf Europatour und nahm ihr viertes Album auf, das 2003 in 10 verschiedenen Coverartworks erschien. Es folgten etliche Kleinstveröffentlichungen auf verschiedenen österreichischen Labels in wahnwitzigen Formaten und Verpackungen. Das fünfte Album wurde 2005 auf LP veröffentlicht. Im Frühling 2008 erschien das sechste, von Patrick Pulsinger produzierte Album auf dem Berliner Label Exile on Mainstream Records. (www.indiepedia.de)


Aktuelle Besetzung
Manfred Engelmayr
Roland Rathmair
Dieter Kern

 

Samstag, 28. November 2020

STEREOFACE

 There's Only One Thing You Should Know, The Faces Like It Stereo (2008)

There's Only One Thing You Should Know, The Faces Like It Stereo

15 Minutes In Stereo (2009) 

15 Minutes In Stereo

Face It (2012)

Face It
 

Jaws (2017)


Jaws

 Stereoface[2] ist eine englischsprachige Band aus Graz, Österreich

Gegründet wurde die Band 2004 von Songschreiber Paul Pfleger (Sohn von Ewald Pfleger) (Gesang, Gitarre), Benny Musenbichler (Schlagzeug), Nino Kadletz (Gitarre) und Thomas Hierzberger (Bass). 2008 veröffentlichte die Band mit Lukas Schneeberger am Bass (Mitglied seit 2005) ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf monkey.music/Hoanzl in Österreich und Deutschland (Broken Silence), welches der Gruppe erstmals größere Aufmerksamkeit, polarisierende Rezensionen sowie lobende Kritik bescherte. Die Band wurde im selben Jahr für die ORF Dokumentarfilmreihe „Weltberühmt in Österreich“, in der Folge „Die Szenen der Szene“ von den Filmemachern Rudi Dolezal und Hannes Rossacher porträtiert.

Mit der 2009 veröffentlichten EP 15 Minutes in Stereo erlangte die Band weitere nationale und internationale Achtung, u. a. durch Heavy Rotation auf FM4 und TV Airplay auf gotv. Das mit einer Hochgeschwindigkeitskamera selbstproduzierte Musikvideo für den Song As the Day Is Long wurde mit Preisen ausgezeichnet (u. a. Rockin’ Movies-Award des Landes Steiermark) und ermöglichte der Band eine Einladung zur Popkomm 2010 nach Berlin.

Mit dem zweiten Album Face It[3] (2012) unterstreicht die Band ihre Eigenständigkeit und die unterschiedlichen Facetten ihres Sounds. Dabei ist das Spiel mit Kontrasten ein Stilmittel, ohne Rücksicht auf Grenzen musikalischer Genres.

Zusätzlich verstärkt wird die Vielseitigkeit auch durch einen Band internen Umbruch, dem zufolge das Album mit zwei Schlagzeugern aufgenommen wurde. Nachdem Gründungsmitglied Benny Musenbichler nach Hamburg gezogen ist, spielt seit Sommer 2011 Günther Paulitsch Schlagzeug bei Stereoface.Aufgenommen und produziert wurde das Album vom Londoner Produzenten Clive Martin[4] und ist 2012 auf dem Label moerdermusic der Musikerin Anna F. im Vertrieb von Rough Trade erschienen.Face It erreichte Platz 8. der Itunes Alternative Charts; Die erste Single Auskopplung des Albums Distress lief in der 4. Woche nach Veröffentlichung auf Platz 12 in den FM4 Charts.Nach längerer Pause und Umtriebigkeit der Mitglieder in anderen Projekten (Polkov, Marta, Empty Lot, Lili, Tiger Family), hat die Band 2017 ihr drittes Studioalbum JAWS auf Phonotron veröffentlicht.[5]

 

Gründungsmitglieder
Paul Pfleger
Nino Kadletz
Thomas Hierzberger (bis 2005)
Benny Musenbichler (bis 2011)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Paul Pfleger
Gitarre, Gesang
Nino Kadletz
Bass, Gesang
Lukas Schneeberger (seit 2005)
Schlagzeug, Gesang
Günther Paulitsch (seit 2011)


 

 

Freitag, 27. November 2020

ROIA

 Cute Little Fear (2006)

Cute Little Fear

Suitcase Affair (2012)

Suitcase Affair

Prototype Of A Heart (2015)

Prototype Of A Heart

The Natural Loss Of Contours (2018)

The Natural Loss Of Contours 

"Kunst ist nicht verdaulich, sondern eine Irritation des Bewusstseins, wie ein Sandkorn im Inneren einer Auster." (Howard Barker)

Roia sind die unbekannteste Band Österreichs. Punkt. Das ist natürlich eine brutal nüchterne Aus- und Ansage für ein künstlerisches Projekt, das nicht nur im Proberaum und Studio existieren will. Und kann. Und sich von tausenden mindestens ebenso unbekannten Bands, die ewig in den Kellern der Nacht verharren, durch eine lange Vita, Airplay, Live-Konzerte und eine Serie von Veröffentlichungen glasklar unterscheidet. Nun: Roia werden anno 2013 die unbekannteste Band Österreichs gewesen sein. Die Vergangenheitsform als Zukunftsprognose.„Cute Little Fear“, erschienen 2006, war schon ein erstes, beachtliches (und beachtetes) Lebenszeichen von Roia. Die Single „Suicide Butterfly“ lief monatelang auf FM4. Dem Debutalbum der Salzburger Formation, am ehesten zu vergleichen etwa mit Archive, frühen Cure, diversen 4AD-Acts wie Dead Can Dance oder den späten Talk Talk rund um Mark Hollis, folgte eine gewaltige Live-Kraftanstrengung. Und ein (zu) rascher Rückzug auf die Mittel der Selbst-Introspektion und ins Innere der Studio-Austernschale. Sprich: eine selbstgenügsame Existenz, die den Namen Roia zu einer Beschwörungsformel unter Eingeweihten machte, kaum aber Strahlkraft über die Grenzen der Mozartstadt hinaus erlangte.

Bildstarke Elektro-Sounds, glasklare Stimmen, packende Texte: Ein wehmütiger Indie-Pop-Traum
Drei Musiker, ein eigenes Tonstudio und Zeit - diese Komponenten bilden das viel beachtete Kollektiv ROIA. Nina Hochrainer, Dorian Wimmer und Paul Hochrainer mischen geschickt akustische Transparenz mit verworrener Elektronik. Sie weben einen Teppich, der einen sowohl behaglich umhüllt, als auch zum Abheben in andere Sphären einlädt. Wer sich allerdings in romantischer Sicherheit glaubt, der irrt - oftmals wird der Hörer gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurück gesetzt, die Blase platzt und man taucht in eine weitere, ROIA-gefertigte Traumwelt ein.

Dieser Traum, und der heißt auf persisch “ROIA”, beginnt bereits im Jahre 2003 - da startet die Arbeit und das Experimentieren mit musikalischen Ideen. Seither wird konsequent, rastlos und demokratisch an Nummern getüftelt. Dabei ziehen sich die Musiker gerne monatelang ins Tonstudio zurück und feilen am eigenen ROIA-typischen Stil. Die Musik kann nicht in einfache Schubladen gepackt werden. Da treffen düstere TripHop-Beats auf energiegeladene Gitarren, klare Stimmen singen wunderschöne Melodien über klirrend kalte Synthesizer, das Theatralische der Popmusik begegnet der Intimität eines Singer/Songwriters und sphärische Ambient-Klänge verknüpfen sich mit spannenden Grooves. Die intimen, teilweise poetischen Texte verleihen den Werken eine weitere Ebene und machen ROIAs Musik zu einem ganz eigenen Erlebnis.

Wie immer man diese Musik nennen will: Die Band nimmt Hörer und Hörerinnen mit jedem Song auf eine faszinierende Reise und kann sich in Sachen schön-verträumter Popmusik durchaus auf den internationalen Vergleich einlassen.

Donnerstag, 26. November 2020

ONE TWO THREE CHEERS AND A TIGER

 Less Than The Half Price (2009)

Less Than The Half Price

A Lot Of Talk (2011)

A Lot Of Talk  

 Mit ihrem 2009 erschienenen Erstlingswerk “Less than Half the Price” konnten die Wiener Band One Two Three Cheers And A Tiger mehr als nur ein wenig Staub aufwirbeln. Wohl kein Medium, egal ob nun Zeitung, Radio oder Fernstehen, ließ die vierköpfige Combo unbeachtet, bot sie doch solch erfrischende und mitreißende Rockmusik, wie man sie hierzulande schon lange nicht mehr gehört hatte. Mit “A Lot To Talk” (Wohnzimmer Records) erscheint dieser Tage nun das zweite Album der Wiener Indie-Band. Und man kann eines schon nach dem ersten Mal Durchhören sagen. So richtig Gas zu geben haben die vier Jungs nicht verlernt. Indie-Pop trifft auf rotzigen Garagenrock, und das in hochenergetischer und wirklich Spaß machender Form.

Was das Debütalbum “Less than Half the Price” so schön gemacht hat, war der Umstand, dass One Two Three Cheers And A Tiger sich so richtig in der „Nichtperfektion“ geübt haben. Die Songs schallten erfrischend ungehobelt und holprig aus den Boxen, sie rumpelten mit bisweilen leicht verstimmten Gitarren so vor dahin, sie faszinierten durch ihre punkige Ungestümtheit und Wildheit. Das allzu lange Herumfeilen und experimentieren war so nicht die Sache der vier Wiener Musiker Andreas P. Karlsson (Gesang, Gitarre), Danny (Gitarre), Mr. Roy Black (Bass) und The Mexican (Schlagzeug).

So wirklich viel hat sich daran auch auf dem neuen Album „A Lot To Talk“ nicht geändert, wiewohl dann doch ein deutlicher Entwicklungsschritt zu erkennen ist. One Two Three Cheers And A Tiger haben sich, so scheint es, doch etwas geöffnet. Natürlich wird immer noch ordentlich und mit viel Selbstbewusstsein abgerockt, durch neue musikalische Ingredienzen hat sich der Gesamtsound dann aber doch erweitert. So erklingt schon mal an einer Stelle ein verspieltes Keyboard, an einer anderen ist es ein Disco-Beat, der den rhythmischen Unterbau bildet. Auch eine Trompete und ein Klavier kommen hier und dort zum Einsatz.

Insgesamt wirkt alles ein wenig mehr durchdachter und routinierter. Was vielleicht auch daran liegt, dass die die vier Musiker im Studio von  Herwig „Fuzzman“ Zamernik (Naked Lunch) in Klagenfurt, wo die zwölf neuen Songs eingespielt worden sind, ein deutlich professionelleres Umfeld und erstklassige Aufnahmebedingungen vorgefunden haben. Auf jeden Fall dürfte der leicht veränderte, aber immer noch hochenergetisch erklingende Stil die Fans der Band immer noch in hohem Maße begeistern.

Mittwoch, 25. November 2020

I AM CEREALS

 I Am Cereals (2009)

 I Am Cereals 

I AM CEREALS machen anatomisch gesehen Musik für Bauch und Beine, ein bisschen aber auch fürs Herz und für den Kopf. Das fühlt sich an wie Black Pop und klingt Elektro mit viel Soul - und es ist handgemacht. Wer also gerne seinen Körper (oder Teile davon) zur Musik bewegt, ist hier richtig. I AM CEREALS ist ein musikalischer Spielplatz um neue Grenzen im eigenen Schaffen auszuloten. Angst hat beim Songwriting nichts verloren und die Arrangements sind rücksichtslos. Die Band geht mit Selbstbewusstsein und gegenseitigem Respekt an Ideen heran. Die dem Kreativprozess zugrunde liegende Leichtigkeit lässt die Songs unverkrampft und frisch klingen. 

Galaxy (2011)

Galaxy

 Schöne Geschichte: Sechs St. Pöltener, die schon als Teenager gemeinsam Musik gemacht haben, treffen sich zehn Jahre später wieder. Als Sänger mit dabei sind Singer/Songwriter Ben Martin und Bauchklang-Beatboxer Gerald Huber. Begonnen hat I Am Cereals eigentlich als Nebenprojekt, mit dem die Beteiligten Urlaub von ihren sonstigen Bands und Projekten nahmen. Auf Album Nummer zwei, dem famosen „Galaxy“, ist längst süßer Ernst aus der Sache geworden. Musikalisch schöpfen die Herren aus Kindheitserinnerungen an die 1980er Jahre und die Musik, die damals neonbunt aus jedem Radio drang. Daraus beziehen sie ihren Input, wobei die Bandbreite von klassischem Synthiepop über Meister Prince und seinen Funk bis hin zu elektronisch unterfüttertem Rock reicht. Schön, wie facettenreich sie das Material aufbereiten und wie es ihnen gelingt, 80er-Vorlagen so für die Jetztzeit aufzupolieren, dass diese alles Peinliche, was ihnen vielleicht anhaftet, verlieren. Grelle Keyboards, elektrische Gitarren und Schlagzeug in seltenem Einklang.

Dienstag, 24. November 2020

CHRIS MAGERL

 A New Season (2008)

A New Season

 Places (2014)

Places

Sketches Of The City (2016)

Sketches Of The City 

Wenn eine Person Altbewährtes ruhen lässt und sich stattdessen Neuem zuwendet, muss das nicht unbedingt Schlechtes heißen. Chris Magerl führt die musikalische Neuorientierung in positive Bahnen. Ehemals in Hardcore, Powerpop-Gefilden beheimatet, werden vom gebürtigen Grazer nun bedeutend leisere Töne angeschlagen. Bloß die Rückmeldung der Zuhörer bleibt weiterhin laut. Mit einem neuen Album will der Musiker beweisen, dass es sich durchwegs lohnen kann, über den künstlerischen Schatten zu springen.

Chris Magerl kann wohl als Institution der steirischen Musikszene verstanden werden. Wem der Name noch nicht ganz so geläufig ist, dem kann eventuell mit diesen geholfen werden: Sick of Silence und Once Tasted Life. In ebenjenen Bands war Chris Magerl jahrelang als Sänger und Gitarrist tätig, ist mit seinen Kollegen durch aller Herren Länder getourt und selbst die britische Musikpresse fand huldigende Worte für die rockenden Österreicher. Zu beklagen gibt es da wohl nichts. Trotz allem hat Chris Magerl nun all das hinter sich gelassen. Seit 2008 widmet er sich voll und ganz seinem Soloprojekt, bei dem es weitaus geruhsamer zugeht, als in den Jahren davor. Mit seiner ersten Formation Sick of Silence, wurde zuweilen die lokale Punk- und Grunge-Bewegung aufgerüttelt. Der Name war Programm, was wohl zu einer extrem hohen Beanspruchung der Stimmbänder des Sängers führte. Es wundert richtig, dass Magerl heutzutage noch so samtigen Gesang von sich geben kann. Obwohl Sick of Silence als erste heimische Punkband zu einer Tournee nach Kanada eingeladen wurde und sogar beim ungarischen Sziget Festival – eines der größten Outdoor-Events Europas – aufspielen durften, löste sich die Band Ende 2003 aufgrund interner Differenzen auf. Zusammen mit dem Schlagzeuger Felix Krüger schloss sich Chris anschließend zu Once Tasted Life zusammen, eine Combo, die zwar stilistisch nicht mehr im Hardcore verankert war, aber durchwegs anspruchsvollen Powerpop an den Tag legte, dem sich die österreichische Hörerschaft dankbar annahm. Der Erfolg spricht für sich, haben Once Tasted Life immerhin ein Album veröffentlicht, von dem es drei Tracks in die Charts der alternativen Radiosender dieses Landes schafften und die unter anderem auch als Unterhaltung im Vorprogramm von Konzerten wie denen der Bloodhound Gang oder Muff Potter dienten. Dem nicht genug, schaffte es Chris Magerl mit seiner Band wiederholt auf eine der vielen Bühnen des renommierten Sziget-Musikfestivals- eine Möglichkeit, die nicht so einfach jedem Musiker im Laufe seiner Karriere beschert wird. Vielleicht wurde etwas zu viel Aufsehens um die Band gemacht, möglicherweise zu viel Power in den Pop gesteckt – zumindest beschloss der Frontmann seine musikalische Seite etwas geruhsamer angehen zu lassen. So feierte Once Tasted Life 2009 bei einem letzten Konzert seinen Abschied – ein Zeitpunkt, bei dem Magerl mit seinem neuen Vorhaben schon längst in der Zielgeraden stand.

 

Montag, 23. November 2020

MAVI PHOENIX

 Young Prophet (EP 2017)

 Young Prophet

Young Prophet II (EP 2018)

Young Prophet II

My Fault (2018) 

My Fault

Mavi Phoenix (* 1. September 1995 in Linz als Marlene Nader)[1] ist ein österreichischer Popmusiker und Rapper. Nach mehreren Nominierungen ab 2017 gewann Phoenix bei der Amadeus-Verleihung 2019 den „FM4-Award“.

Seit Herbst 2019 verwendet Mavi Phoenix für sich das männliche Pronomen er, lebt auch offiziell als Mann und wird neben seinem Künstlernamen Mavi auch mit Marlon angesprochen.[2][3][4]

Marlon Nader kam 1995 im oberösterreichischen Linz zur Welt. Der Großvater mütterlicherseits war in den 1970er-Jahren als Flüchtling aus Syrien nach Wien gekommen.[5] Nader besuchte einen englischsprachigen Kindergarten und anschließend eine englischsprachige Volksschule.[6]

Nach begeistertem MTV-Sehen begann Nader im Alter von elf Jahren mithilfe der Software GarageBand, Musik zu komponieren, und gewann im Juni 2013 den bundeslandweiten Musikwettbewerb Lautstark! Der selbstgewählte Künstlername „Mavi Phoenix“ – gewählt in Anlehnung an den jung verstorbenen Schauspieler River Phoenix (1970–1993) – sollte symbolisch für einen Neuanfang stehen.[7] Nach der Matura 2015 zog er im Hinblick auf eine Musikkarriere nach Wien und begann ein Studium der Politikwissenschaften.[8]

Musikalisch bewegt sich Mavi Phoenix zwischen Lo-Fi-Pop, Trap und modernem R&B mit einem Einschlag von Electro.[9] Der Kurier urteilte, er singe in akzentfreiem Englisch zu zeitgenössischen Beats mit eingängigen Melodiefolgen. Besonderes Charakteristikum ist sein Auto-Tune-affiner Sound, der sich vor allem in seinem mittels Virtual Studio Technology nachbehandelten Stimme äußert.[10][11] Zu musikalischen Vorbildern gehören neben Rappern wie Left Boy, Kanye West, Drake oder Tyler, the Creator auch die Popsängerinnen Miley Cyrus und Lady Gaga. Sein eigenes Schaffen wurde bereits mit jenem von Alternative-Weltstar M. I. A. verglichen.[6][7][11]

Mavis erste EP mit dem Titel My Fault entstand unter der Mitwirkung von Left-Boy-Produzent Simon Herzog,[7] die sechs Songs wurden im August 2014 als Gratis-Download veröffentlicht. In der Folge wurde der Radiosender FM4 auf Mavi aufmerksam und verschaffte der ersten Single Green Queen beachtliches Airplay. Noch vor dem Schulabschluss verpflichteten Bilderbuch den Newcomer als Support für ihre Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein vorläufiger Durchbruch gelang Mavi 2016 mit der Single Quiet, die wochenlang Platz eins sowie Platz zwei der Jahreswertung der FM4-Charts belegte. Das Lied stellt ein Statement gegen die Lautstärke unserer Zeit dar (Make the world go quiet: „Bring die Welt zum Schweigen“) und erhielt ein Video, das in Berlin produziert wurde, unter anderem im Treptower Park. Das US-Magazin The Fader bezeichnete Mavi (zu der Zeit) als „bezaubernde Lo-Fi-Heldin“. Die zweite EP Young Prophet erschien im Frühjahr 2017 beim eigenen Label LLT Records und wurde vom DJ Alex the Flipper co-produziert.[8][11] Mavi begleitete Milky Chance Anfang des Jahres 2020 als Vorgruppe bei ihrer Europatournee.[12]

 

 

Sonntag, 22. November 2020

KOMMANDO ELEFANT

 Kaputt Aber Glücklich (2008)

Kaputt Aber Glücklich

 Kommt wir hauen Granaten rein. Das kleine bisschen Leben (2010)

Kommt wir hauen Granaten rein. Das kleine bisschen Leben

Scheitern als Show (2012)

Scheitern als Show

Lass Uns Realität (2014)

Lass Uns Realität

Herz und Anarchie (2017)

Herz und Anarchie 

Kommando Elefant ist eine Indie-Pop/Indie-Elektro Band aus Wien.  

Kommando Elefant wurde 2007 von Alf Peherstorfer gegründet. Mit selbstaufgenommenen Demosongs wurden erste Konzerte zuerst als Duo (mit Bernhard Luis Pasching) vor allem in Deutschland gespielt. Das Debütalbum Kaputt, aber glücklich wurde 2008 von Alexander Nefzger (u. a. Clara Luzia, Mika Vember, André Heller) und Florian Pilz produziert und auf Asinella Records veröffentlicht und bekam mit den Stücken Wittgenstein und Evelyne die ersten FM4 Radio Einsätze. Im selben Jahr nahm die Band mit dem Song Die Bosse am Vorfinale des Protestsongcontests teil.

Das Nachfolge-Album Kommt wir hauen Granaten rein, das kleine bißchen Leben wurde 2010 via LasVegas Records veröffentlicht und enthielt mehrere Radio- und Video-Erfolge. Die Single Alaska platzierte sich u. a. auf Platz 4 der FM4 sowie Platz 2 der Austrian Indie Charts. Die zweite Single-Auskoppelung Falsche Helden erreichte Platz 5 der FM4 Charts. 2010 eröffnete die Band das Frequency Festival. In diesem Jahr wurde die Band auch für die Top 5 FM4 Alternative Award beim Amadeus Austrian Music Award nominiert.Im April 2012 wurde das dritte Album Scheitern als Show veröffentlicht mit der Vorabsingle Sternenmarie. Die nächste Singleauskopplung Wir sprengen Krokodile kam in den Austrian Indie Charts auf Platz 2. Im Herbst 2012 tourte die Band mit der FM4-Soundpark Tour.Im November 2013 veröffentlichten Peherstorfer und Pasching Das große Elefantenlesebuch via Milena Verlag. „Ein Potpourri des Wahnsinns“, wie sie es nennen, aus Songtexten, Kurzgeschichten, Rezepten, Zeichnungen, Traumaufzeichnungen usw. Peherstorfer und Pasching sind seitdem auf stetiger Lesereise und haben bereits in Clubs (Rhiz, Stadtwerkstatt), auf Buchmessen (u. a. Buch Wien) oder auf Lesefestivals wie u. a. dem Lesefest Villach gelesen. Die Lesungen werden von einer Powerpoint-Präsentation und von Liedern auf zwei akustischen Gitarren begleitet und werden dem absurden Theater zugeordnet.Im November 2014 wurde das vierte Album Lass uns Realität veröffentlicht. Produziert wurde das Album von Matthias Jakisic, Komponist am Burgtheater sowie der Salzburger Festspiele. Weiters hat er bereits mit u. a. Bauchklang, Archive oder Depeche Mode zusammengearbeitet. Die erste Singleauskopplung Ich find dich seltsam, eine Hommage an Die AntwoordI finky u freeky, stieg sofort auf Platz 2 der Austrian Indie Charts ein, und erreichte Platz 8 der FM4 Charts.Sie sind eine von 16 Bands, die sich für Österreich für die Teilnahme beim Eurovision Song Contest 2015 einer ausgewählten Fachjury stellten. Beim österreichischen Vorentscheid sind sie in der ersten Sendung ausgeschieden.[1]2017 wurde das fünfte Album Herz und Anarchie veröffentlicht, diesmal selbst produziert. Die Singles In all den abgefuckten Clubs und Dein letztes Comeback erreichten jeweils Platz 1 der österreichischen Indiecharts sowie Platz 5 bzw. Platz 17 der FM4 Charts. 

Stil 

War der Stil der Band am Anfang eher dem Singer/Songwritertum mit elektronischen Elementen zuzuordnen, so ist das vierte Album nun bedeutend elektronischer und auch tanzbarer geworden. Sie beschreiben ihren Stil als „Broken Pop“ – „Zwischen Party und Melancholie, mit Herz und Anarchie“. Das fünfte Album greift wieder die frühen Stärken auf und vereint akustische mit elektronischen Elementen. 

Gesellschaftliches Engagement

Die Band tritt immer wieder für Veranstaltungen für karitative Organisationen wie Ute Bock, gegen den Akademikerball, für Flüchtlingshilfe, für Zivilcourage ein. Obwohl die Band selbst sich keiner Partei zuordnet, so ist die politische Haltung klar links.

Samstag, 21. November 2020

GLUTAMAT

Scheitern Inbegriffen (2008)

Scheitern Inbegriffen

 Überall im Leben braucht man Glutamat.

Glutamat juchzen, säuseln, heulen, lassen Synthesizer dröhnen, spielen mit der Bohrmaschine Gitarre, haben eine Geige mit einer Saite, sind kitschig, kaputt, brachial, wunderschön, monoton, aufwühlend, dilettantisch, sexy, hässlich, lassen nichts anbrennen und man kann übrigens auch dazu tanzen. Die überzeugendste Glam-Trashband der letzen Jahre präsentiert sich auf ihrem neuen Album (welches ungefähr das vierte sein müsste) in dadaistischer Hochform!

Sturm der Herzen (2012)

Sturm der Herzen

Weshalb sollte man eine Antwort geben, wenn noch nicht einmal geklärt ist, ob es überhaupt eine Frage gibt? In den 13 Songs ihres mittlerweile fünften Albums führen Glutamat wieder eine neue, weiterentwickelte Variante ihres vergnügten Tänzchens mit der Leichtgläubigkeit auf, das hier bereits mit dem Albumtitel beginnt. Sturm der Herzen – der Titel sagt doch alles! Ach so? Aber nein, hier gibt’s nicht den erwarteten Schlagerkitsch. Die musikalische Bandbreite reicht von trocken-brutalen Garagenpunkkrachern über bizarre Exkursionen in den Krautrock bis hin zu gefühlvoll verlogenen Liebesliedern, die ohnehin nur vom Tod aller Beteiligten handeln. Vieldeutigkeit ist hier der philosophische Unterbau, Vielfalt die gewählte Musikrichtung. Aber klar, man kann auch dazu tanzen! In jeder Hinsicht haben Glutamat ihr Spektrum nochmals deutlich erweitert, allerdings ohne damit irgendetwas anderes beweisen zu wollen, als dass der uns umgebende Schutthaufen aus Formen, Wörtern, Zeichen und Genres schleunigst besetzt und zweckentfremdet werden sollte, bevor es andere tun. Giftig, präzise und wohltuend.
 

Freitag, 20. November 2020

FACELIFT

 


nach einigen Überlegungen haben sich Facelift doch dazu entschlossen ihr Geburtstagsalbum (das insgesamt 8. Studioalbum der Band in 25 Jahren) heuer noch zu veröffentlichen. Es enthält neue Songs, unveröffentlichte Titel und ein paar „Best of-Songs“ aus deren langen Schaffen.

Für 2021 wurden schon ein paar Vorbereitungen getroffen, ein weiteres Album einzuspielen. Also: Worauf warten? Die Zeit ist nie ganz passend oder immer reif!

Kurze Episode aus der Produktion: Clemens und Jürgen bearbeiten neue und alte Tracks, mischen und remastern, graben unveröffentlichte Songs aus. Am Ende ist ein ganzes Album fertig. Sie schicken Andrea eine WhatsApp mit der knappen Botschaft. Wir hätten ein Album gemacht, ein Cover gibt es auch schon. Wenige Sekunden später kommt eine Nachricht zurück. Gut – dann heißt es „Lost in the Dust“.

Als erste Single haben sie „The sun will shine again for us” ausgewählt. Passend zurzeit und eine Hymne ans Positive. Kein Stein oder Schatten ist groß genug, um sich dahinter zu verstecken. Davonlaufen gilt nicht.

Der aktuelle Clip dazu: https://youtu.be/3c-NFg81RzE

 

Line-up:

Andrea Orso, Clemens Berger, Jürgen Kulmer und Norbert Wallner

Facelift: Lost in the dust

Label: Pate Records

Vertrieb: The Orchard Music

Verlag: Skyland Songs/Rossori Music

VÖ: November 2020

www.faceliftmusic.com

www.facebook.com/faceliftmusic

www.instagram.com/facelift_music

www.youtube.com/simbagak

 

BITTE UNBEDINGT KAUFEN  https://open.spotify.com/album/5HtjOM0zkxCUuCX9R8fdx1?si=qJh6YFcCSu2BgMncRrfMmA

 

FACELIFT

Pictures (2003)

Pictures

Impossible Somethings (2005)
Impossible Somethings

Holon (2009)

Holon


She (2010)
She

Whom Do You See (2012)
Whom Do You See


The Falling Trees (2015)
The Falling Trees

Bandgeschichte

Andrea Orso: Bass, Gesang (seit 1996)
Andreas Suppan: Gitarre (1995-1996 und von 2002-2003)
Arnd Grill: Schlagzeug (1998-1999 und 2001)
Clemens Berger: Gesang, Gitarre, Keyboard
Dieter «Dita» Mattersdorfer: Bass (1996)
Gerald Muskatel: Bass (1995-1996)
Helge Murgg: Gitarre, Violine (von 2001 - 2008)
Jürgen Kulmer: Schlagzeug (seit 2007)
Kai Engelmann: Schlagzeug (von 2002 bis 2004)
Matthias Predota: Akkordeon, Gitarre und Horn (seit 2008)
Norbert «Norbs» Wallner: Schlagzeug (von 2001-2002 und von 2003-2007)
Peter Domainko: Schlagzeug (1995-1998, und 2000)


Facelift wurde 1997 in Graz von Peter Domainko (Schlagzeug), Andrea Orso (Gesang und Bassgitarre)
und Clemens Berger (Gesang und Gitarre) gegründet. Im gleichen Jahr begann man schon mit den Aufnahmen zum Debüt Album „SHE". In bester DIY-Manier wird das Album in einer Woche mit 12 Songs eingespielt. Es sollte ungeahnte Erfolge feiern. „SHE" erschien 1998 bei OSM Records/Aris in Österreich und Deutschland. Zahlreiche nationale und internationale Musikmagazine fanden Gefallen daran und überhäuften es mit löblichen Kritiken. Das deutsche Musikmagazin „Visions" nahm sofort einen Song der CD auf ihre Compilation zum Magazin und lud die Band nach Deutschland auf das damals größte Rockfestival des deutschsprachigen Raumes, das Bizarre Festival in Köln, ein. Dort spielte man Seite an Seite vor über 60.000 Zusehörern mit The Cure, Melvins, Liquido, H-Blockxx, Guano Apes, Monster Magnet, Massive Attack, Him, Skunk Anansie, Headcrash, Pearl Jam, Deftones, Tool, ! .....! Weitere Preise wurden überreicht, zahllose Ehrungen aus dem In- und Ausland wurden der Band zuteil. Darunter der Preis für den besten „Alternative-Newcomer-Act" Deutschlands. Schön für einen Österreicher. Videos wurden gedreht, Interviews in Radios, TV-Stationen und Magazinen gegeben. Danach folgte eine ausgedehnte Tour durch Österreich, Deutschland, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Slowenien, Skandinavien und über den großen Teich bis nach New York, Boston, Detroit und wieder zurück. Zunächst hält man sich noch vornehmlich in Deutschland auf. Müde, pleite und um einige Erfahrungen reicher kehrt man in die Heimat zurück. Etwas stiller war es nun um die Band, vielleicht hatte in der Heimat der eine oder andere sogar auf sie vergessen. Mittlerweile hatte sich auch das Line Up der Band etwas verändert. Aus dem Trio war ein Quartett geworden. Helge Murgg (Gitarre und Geige) kam hinzu. Auch der Sound wurde etwas einfühlsamer; aus geballter Wut und blankem Zorn, wurde Melodie und Melancholie. Der Verlag von Skyland Songs nimmt die Band unter Vertrag und ermöglicht weitere Veröffentlichungen. Zwei weitere Alben erschienen. „Pictures" (Pate Records, produziert von Olaf Oebels) Ende 2003 und „Impossible somethings" (Pate Records, produziert von Guido Lucas) Anfang 2006. Beide Cds fanden ihren Weg nach Deutschland, in die Schweiz und bis nach Frankreich. Auch wurden beide Tonträger von Videos (Groovy Sound, Taxi „Wake up on a shiny day", März) begleitet und mit heftigen Airplay von FM4 und GoTV beworben. Zwei ausgedehnte Tourneen als obligatorischer Beistand verstanden sich von selbst. Nominierungen für den Amadeus Award durch FM4 folgten. 2007 wurden nun Facelift mit dem „Austrian Music Award! 2007" im Linzer Pothof geehrt. Im Jahr 2008 ging Facelift auf eine ausgedehnte Österreich/Deutschlandtour und begann im Herbst mit den Aufnahmen zum 4. Studioalbum. „Holon" erschien im April 2009. Dazwischen wird Facelift teil der großen Reportage über Autropop und Woodstock (was davon blieb).
Zurzeit laufen schon die Vorbereitungen zur Nachfolge-CD.

Aktuell:   
Andrea Orso-Hödl (voc/bass)
Clemens Berger (guit/voc),
Norbert Wallner (drums).



Vivin - Kaos (2019)

 

 Kaos

„KAOS“ ist das erste Album des österreichischen Elektropop-Trios Vivin. Ada Joachimsthaler, Franziska Kleinschmidt und Hele Maurer sind aber beileibe keine musikalischen Anfänger mehr. Die drei waren vor diesem neuen Projekt schon unter dem Namen Giantree unterwegs und haben zwischen 2008 und 2016 zwei Alben und zahlreiche Singles veröffentlicht.

Mit Vivin haben sie ihren Sound jetzt vom Kopf auf die Füße gestellt. Denn während Giantree klassischen und gitarren-orientierten Indierock mit Elementen elektronischer Musik spielten, stehen jetzt die Synthesizer im Mittelpunkt der stark elektronisch geprägten Songs, in denen der Rockanteil nun eher irgendwo im Hintergrund zu hören ist. Eingängiger Elektropop mit weiblichem und männlichem Gesang, der in seiner androgyn-elektrischen Verträumtheit an jüngere Bands wie Ladytron oder The Sounds erinnern mag, zum Teil aber auch auf klassischen New Wave a la The Human League oder Gary Numan verweist. Mit letzteren verbindet die Band auch der Hang zu futuristischen, dystopischen und eskapistischen Themen, die sich in den düsteren und zukunftskritischen Texten wiederfinden und so einen starken, fast schon bittersüßen Kontrast zu den optimistisch-treibenden und hoch melodischen Maschinensounds des Trios bilden. Mit Vivin haben die Musikerinnen von Giantree eine neue und aufregende kreative Heimat gefunden. Die Songs sind immer melodisch und griffig und mit den Singles „Cryptic“ und „Skip the Beat“ sind einige fast schon klassisch zu nennende Indie-Disco-Ohrwürmer auf dem Album zu finden. Eingängige und tanzbare Musik zwischen Dream Pop, New Wave und elektrifiziertem Indierock.

 

Donnerstag, 19. November 2020

WHEN THE MUSIC'S ARE OVER

 When The Music's Over (2006)

When The Music's Over

Escape I+II (2009)

Escape I+II

 Im Mai 2002 treffen sich ex-Planet E Frontman Hannes Duscher und Helge Waldherr - mit seiner Band Cosma Shiva ebenfalls in einschlägigen musikalischen Kreisen unterwegs - in Wien und beschließen gemeinsame Sache zu machen und eine Band zu gründen. Schon wenig später ist man zu dritt, als auf Empfehlung von Freunden hin Drummer Florian Steinringer dazukommt.

Auf ersten Konzerten erspielt man sich eine schnell wachsende Fan-Gemeinde und damit den Ruf als Geheimtipp. Im Herbst 2004 stößt dann schlußendlich Simon Keiblinger zu Duscher & Co, er spielt Bass und When The Music's Over sind eine Band. Es ist Jänner 2005, als die erste When The Music's Over Single „Going Down“ auf der FM4 Soundselection Vol.11 erscheint. Sie hält sich 9 Wochen in den FM4 Charts und schafft es bis auf Platz 4.

Die Nachfolgenummer „Left Alone“, in Eigenregie auf der Bandwebsite veröffentlicht, tut es ihrem Vorgänger gleich und bringt es ebenfalls zu Airplay und in die FM4 Charts. Zu beiden Songs entstehen auch Videos - produziert von jenseide, die zuvor auch schon mit Naked Lunch und Monta drehten - die von GoTV mit reichlich Airplay bedacht werden. Ein umjubeltes Wien-Debut-Konzert im Chelsea und ein denkwürdiger Auftritt beim Frequency Festival runden das Jahr 2005 für die Band ab.

Im März 2006 erscheint in Österreich dann das erste selbstbetitelte When The Music's Over Album bei monkey/Universal. Es folgt die Veröffentlichung in Deutschland und der Schweiz. Aufgenommen und co-produziert wird das Album, wie schon die ersten beiden Singles, von Naked Lunch Sound-Architekt „Fuzzman“ Herwig Zamernik im fuzzroom zu Klagenfurt.

Die Singleauskoppelung „Easy“ macht das, was ihre beiden Vorgänger auch gemacht haben: sie bringt es zu Airplay und in die FM4 Charts. Nur das Video zum Song, abermals produziert von jenseide, wird von GoTV wegen angeblich anstößiger Bilder in die Nacht verbannt.

Die anschließende, ausgedehnte Tour zum Album bringt WTMO dann durch ganz Österreich, mit den Highlights: ausverkauftes Chelsea, Donauinselfest/FM4 Bühne, Support von Tocotronic am Poolbar-Festival in Feldkirch, Gürtel Nightwalk, und die Band veröffentlicht mit „It's Our Love“ ein viertes Video. Im September 2006 steuern WTMO dann 2 Songs („Going Down“, „Left Alone“) zum österreichischen Kino-Film „In 3 Tagen bist du tot“ bei - ein Horror-Slasher und der erfolgreichste Österreichische Film 2006. Die Band tritt bei der Premieren-Feier im Porgy & Bess gemeinsam mit den Hauptdarstellern auf. Ende Oktober erscheint der offizielle Soundtrack bei monkey./Universal.

Ambros & Fendrich - 1983 Westststadium (1983)

 

1983 Westststadium

Mittwoch, 18. November 2020

PLEXUS SOLAIRE

 Best Of 2003 - 2010 (2012)

Best Of 2003 - 2010

Plexus Solaire (2012)

Plexus Solaire 

Plexus Solaire ist eine österreichisch-französische Rockband mit französischsprachigen Liedtexten.

2002 wurde Plexus Solaire von Vincent Wohinz und Alexandre Fedorenko gegründet. Jürgen Bauer (seit Oktober 2002) und Emanuel Rudas (seit Jänner 2004 / bis Jänner 2004 Oliver Schmidt) komplettieren das in klassischer Gitarrenrock-Besetzung spielende Quartett. Ihren ersten Erfolg hatte die Band mit dem Lied Malheureux, das im österreichischen Jugendradiosender FM4 gespielt wurde und auch auf der CD-Compilation des Senders FM4 Soundselection 17 seinen Platz fand.