Cute Little Fear (2006)
Cute Little FearSuitcase Affair (2012)
Suitcase AffairPrototype Of A Heart (2015)
Prototype Of A HeartThe Natural Loss Of Contours (2018)
The Natural Loss Of Contours "Kunst ist nicht verdaulich, sondern eine Irritation des Bewusstseins, wie ein Sandkorn im Inneren einer Auster." (Howard Barker)
Roia
sind die unbekannteste Band Österreichs. Punkt. Das ist natürlich eine
brutal nüchterne Aus- und Ansage für ein künstlerisches Projekt, das
nicht nur im Proberaum und Studio existieren will. Und kann. Und sich
von tausenden mindestens ebenso unbekannten Bands, die ewig in den
Kellern der Nacht verharren, durch eine lange Vita, Airplay,
Live-Konzerte und eine Serie von Veröffentlichungen glasklar
unterscheidet. Nun: Roia werden anno 2013 die unbekannteste Band
Österreichs gewesen sein. Die Vergangenheitsform als Zukunftsprognose.„Cute
Little Fear“, erschienen 2006, war schon ein erstes, beachtliches (und
beachtetes) Lebenszeichen von Roia. Die Single „Suicide Butterfly“ lief
monatelang auf FM4. Dem Debutalbum der Salzburger Formation, am ehesten
zu vergleichen etwa mit Archive, frühen Cure, diversen 4AD-Acts wie Dead
Can Dance oder den späten Talk Talk rund um Mark Hollis, folgte eine
gewaltige Live-Kraftanstrengung. Und ein (zu) rascher Rückzug auf die
Mittel der Selbst-Introspektion und ins Innere der Studio-Austernschale.
Sprich: eine selbstgenügsame Existenz, die den Namen Roia zu einer
Beschwörungsformel unter Eingeweihten machte, kaum aber Strahlkraft über
die Grenzen der Mozartstadt hinaus erlangte.
Bildstarke Elektro-Sounds, glasklare Stimmen, packende Texte: Ein wehmütiger Indie-Pop-Traum
Drei
Musiker, ein eigenes Tonstudio und Zeit - diese Komponenten bilden das
viel beachtete Kollektiv ROIA. Nina Hochrainer, Dorian Wimmer und Paul
Hochrainer mischen geschickt akustische Transparenz mit verworrener
Elektronik. Sie weben einen Teppich, der einen sowohl behaglich umhüllt,
als auch zum Abheben in andere Sphären einlädt. Wer sich allerdings in
romantischer Sicherheit glaubt, der irrt - oftmals wird der Hörer
gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurück gesetzt, die Blase platzt
und man taucht in eine weitere, ROIA-gefertigte Traumwelt ein.
Dieser Traum, und der heißt auf persisch “ROIA”, beginnt bereits im
Jahre 2003 - da startet die Arbeit und das Experimentieren mit
musikalischen Ideen. Seither wird konsequent, rastlos und demokratisch
an Nummern getüftelt. Dabei ziehen sich die Musiker gerne monatelang ins
Tonstudio zurück und feilen am eigenen ROIA-typischen Stil.
Die Musik kann nicht in einfache Schubladen gepackt werden. Da treffen
düstere TripHop-Beats auf energiegeladene Gitarren, klare Stimmen singen
wunderschöne Melodien über klirrend kalte Synthesizer, das
Theatralische der Popmusik begegnet der Intimität eines
Singer/Songwriters und sphärische Ambient-Klänge verknüpfen sich mit
spannenden Grooves. Die intimen, teilweise poetischen Texte verleihen
den Werken eine weitere Ebene und machen ROIAs Musik zu einem ganz
eigenen Erlebnis.
Wie immer man diese Musik nennen will: Die Band nimmt Hörer und
Hörerinnen mit jedem Song auf eine faszinierende Reise und kann sich in
Sachen schön-verträumter Popmusik durchaus auf den internationalen
Vergleich einlassen.
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