Bluesmopolitans
Ois Durchanaund (2016)
Ois Durchanaund
Erstklassig gespielte und ungemein abwechslungsreiche Popmusik mit
Niveau, genau eine solchen bieten die Bluesmopolitans. Was die sich um den
Keyboarder Tom Hornek scharrende Band auf den Weg bringt, sind von
wunderbaren Melodien getragene, in spannende Arrangements gepackte und
mit vielen Ideen gespickte Nummern mit einem deutlichen Hang zum
klassischen Blues, der aber in diesem Fall sehr erfrischend schwungvoll
interpretiert wird. Ein wirklich schönes Album, das enorm viel Spaß
macht und wert ist einer intensiven Gehörprobe unterzogen zu werden.
Tom Hornek und seine
Kollegen Hardy Auer, Wolf Breitenecker, Tommy Gravogl und Heinz Weyrer
bringen alles mit, was es zum Schreiben wirklich erstklassiger Nummern
bedarf: das Gespür für einprägsame, sich in den Gehörgängen festsetzende
Melodien, das Wissen, diese auch in spannender wie auch mitreißender
Form in Szene zu setzen, einen hörbaren Hang zur Eigenständigkeit, den
Willen, sich eben nicht im Zitieren oder Wiederholen bekannter
Mainstreamformate zu verlieren und natürlich alle notwendigen
spielerischen Fertigkeiten. Was die Wiener Band entstehen lässt, sind
höchst abwechslungsreiche und sehr stimmungsvolle Songs, die genau all
dies beinhalten und aufgrund ihrer eben nicht banalen Ausrichtung, alle
Untiefen der Popularmusik im weiten Bogen zu umschiffen wissen.
Irgendwo zwischen den Polen Blues, Pop, Jazz, Soul, Funk und Reggae
wandelnd, entwerfen die fünf Musiker, ohne sich auch nur eine Sekunde an
irgendwelchen aktuellen Trends oder Strömungen zu orientieren, ihren
ganz eigenen und unverkennbaren Sound, in welchem sich Gefälligkeit und
Anspruch auf ganz wunderbare Art die Hand geben. Die insgesamt 13 Songs
des neuen Albums besitzen allesamt Tiefgang und Charakter, sie zünden
aufgrund ihrer dynamischen Ausrichtung vom ersten Moment an und
verlieren auch nach mehrmaligem Durchhören nichts von ihrer
Anziehungskraft.


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