Atome
herz ... ein Organ des Feuers, in einem kokonartigen Körper aus Blättern
und Ästen, gibt den Groove zwischen 90 und 130 bpm vor. Das Knistern
der Flammen oszilliert durch die formatierten Landstriche des
Mostviertels und bringt den Laptop auf Betriebstemperatur. Stille. Fokus
auf den Moment und dann immer weiter durchbrechen.
herz verbinden
technologisch und konzeptionell rurale Lebensweisen und technologische
Realitäten. Im Wissen um Peripherie und Zentrum schält herz aus der
globalisierten Welt verwunschene Versatzstücke einer urbanen Subkultur
heraus und schickt diese Fragmente auf Sommerfrische. Dort wachsen sie
zu wunder-schönen Zeugnissen einer musikalischen Utopie heran. Diese
drehen sich in perfekter Harmonie und Uneindeutigkeit, wie endlose
Genomschleifen, durch unsere Gehörgänge und verpflanzen so den herz
Klang in unsere Herzen.
Das herz-Debutalbum „atome“ wurde zuerst in
einem stillgelegten Bahnhof, dann in einer kleinen Waldhütte aufgenommen
und produziert. Heidrun Ziegelwanger trägt die poetisch
deutschsprachigen Texte mit höchster Konzentration durch das
elektronische Dickicht der Songs hin zu intimer Wärme. Beatbetonte
Disko- und Hip-Hop- Instrumentals schießen, wie zwischen Bäumen
durchbrechende Lichtstrahlen, aus dem Rechner von Helge Waldherr und
suchen zärtliche Begegnungen mit abstrakten Klangflugkörpern. Das
Geigenspiel von Judith Pachner haucht den beständigen Atem ein, der den
„Art-Pop“ von herz mit fein dosiertem Pathos versorgt und doch nie in
wildromantische Lagerfeuerklischees abgleiten lässt. 2014 wurde das
Album „atome“ von Wolfgang Schlögl final abgemischt. 2015 ziehen bunte
Flugdrachen und 9 Songs in die Stadt der Aufmerksamkeit, die sich durch
den schwachen Schein am Horizont erahnen lässt. Alles in Atomen gefangen
- wie neu im Purpur-Regen stehen.
quelle: http://www.hoanzl.at/atome.html

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