A Wunda (1990)
A Wunda
Jazz Gitti & Her Disco Killers - Hoppala (1991)
Hoppala
Jazz Gitti & Her Disco Killers - Kränk di net (1991)
Kränk di net
Jazz Gitti & Her Disco Killers - Alles Pico Bello (1993)
Alles Pico Bello
Jazz Gitti & Her Disco Killers - Ich will keine Schokolade (1994)
Ich will keine Schokolade
Jazz Gitti & Her Disco Killers - Der nackte Hammer (1995)
Der nackte Hammer
Appetit auf di (1998)
Appetit auf di
Es geht immer Bergauf (2003)
Es geht immer Bergauf
Die Liebe meines Lebens (2004)
Die Liebe meines Lebens
Meine wahren Memoiren (2006)
Meine wahren Memoiren
Ob heit moch i nur wos i wü (2007)
Ob heit moch i nur wos i wü
Pures Leben (Best Of 01) (2009)
Pures Leben (Best Of 01)
Männertraum (2011)
Männertraum
Sensation (Best Of 02) (2014)
Sensation (Best Of 02)
Gib net auf (2016)
Gib net auf
Jazz Gitti (eigentlich Martha Margit Butbul, geborene Bohdal; geb. am 13. Mai 1946 in Wien) ist eine österreichische Musikerin, Sängerin und Geschäftsfrau.
Jugend:
Gittis
Mutter war Jüdin und wurde durch Gittis katholischen Vater vor der
Deportation bewahrt. Nach dem Krieg betrieben die Eltern ein Konsum-Kaufhaus und gelangten so zu einem beachtlichen Vermögen. Ihre einzige Tochter wuchs im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt
in behüteten Verhältnissen auf. Schon als Kind wurde Martha nach einer
Tante ihrer Mutter „Gitti“ gerufen, früh entdeckte sie ihre Leidenschaft
für den Gesang.
Nachdem sie mit 14 Jahren ihre Mutter aufgrund der Folgen einer Zuckerkrankheit verloren hatte, besuchte Gitti ihren nach Israel
ausgewanderten Onkel. Ihr Vater eröffnete in der Zwischenzeit ein
Kaffeehaus („Espresso Gitti“) am Mexikoplatz, das Gitti (auf Wunsch
ihrer verstorbenen Mutter) als Lebensgrundlage dienen sollte. Ab ihrer
Rückkehr arbeitete sie in diesem Gastronomiebetrieb. Mit 16 Jahren
gewann sie einen der damals populären Jugendgesangswettbewerbe mit dem
Schlager „Es geht die Lou lila…“. Daraufhin wurde ihr ein Plattenvertrag
versprochen, man wollte aus Gitti wegen ihrer lustigen Art und ihrer
Körpermasse eine zweite Trude Herr
machen. Doch anstatt eine Gesangskarriere zu starten, entschloss sich
Gitti dazu, Österreich zu verlassen, weil das Verhältnis zu ihrem Vater
immer schlechter wurde.
1962 zog sie nach Haifa
in Israel, wo sie sich zunächst als Kellnerin durchschlug. Im Januar
1965 heiratete sie einen marokkanischen Juden und bekam im November 1965
ihr einziges Kind, Tochter Shlomit. Shlomit ist heute Schauspielerin
und Sängerin, sie machte Jazz Gitti auch zur dreifachen Großmutter. In
Israel verdingte sich die spätere Sängerin und Entertainerin
größtenteils als Putzfrau, da ihr Ehemann spielsüchtig war und nur wenig
zum Familieneinkommen beitrug. Später machte sie eine Ausbildung zur
Spezialköchin für Frachtschiffe und jobbte als Eisverkäuferin. Im Juni
1971 kehrte sie mit ihrem Kind nach Österreich zurück und ließ sich
scheiden. Nachdem „ihr“ Café am Mexikoplatz verkauft und vom Erbe der
Mutter nichts mehr übrig war, arbeitete Jazz Gitti zunächst als
Kellnerin im Café Alt Wien.
Danach arbeitete sie zwei Jahre lang als Kellnerin im Lokal „Jazz
bei Freddy“. Nach einem Intermezzo als Versicherungsvertreterin
pachtete sie 1973 das „Café Zuckerl“ auf der Heiligenstädter Straße.
Nach einem Jahr wollte der Hauseigentümer das gutgehende Lokal selbst
nutzen und Gitti eröffnete 1974 in der Probusgasse im 19. Bezirk
den „1. Wiener Jazz Heurigen“. Zu dieser Zeit bekam sie auch ihren
Spitznamen „Jazz Gitti“, da sie in ihren Lokalen immer öfter zum
Mikrofon griff und Gesangsnummern zum Besten gab. Später eröffnete sie
„Gittis Jazz Club“ am Bauernmarkt in einem Abrissgebäude. Das Lokal
wurde 1979 geschlossen, als das Haus endgültig abgerissen wurde. „Gittis
Jazz Club“ (1980) auf der Seilerstätte war das Folgelokal, das ebenso
legendär wurde, aber in Konkurs ging. Zuvor war Gitti von Stefan Weber,
dem Bandleader von Drahdiwaberl, angesprochen worden, ob sie nicht bei einigen Auftritten der Skandalrocker mitwirken wollte.
Der Anfang:
Von 1980 bis etwa 1983 überzeugte sie als Naturtalent in zahlreichen Drahdiwaberl-Gigs.
Aus dieser Zeit stammen ihre ersten Singles wie z. B. „Hey du“, mit der
sie bis in die österreichische Endausscheidung für den „Grand Prix Eurovision“
vorstieß. Anschließend konzentrierte sie sich ganz auf die Musik und
gründete ihre erste Band: „Jazz Gitti & her Discokillers“. Damit
schaffte sie sich einen beachtlichen Ruf als Sängerin in Österreich und
Deutschland.
Der Durchbruch:
Mit
ihrem ersten Album „A Wunda“ legte sie den Grundstein ihrer Musik in
Österreich. Eine ihrer bekanntesten Singles („Kränk di net“) befindet
sich auf diesem Album. Auch die Alben „Hoppala“, „Nimm’s leicht“, „Alles
pico bello“, „Jazz Gitti Gold“, „Made in Austria“, „Bergauf“ und „Die
Liebe meines Lebens“ waren erfolgreich.
Der Erfolg:
Im Jahr 1991 bekam sie den World Music Award aus den Händen von Cliff Richard. Ein Jahr später erhielt sie die silberne Trophäe in der Rubrik Satire-Serie für ihre Serie „Tohuwabohu“, die im ORF
zu sehen war. Trotz dieses Erfolgs gab sie ihre Verbindungen zur Musik
nicht auf. Ihr Erfolg, sagt sie, habe keinen Grund. Weiters hatte Jazz
Gitti einige Auftritte, z. B. bei der Satire-Comedy-Sendung Wir sind Kaiser oder der Samstagabendshow Musikantenstadl, mit Andy Borg.
2016 nahm sie an der 10. Staffel der ORF-Show Dancing Stars teil und erreichte mit ihrem Tanzpartner Willi Gabalier den fünften Platz.
Privat:
Ihre Tochter ist die in Eisenstadt lebende Schauspielerin und Sängerin Shlomit Butbul.[1] Jazz Gitti lebt in Leobendorf (Bezirk Korneuburg, Niederösterreich).















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