Musik für die Massen
Depeche Ambros ist ein österreichisches Musikprojekt von Clemens Haipl, Peter Zirbs, Peter Pansky und Hannes Duscher.
Es kombiniert zwei konträre Musikrichtungen der 1980er, nämlich das Liedgut des Austropop, wie Wolfgang Ambros oder S.T.S., mit den Sounds und der Klangästhetik des 80er-Synthpops à la Depeche Mode.
Bewusst auf Austropop hat man sich nicht festgelegt, es war aber einfach
eine praktische Methode, Songs, die es "eh schon gibt", umzumodeln.
Ohnehin ist man dem Begriff "Austropop" gegenüber ein wenig skeptisch,
"das heißt doch nur, dass man auf Deutsch mit österreichischem Idiom
singt", so Haipl. "Nachdem wir Kinder der 80er sind, war uns schon
damals der Sound einfach zu unmodern", erklärte Zirbs den scheinbar
schon lange gehegten Wunsch zur Erneuerung der seit rund fünf Jahren
tätigen Band. "Eigene Rezepte zu erfinden ist ein größerer Aufwand -
wir haben die fertigen genommen und neu interpretiert", sah Haipl auch
einen Zusammenhang mit der Küchenkultur. "Wir wollten es uns aber nicht
einfach machen, denn Depeche Ambros ist auch eine Aufarbeitung der
Kindheit. Nur Austropop zu singen hätte mich nicht interessiert", nannte
Zirbs sein Motiv. Mit 40 dürfen ihm nun diese Songs auch gefallen, weil
sie jetzt endlich so klingen würden, wie sie sollten. Mit dem Resultat,
dass man auf Radio Wien und FM4 gleichzeitig die Neuinterpretation von
"Da Hofa" hören könne.
"Musik für die Massen" wurde aber auch schon jenseits der Landesgrenzen
wahrgenommen und fand im Online-Portal des Musikmagazins "Rolling Stone"
Erwähnung. "Mir als Beatles-Fan tut mir das schon in der Seele weh",
kommentierte Haipl diesen grundsätzlich erfreulichen Umstand. Beim
Covern allein wird es nicht bleiben, denn inzwischen sind auch eigene
Depeche-Ambros-Songs in Arbeit.

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