Ohne Übertreibung: Rudy Pfann ist eine
Legende der oberösterreichischen Musikszene. Der Helfenberger
präsentiert seine Solo-CD "Geboren im Sumpf".
Ob mit Austria Knochenschau, Eela Craig oder The
Big Easy – mit seinen Combos prägte der gebürtige Helfenberger die
heimische Kreativszene nachhaltig. Und das über vier Jahrzehnte. Jetzt
legt der Schlagzeuger und Entertainer mit "Geboren im Sumpf" sein
viertes Solo-Album vor. "Es ist ein Best-of-Album voller Songs, die sich
in den vergangenen zehn, 15 Jahren so angesammelt haben", sagt Pfann im
OÖN-Gespräch.
Viele der 15 Lieder finden sich seit Jahren auch
in Pfanns Live-Repertoire und genießen längst Kultstatus. So etwa
"Susanne Quast", seine lässige Version des ewigen
Dale-Hawkins-Klassikers "Suzie Q", oder auch der Titelsong, eine
kongeniale Übersetzung des CCR-Evergreens "Born On The Bayou".
Dazwischen finden sich auf "Geboren im Sumpf" Ausflüge in den Pop, die
echte Volksmusik und in die Welt des Regionalschlagers. Musikalische
Berührungsängste kennt Pfann, der eigentlich aus dem Jazz kommt, keine:
"Ich will mich einfach nicht beschränken. Ich bin einer, der nirgends
daheim ist."
Ein großer Schuss Nostalgie
Musikalisch mag der Joe-Zawinul-Fan zwar einer
gewissen Heimatlosigkeit frönen, seine Texte sprechen aber eine gänzlich
andere Sprache. Da darf ein großer Schuss Nostalgie und
Heimatverbundenheit nicht fehlen. In Stücken wie "Die kleine Brücke von
Helfenberg", "Wenn es ein Begräbnis gab" oder "Beat Band" lässt Pfann
das Mühlviertel seiner Kindheit vor dem inneren Auge des Hörers wieder
auferstehen. Moped, Bauernschmaus und vollbusige Wirtin inklusive.
"Diesen Nostalgievogel habe ich schon lange und lebe ihn voll aus. Alle
Songs sind autobiografisch." Lachender Nachsatz: "Zum Glück habe ich
alles selbst erlebt. Denn sonst könnte ich mir die Texte ja gar nicht
merken."

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