Sonntag, 3. Mai 2020

Hary Wetterstein - Ev'ry Night (1988)

Ev'ry Night

Seit 1965 Jahren darum bemüht, seine Musik zu finden und weiterzuentwickeln, ist er diesem Ziel schon näher gekommen, ohne sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben.
Anfangs als Gitarrist in diversen Schulbands, gelingt es bald mit der Formation „Jesus h.c.“ und dem Sänger Walter Frey, gemeinsam mit den Bands „Gipsy Love“ mit Karl Ratzer und der Kultband „Nowaks Kapelle“, lokale Berühmtheit in der damaligen Wiener Untergrund-Szene zu erlangen.
Auch für die nachfolgende Gruppe „INRI“, hier als Bassist,
(wieder ein für damalige Zeiten skandalöser Bandname, mit Fritz Steiner-Gitarre/Gesang, Harald Pierron-Klavier und Anton Griebaum-Schlagzeug) gibt es genügend Engagements im Wiener Raum (Camera, Voom-Voom, Konzerthaus, Rockzirkus) um für die Schule wenig Zeit zu „verschwenden“, trotzdem gelingt der Abschluss der „Grafischen“, zeitgleich mit Schulkollegen wie Ambros, Prokopetz, Helnwein und Roncali-Paul.

Danach kommt eine 7-jährige Periode
der Wanderschaft, Studien- und Forschungsreisen in alle Himmelsrichtungen, Skandinavien, Afrika, Indien und USA. Blues und Sitar-Musik erhalten besondere Aufmerksamkeit.

Zwischendurch (1974) auch als Bassist bei der
„Roland Neuwirth-Bluesband“ tätig.
Zurückgekehrt nach Wien, voller neuer Erfahrungen, folgen kreative Jahre (zwischen 1979 und 1986). In avantgardistischen Bandprojekten wie „Traumtanz“, „MomentMusik“ und „Ent-Art-Orckesta“, werden die ersten eigenen Kompositionen vorgestellt. Nebenbei noch Live-Vertonung von Stummfilmen, Leitung von Workshops und als Bassist bei „Stormy Monday Blues Band“ zu hören.
Dann ab 1986, zurück zu den Roots - dem Blues und der Ethno-Musik, entwickeln sich professionellere Projekte, wie „Die Gumpendorfer Buam“ und der „Wetterstein Band“, die schon über österreichische Grenzen hinaus aktiv werden. Es gibt Einladungen nach Holland, Deutschland, Griechenland, der Schweiz und anderen Ländern. Es entsteht die erste Plattenproduktion „Ev’ry Night“, mit nur eigenen Titeln. (Extraplatte 1987)
Ab 1990 folgt eine Zeit des pausenlosen Tourens als Bluesmusiker, meist Solo oder mit lokalen Musikern im Konzert. Bereist werden die mitteleuropäischen Länder in der warmen Jahreszeit und im Winter Griechenland (1990) und dann Spanien, das sich als Land der Gitarre besonders anbietet.
Weitere Produktionen werden realisiert, eine LP in Andalusien mit Cambaya Records und spanischen Musikern, danach die
CD „On Transit“  (Extraplatte 1996)
1995 entstehen die ersten Lieder in deutscher Sprache, speziell das wienerische eignet sich vorzüglich für neue Blueslieder.
CD „Wiena Bluas“ (Extraplatte 1997)
Nach der mehr als 12 Jahre dauernden Reise durch und mit dem Blues bis Ende 2002, bietet sich Wien wieder als zentraler Startplatz für die nächste Schaffensperiode an.
Die Wetterstein-Musik hat sich zu einer persönlichen Mischung von R&B, Ethno und neuen Liedern entwickelt.

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