Nur spül'n
Elemente aus Punk, Blues, Pop und Jazz vermischen sich mit erdigem Rock n
´Roll zu energiegeladenen Songs, die sich der Einordnung in ein Genre
mit Vehemenz verwehren. Entgegen dem Zeitgeist „dem Publikum einfach
eine schöne Zeit zu bereiten“ und entgegen dem Trend, sich vor allem mit
sich selbst und der eigenen Innensicht auseinander zu setzen,
transportieren die Songs von PompaDur eine klare Haltung. Mit viel Witz
und Ironie werden unbequeme Themen angesprochen, denn - so PompaDur:
Zurückhaltung ist das Privileg der Gerechtigkeit und die - so scheint es
- ist weltweit eine bedrohte Spezies, die es zu verteidigen gilt! Die
Geschichten, die erzählt werden, sind jedoch nicht nur der Phantasie
entsprungen, sondern wurzeln in der beruflichen Vergangenheit der
Texterin und Sängerin Tina Hartig: Die Juristin und Wirtschaftsprüferin
verarbeitet in ihren Songs 20 Jahre der unmittelbaren Begegnung mit der
Gier und dem Spiel um Macht und Einfluss, viele der besungenen
Charaktere sind ihr tatsächlich begegnet und nicht immer hat die
Wahrheit Regie geführt oder gar das „Gute“ über das „Böse“ gesiegt in
den Gerichtsprozessen, die die Wirtschaftsjuristin selbst mit erlebt
hat. Für eine, die dennoch an die Gerechtigkeit glaubt, verbleibt das
Schreiben von Liedtexten als logische Konsequenz, um nicht wie so viele
in ihrem Beruf dem Zynismus und/oder der einen oder anderen Droge - und
wenn sie auch nur Lethargie heißt - zu verfallen.
Für die
vielschichtige musikalische Umsetzung von PompaDur zeichnen die
Musikprofis Andy Abraham und Nico Bernhardt verantwortlich. Ihnen ist es
zu verdanken, dass die lyrische Systemkritik von Tina Hartig nicht nur
im Kopf, sondern auch im Herzen ankommt.

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