42 Songs (2001) (3 CD)
Schon in den 1990er Jahren hatte Michael Köhlmeier (u.a. gemeinsam mit
Reinhold Bilgeri) wieder angefangen Musik zu machen, und so wurden bald
Pläne für ein neues Album mit Songs geschmiedet. Als das geplante Album
im Jahr 2001 schließlich in der EditionEss bei Musikladen Records
erschien, war aus der CD eine Box mit gleich 3 CDs geworden. 42
Geschichten in 42 Songs. Aufgenommen und produziert in seiner
Vorarlberger Heimat mit dem altbekannten Team rund um Armin Egle und
Charly Bonat und mit der Musikladen-Legende Josef Ess als Executive
Producer dahinter.
Die 3-CD-Box enthält drei thematisch gegliederte
CDs ("Jugend", "Himmel", "Kaffee und Zigaretten") mit jeweils 14 Songs
sowie ein Booklet mit Fotos und sämtlichen Liedtexten in Vorarlberger
Mundart und hochdeutscher Übertragung.
12 Lieder Nach Motiven Von Hank Williams (2008)
12 Lieder Nach Motiven Von Hank Williams
Michael Johannes Maria Köhlmeier (* 15. Oktober 1949 in Hard, Vorarlberg) ist ein österreichischer Schriftsteller.
Michael Köhlmeier ist das zweite Kind des Journalisten Wise Köhlmeier und dessen Frau Paula Köhlmeier, geb. Könner.[1]
Er besuchte von 1963 bis 1970 das humanistische Gymnasium in Feldkirch,[1] von 1970 bis 1976 studierte Michael Köhlmeier Politikwissenschaft und Germanistik in Marburg an der Lahn. 1976 schloss er das Studium mit dem ersten Staatsexamen und einer Arbeit über den Austrofaschismus ab. Von 1977 bis 1980 betrieb er ein Zweitstudium der Mathematik und Philosophie in Gießen.[2]
Er wurde ab Anfang der 1970er Jahre mit Hörspielen im Österreichischen Rundfunk (Like Bob Dylan, Drei im Café spielen, Das Anhörungsverfahren) und mit kürzeren Prosatexten als Schriftsteller bekannt (erste Auszeichnung: Rauriser Förderungspreis für Literatur 1974). 1972 gründete er zusammen mit dem Musiker Reinhold Bilgeri das Duo Bilgeri & Köhlmeier. Mit dem Lied Oho Vorarlberg
verzeichnete das Duo 1973 einen Erfolg in Österreich. Das Duo war sehr
erfolgreich – pro Auftritt nahm jeder 30.000 Schilling ein.[1][1]
Seit Anfang der 1980er Jahre ist ein umfangreiches Romanwerk entstanden, neben einer Vielzahl von kürzeren Texten und feuilletonistischen Beiträgen. Seine Romane sind zum Teil auch als Hörbücher erschienen, darunter Madalyn, gesprochen von Jürgen Uter, und Nachts um eins am Telefon, das von Köhlmeier selbst gesprochen wurde und sich auf der hr2-Hörbuchbestenliste platzierte.
Erfolgreich waren seine vom Radiosender Ö1 ausgestrahlten freien Nacherzählungen antiker Sagenstoffe und biblischer Geschichten, die später auch in CD-Editionen und als Bücher erschienen sind. Von 2007 an wurde auf BR-alpha die 80-teilige Sendereihe Mythen – Michael Köhlmeier erzählt Sagen des klassischen Altertums ausgestrahlt, in welcher er griechische Sagen frei nacherzählt. Ebenfalls 2007 wurde auf demselben Fernsehsender die 42 Folgen umfassende Serie Köhlmeiers Märchen
mit freien Nacherzählungen bekannter, aber auch selten gedruckter
Märchen gezeigt. Seiner Faszination für die geheimnisvolle Gattung der
Märchen hat Köhlmeier ein Buch mit dem Titel "Von den Märchen: Eine
lebenslange Liebe" gewidmet, das im Jahr 2018 erschienen ist. In einem
Interview mit dem Haymon Verlag betont der Schriftsteller die Aktualität
und Wichtigkeit der Märchen: "Ich glaube, ich bin ja der Überzeugung,
dass im Kern von jeder guten Geschichte, jeder guten Geschichte, ob es
ein Roman ist, ob es eine historische Geschichte ist – jede historische
Geschichte wird uns aufbereitet, die Geschichte ist erst dann
Geschichte, wenn sie erzählt wird – im Kern einer jeden Geschichte sitzt
ein Märchen. Davon bin ich überzeugt."[3]
Seine Werke wurden u. a. ins Englische,[4] Französische, Griechische, Koreanische, Rumänische, Slowenische, Spanische und Türkische übersetzt.
Für die Gruppe Schellinski schreibt er seit 2004 Liedtexte in Vorarlberger Mundart. Von 2007 bis 2012 moderierte er regelmäßig die Diskussionssendung Club 2 auf ORF 2.
1981 heirateten Michael Köhlmeier und die Schriftstellerin Monika Helfer, sie haben vier Kinder. Die Tochter Paula Köhlmeier verunglückte 2003 im Alter von 21 Jahren tödlich. Ihren Tod arbeitete Köhlmeier in der 2008 erschienenen Erzählung Idylle mit ertrinkendem Hund auf.
Köhlmeier bezieht regelmäßig Stellung zu politischen Themen. So zeigte er im Jahr 2014 den damaligen FPÖ-Europaabgeordneten Andreas Mölzer wegen Verhetzung an.[5]
Im Jahr 2018 sorgte er für Schlagzeilen, als er im Parlament im Zuge
eines Akts zum Gedenken an verfolgte Juden die regierende FPÖ heftig für
ihren Umgang mit Antisemitismus angriff.[6][7][8] Köhlmeier kritisierte die FPÖ, weil sie „nahezu im Wochenrhythmus naziverharmlosende oder antisemitische oder rassistische Meldungen“ abgebe und den Namen George Soros für Verschwörungstheorien und Klicks im Netz missbrauche.[9]
Mit der Aussage „Es hat auch damals schon Menschen gegeben, die sich
damit brüsteten, Fluchtrouten geschlossen zu haben“ stellte Köhlmeier
einen Bezug her zum Verhalten der europäischen Staaten und der USA
angesichts der anschwellenden Flüchtlingsströme nach dem Anschluss Österreichs und der Konferenz von München.[10] Köhlmeier richtete an die österreichische Zivilgesellschaft den Appell, Anti-Islamismus nicht mit Philosemitismus zu begründen. Während FPÖ und ÖVP erbost auf die Rede reagierten, bekam Köhlmeier Anerkennung von SPÖ und Grünen.[11]
Michael Köhlmeier lebt als freier Schriftsteller in Hohenems und Wien. Das Leben in der Provinz habe er nie als Problem empfunden, erklärte er in einem Interview in den Salzburger Nachrichten
auf die Feststellung, er arbeite abseits der großen literarischen
Zentren: „Im Alter der Informationsüberflutung, im Jahrhundert der
Massenkommunikation gibt es den Begriff der Provinz nicht mehr in der
Form wie im 19. Jahrhundert. Wenn ich mir die Ringstraße anschauen will,
fahre ich halt nach Wien.“[12]


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