Dienstag, 7. Januar 2020

SIR TRALALA (David Hebenstreit)

 Escaping Dystopia (2009)
 Escaping Dystopia


Sein Alter Ego, Sir Tralala, erfand der Kärntner David Hebenstreit um 2004. Rasch machte er mit irrsinnigen Konzerten und einem wirren Elektronikalbum auf sich aufmerksam. Höhepunkt seines Debüts war eine unter die Haut gehende Interpretation von Nick Caves „Mercy Seat“. Mit dem zweiten Album „Escaping Dystopia“ festigt er nun seine Stellung als großer Individualist und Exzentriker der Wiener Szene.
Den Krach, das Psychotische hat er nach hinten gerückt. Er pendelt zwischen Größenwahn, etwa beim zehnminütigen Laptop-Orchester von „The Kiss Could Tease“, und berührenden Momenten, allen voran dem eindringlichen Titelstück. Er zitiert Schubert („Das Heidenröslein“) – und lässt gleich darauf die Gitarre aufschreien. Kurz: Er macht, was er will und wie er es will, schwimmt gegen alle Ströme. Dass dabei dennoch einige prächtige Popsongs herausgekommen sind, macht das Album noch lohnenswerter.

 Sir Tralala - Bound (2010)
 Bound

 Flying Objects, They Don`t Have a Brain... (Remastered 2013)
  Flying Objects, They Don`t Have a Brain...

Echt gute böse Lieder (2018)
Echt gute böse Lieder

DAVID HEBENSTREIT aka SIR TRALALA hat Musik für Film und Theater gemacht und als Produzent unter anderem mit VOODOO JÜRGENS früherer Band DIE ETERNIAS zusammengearbeitet. Nun legt er mit „Echt gute böse Lieder“ (Schallter) ein neues Album vor. Im Gespräch mit Jürgen Plank erzählte DAVID HEBENSTREIT, in welcher Weise er sich mit traditioneller Countrymusik auseinandergesetzt hat und wie der Wirt JOSEF HELM am Album mitgewirkt hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen