Dienstag, 8. September 2020

In Memoriam WILFRIED (Scheutz) ( 24. Juni 1950 in Goisern, Oberösterreich; † 16. Juli 2017 in Lilienfeld, Niederösterreich)

Der in Bad Goisern geborene Musiker, Sänger, Komponist und Schauspieler Wilfried Scheutz ist am späten Sonntagabend, 16.7., gestorben. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" Montagfrüh in ihrer Online-Ausgabe. Der Songwriter, Schauspieler und Sänger erlag einer Krebserkrankung.
Austropop:
Seit den 70er-Jahren war Wilfried Scheutz (67) ein Fixstern am Austropop-Himmel. Mit Hits wie Ziwui, Ziwui oder Highdelbeeren sicherte er sich seinen Platz in Österreichs Musikgeschichte. Bis zuletzt tourte der aus Bad Goisern stammende Musiker durchs Land.
Vielseitig:
Der aus Bad Goisern stammende Sänger war ein vielseitiger Künstler. In den 1970er Jahren war er Teil der EAV, 1988 vertrat er Österreich beim "Song Contest". In den 1980er Jahren war Wilfried in zahlreichen TV Produktionen zu sehen und als Werbesprecher tätig. Seit 1991 trat er im Rahmen einiger Festspiele u.a. gefeiert als Liliom auf. 2008 veröffentlichte er ein erstes Buch mit Kurzgeschichten und Lebensweisheiten. Gemeinsam mit seiner Frau führte er ab 2009 die Gaststätte "Vereinsmeierei".
Letztes Werk
Im Österreich-Talk im Mai 2017 sagte der Sänger „Vor der Operation habe ich mir Gedanken über den Tod gemacht. Da ist mein Leben an mir vorübergezogen. Aber jetzt habe ich keine Angst mehr, denn ich lebe bereits auf Kosten des Schicksals. Das ist die Zugabe. Ein Geschenk des Himmels!“ Wilfried Scheutz (67) feierte trotz Krankheit („Ich habe keinen Gehirntumor, sondern Metastasen im Kopf“) sein starkes Comeback mit der CD "Gut Lack" die am 16. Juni 2017 erschienen ist.
Quelle oe24.at

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Wilfried Scheutz - The Crazy Baby (1974)
The Crazy Baby

 Wilfried (1974)
Wilfried

Nights In The City (1979)
Nights In The City

 Make Up (1980)
 Make Up

 Ganz normal (1981)
Ganz normal

 Wunschkonzert (1982)
Wunschkonzert

Wilfried & Die Fische - Live In Salzburg 1983
Live In Salzburg

Ja (1983)
Ja

Sehr Sehr Arg (1984)
Sehr Sehr Arg

Ganz oder gar net (1985)
Ganz oder gar net

Nachts in der City (LIVE) (1986)
Nachts in der City (LIVE)

Leicht (1987)
Leicht

Feuer auf dem Dach (1988)
Feuer auf dem Dach

Berg und Tal (1990)
Berg und Tal

Der weiche Kern (1990)
 Der weiche Kern

Gemma (MP3 Album) (1992)
Gemma (MP3 Album)

 Katerfrühstück (1994)
 Katerfrühstück

Wilfried Scheutz - Buchstaben Blues (2008)
Buchstaben Blues

 Tralalala & Best Of 1974-1992 (Limited Edition) (2012)
Tralalala & Best Of 1974-1992

 Wieder Da! Das Live Album (2013)
 Wieder Da! 

Gut Lack (2017)
Gut Lack

Non Lp Singles 1973-78 (Selfmade)

Non Lp Singles

Wilfried, eigentlich Wilfried Scheutz (* 24. Juni 1950 in Goisern, Oberösterreich; † 16. Juli 2017 in Lilienfeld, Niederösterreich[1]), war ein österreichischer Sänger, Songwriter und Schauspieler. 
Karriere
Seine Schulzeit verbrachte er in Bad Goisern und Gmunden. Mit 19 Jahren ging er nach Graz, um zu studieren. Wenig später begann seine musikalische Karriere. Als in den 60ern Rockmusik die Welt eroberte, gründete er mit 14 Jahren seine erste Band, die The Provos. 1970 zog Wilfried nach Graz und startete von dort aus seine musikalische Karriere. Zuerst spielte er als Bassist bei Moses, sang er auf „Sad Song/Mexican Dessert“, der letzten Single der Grazer Hardrock-Gruppe Hide & Seek. Danach folgte noch ein kurzes Gastspiel bei der französischen Rockgruppe Escape. 1972 qualifizierte er sich für die „Show-Chance 1972“ durch die Vorentscheidung in Bruck an der Mur. Dort sang er seinen Song Come Brother, der erst 2008 auf seiner CD "BuchstabenBlues veröffentlicht wurde. 1973 veröffentlichte er Ziwui Ziwui, eine rockige Neuinterpretation eines Innsbrucker Vogelfängerliedes.[2] Durch diesen Titel, wie auch unter anderem seine Hardrockversion des Kufsteinliedes, gilt er als früher Wegbereiter der Neuen Volksmusik. Sein musikalisches Schaffen umfasst allerdings auch zahlreiche andere Genres, von Blues über Rock bis zu eigenwilligen Popsongs wie Orange und Highdelbeeren. Seine größten Erfolge, zu denen auch Lauf Hase, lauf zählt, feierte er in den 1970er- und 1980er-Jahren, was ihn zu einem der bekanntesten Vertreter des Austropops machte, von dem er sagte:
„Dieser Begriff ist in Wahrheit nur irgendeine Schublade. Der Unterschied zwischen mir und Ambros, zwischen Hubert und Danzer ist doch so groß wie zwischen Lauffen und Kentucky.“[3]
1974 war er mit der Crazy Baby Band unterwegs, die sich nach seiner ersten Platte Crazy Baby benannte. Während dieser Tour bekam Wilfried große Probleme mit seiner Stimme, die ihn einige Zeit außer Gefecht setzten. Von 1978 bis Mitte 1979 war Wilfried Sänger der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV). Er ist auf dem Debütalbum 1. Allgemeine Verunsicherung zu hören und war mit der Band auch auf Tour. Da die EAV seinerzeit keinen eigenen Plattenvertrag hatte, wurde das Album über seinen Plattenvertrag bei EMI veröffentlicht. Umgekehrt wurden einige seiner Lieder von Thomas Spitzer von der EAV getextet. Eine Topplatzierung in den Hitparaden erreichte er Mitte der 1980er Jahre mit seinem Lied Südwind. Einen seiner größten kommerziellen Erfolge feierte er 1987 mit Album und Single-Auskopplung Ikarus, das drei Monate in den österreichischen Charts gelistet war, mit Platz 6 als Höchstplatzierung. Wilfried hatte keinen Nummer-eins-Hit, aber zahlreiche Top-Platzierungen in den österreichischen Charts. Er war einer der vielseitigsten Musiker, spielend zwischen Stilen wechselnd. Große Hits waren Mary, Oh Mary (1973) auf Platz 3, Ziwui, Ziwui (1974) auf Platz 6 oder Lass mi bei dir sei (1984) auf Platz 12.
1988 vertrat er Österreich mit Lisa Mona Lisa beim Grand Prix d’Eurovision de la Chanson; mit 0 Punkten belegte er den letzten Platz aller 21 Teilnehmer. Wilfried gab an, dass die politische Lage (die Waldheimaffäre von 1987 war noch frisch im Gedächtnis) das Abschneiden der österreichischen Delegation in Dublin beeinflusst hätte („anspucken“ hinter der Bühne, „ausweichen“ von anderen wenn „die Österreicher“ kamen). Der Musikakt wurde, laut Wilfrieds Einschätzung, de facto politisch und nicht musikalisch bewertet, was nicht entschuldigend gemeint war, da er zu seiner Erfahrung stand.[4] Nebenbei betätigte er sich immer wieder als Schauspieler in Theater und Film. So spielte er Anfang der 1990er Jahre in der Fernsehserie Die Leute von St. Benedikt die Rolle des Walter Lehner und war Sprecher in Werbespots (z. B. 1987 „Der Unterschied ist Köck“).
1991 holte ihn Felix Dvorak zu seinen Berndorf-Festspielen, wo er, neben Hans Holt und Daniela Markus, in der Titelrolle von Molnárs Liliom reüssierte. Es folgten viele Auftritte als Schauspieler unter der Regie von Elfriede Ott bei den Maria Enzersdorfer Festspielen.
1996 gründete er die A-cappella-Gruppe 4Xang. Im Frühsommer 2000 startete er gemeinsam mit 4Xang die Jubel, Trubel, Heiserkeit-Tour anlässlich seines 50. Geburtstages. Premiere war traditionellerweise im K. u. K. Hofbeisl in Bad Ischl, da er dort seine ersten musikalischen Gehversuche als Künstler absolviert hatte. 2010, nach 14 Jahren und ca. 1.500 Auftritten im gesamten deutschsprachigen Raum, löste sich die Gruppe 4Xang auf. Das letzte Konzert der Jubel, Trubel, Heiserkeit-Tour wurde anlässlich seines 60. Geburtstages, am 26. Juni 2010 im Pressbaumer Center gegeben.[5]
Wilfried nannte sich nun Wilfried Scheutz[6] und trat als Duo wahlweise mit Orges Toçe (Gitarre) oder Heinz Jiras (Keyboard) mit den Programmen WillBlues bzw. BuchstabenBlues auf.
2008 erschien sein erstes Buch BuchstabenBlues, in dem er Kurzgeschichten, Gedichte und Lebensweisheiten zusammenfasst, die von einer Foto-Lebensgeschichte begleitet werden.[7]
2009 gründete er mit Hanibal Scheutz (Kontrabass), Gerd Schuller (Keyboard) und Gerald Schuller (Schlagzeug) die Jazzformation „Fathers’n’Sons“ und eröffnete mit seiner Frau die Gaststätte „Vereinsmeierei“.
Anfang 2011 stellte er mit seinem Sohn Hanibal Scheutz eine neue Rockband zusammen, die „Neue Band“, in der auch Orges Toçe (Gitarre), Heinz Jiras (Keyboard), Carlos Barreto-Nespoli (Bass) und Christian Eberle (Schlagzeug) mitwirken. Die Band spielt Hits von Wilfried Scheutz, die von Hanibal Scheutz neu arrangiert und der Neuen Band interpretiert wurden. Der erste Auftritt fand beim Grazer Stadtfest im Juni 2011 statt.
2011 setzte er seine Schauspielkarriere fort; in Der Watzmann ruft! übernahm er die Ambros-Rolle des Erzählers.[8]
Ende November 2012 erschien sein Comeback-Album Tralalala, das mit der Formation „Neue Band“ aufgenommen wurde. Gleichzeitig erschien beim gleichen Label auch die Kompilation Best of 1974–1992.
Im August 2016 spielte er die Hauptfigur ‚Chuck‘ in Tankstelle der Verdammten von Georg Ringsgwandl in der Fassung von Thomas Maurer im Stadtsaal in Wien.[9] Im Juni 2017 erschien ein neues Studio-Album mit dem Titel Gut Lack. Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass er für das Musical Liebe Hoch 16 die Texte geschrieben hatte.
Am 16. Juli 2017 starb Wilfried im Alter von 67 Jahren an Krebs.[10]
Im Rahmen der Amadeus-Verleihung 2018 wurde er posthum für das Lebenswerk geehrt.[11]







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