Alf Poier & die obersteirische Wolfshilfe - Himmel Arsch & Gartenzwerg (1997)
Himmel Arsch & Gartenzwerg
Zen (1999)
Zen
Alf singt die schönsten Lieder mit Band (2002)
Alf singt die schönsten Lieder mit Band
Lustige Lieder der Traurigkeit und Not (2005)
Lustige Lieder der Traurigkeit und Not
Alf Poier (* 22. Februar 1967 in Judenburg, Steiermark; eigentlich Alfred Poier) ist ein österreichischer Kabarettist, Maler und Liedermacher.
Alf Poier besuchte die Volksschule in Sankt Peter ob Judenburg. Anschließend absolvierte er die Handelsakademie
in Judenburg mit positivem Abschluss 1987. Bis 1995 verrichtete er sehr
unterschiedliche Arbeiten. Daneben war er Laufsportler; so nahm Poier
1988 an den Berglauf-Weltmeisterschaften in Keswick
(Großbritannien) als Läufer am Kurzstreckenwettbewerb (10 Kilometer
Streckenlänge) teil, wo er den 21. Platz unter 50 Teilnehmern belegte.[1]
Er stellte sich, wie er später in einem Interview meinte, nach zehn
Jahren "jobben" die Frage, ob acht Stunden täglich am Computer zu sitzen
der Sinn des Lebens sei. Danach habe er in einer Höhle gelebt, viel
meditiert und sich intensiv mit Psychologie und Mystik
befasst. Eine gewonnene Erkenntnis sei, dass das Denken eine Geißel der
Menschheit wäre und dies die meisten Probleme verursache.
1995 hatte Poier seinen ersten Kabarettauftritt beim Grazer Kabarettwettbewerb Kleinkunstvogel. Er erreichte den zweiten Platz. Im darauffolgenden August präsentierte er sein erstes Programm Himmel, Arsch & Gartenzwerg. Nachdem er es unzählige Male aufgeführt hatte, bekam Poier 1998 den Salzburger Stier.
Der Name des nächsten Programms (1999) lautete Zen. Für dieses Programm wurde Poier mehrfach ausgezeichnet. Bald darauf brachte er das Programm Mitsubischi heraus.
Poiers Programm Kill Eulenspiegel (auch: „Kill Till“; vergl. Till Eulenspiegel, Kill Bill) hatte am 5. Oktober 2005 Premiere.
Im Februar 2005 kam Alf Poiers erstes Buch mit dem Titel Mein K(r)ampf. Ein geistiges Sterbebuch. Der Titel ist eine Anspielung auf Adolf Hitlers Mein Kampf.
Ab Herbst 2008 war er in der Comedyserie Alfs Welt zu sehen.
Anfang September 2008 eröffnete er in Eggendorf (Tullnerfeld) sein Privatmuseum „Botschaft für Bewusstsein, Scheißdreck und Kunst“ und trat mit seinem Programm Satsang österreichweit sowie in Bayern und der Schweiz auf.
Am 1. April 2010 feierte Poiers erstes reines Musikprogramm mit dem Namen This Isn’t It in Wien Premiere.[2] Der Titel ist eine Anspielung auf den Michael Jackson-Film This Is It. Begleitet wurde Poier von seiner Band „Die Obersteirische Wolfshilfe“, bestehend aus Leonard "Lenny" Dickson (Schlagzeug), Wolfgang Laab (Gitarre), Marco Weichselbraun (Keyboard) und Hannes Steif (Bass).[3] Im Dezember desselben Jahres trat Alf Poier zudem am 19. Arosa Humor-Festival auf.
Poiers nächstes Programm Backstage aus dem Jahr 2012 kreiste um
das Thema Backstagebereich. Er wolle damit Einblicke in das Leben hinter
der Bühne geben. Premiere feierte es im Orpheum Wien im Herbst 2012. Im Folgejahr beteiligte er sich u. a. am Musikvideo Beer (Let's Go Punk) der Band Soupshop.
Im Juni 2014 beendete Poiers langjähriger Manager und Freund René Berto die Zusammenarbeit.[4] Als Grund nannte Berto, der mit seiner Agentur auch Conchita Wurst
vertritt, die homophoben Aussagen Poiers (s. u.): „Es ist ein Punkt
erreicht, wo ich zutiefst enttäuscht bin und den Schlussstrich unter die
gemeinsame Arbeit ziehe und keine gemeinsame Zukunft mehr sehe.“[5]
Anlässlich seines 20-jährigen Bühnenjubiläums zeigte das Bank Austria Kunstforum Wien eine Retrospektive zu Poiers Schaffen[6]. Parallel dazu erschien ein Buch 123 Meisterwerke.
Nach einer zweijährigen Pause ist Poier seit Sommer 2016 mit
seinem neuen Bühnenprogramm „The making of Dada“ wieder auf Tour. Darin
liest er aus alten Tagebüchern aus seiner Jugend und präsentiert
zahlreiche seiner Kunstwerke. Parallel dazu stellt er seine darin
gezeigten Kunstwerke auch in Galerien und Kunsträumen aus.
Zu seinem 50. Geburtstag im Jahr 2017 produzierte er eine Single mit dem Titel "I hob's gsehn"[7] und erhielt einen Stern am "Walk of Stars" im Wiener Prater[8].




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