Heimspiel
Dahoam (2017)
Dahoam
Der Sound von BlankWeinek ist eine Verbindung von steirisch-bairischem Folk und Chanson – geht das überhaupt?
Sie haben das
steirisch-bairische Chanson erfunden. Behaupten BlankWeinek
selbstbewusst. Doch was soll das sein? Steirisch-bairisches Chanson? Wer
an das französische Vorbild denkt, liegt falsch. Obwohl es ein paar
Songs gibt, die durchaus diese Richtung einschlagen. „Wir erzählen
Geschichten“, sagt das musikalische Mastermind, der steirische Autor und
Musiker Andreas Weinek. „Das ist es, was uns mit dem Chanson
verbindet“. Keck mischen sie aber auch noch andere Stilelemente dazu.
Bairisch Folk oder ein Schuss Country etwa.
Und dann ist da noch das
ewige Thema Heimat. „Wir wollen den viel strapazierten Begriff nicht den
Falschen überlassen. Denjenigen, die ihn für Ausgrenzung bis hin zum
Rassismus pervertieren. Dagegen singen wir an“. Allerdings
immer mit einem gehörigen Schuss Ironie. Die muss allerdings jeder
selbst für sich entdecken. Auf dem Präsentierteller servieren
BlankWeinek erstmal gar nix. Nur ihr bairisches Chanson eben.
Die Instrumentierung ist
vielfältig und entspricht dem Variantenreichtum der erzählten
Geschichten. Da treffen sich Geige, Akkordeon und Kontrabass mit
Schlagzeug, Banjo, Mandoline und Akustikgitarre. Garniert wird das ganz
mit Mundharmonika und Bläsern. Fertig ist es, das bairische Chanson.
Erzählt werden die Geschichten von Schauspieler Harry Blank (bekannt aus
der Erfolgsserie „Dahoam is Dahoam“ im bairischen Fernsehen), fein
nuanciert, je nach Stimmungslage.
Dazu wurden Gastmusiker wie
Micha Braun (Haindling) oder Marlene Schuen (Ganes) eingeladen. Für die
Produktion zeichnen Flo Rein (Banana Fishbones) verantwortlich und der
Haindling Keyboarder Michael „Mufty“ Ruff, der auch bei BlankWeinek live
und auf Platte in die Tasten greift.


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