Pearls
Robby Musenbichler (* 17. Jänner 1955 in Knittelfeld) ist ein österreichischer Gitarrist, Komponist und Musikproduzent.
Leben:
1972 nahm Robby Musenbichler seine erste Schallplatte auf. Von 1974 bis 1978 war er Gitarrist der Band Magic, der zu dieser Zeit auch Boris Bukowski und Günter Timischl (S.T.S.)
angehörten. 1978 verließ Musenbichler Österreich in Richtung Frankfurt
am Main, und war dort bis 1990 als Studiomusiker, Produzent und
Komponist an mehr als 500 Musik-Produktionen maßgeblich beteiligt.
Frankfurter Zeiten Michael Wynn Band:
Robby Musenbichler wurde in Frankfurt ein gefragter Musiker für Bandprojekte. Seine erste Station war die Michael Wynn Band
des Sängers und Gitarristen Michael Winzkowski. Er spielte dort mit dem
ebenfalls aus Österreich stammenden Schlagzeuger Fritz Matzka, den
Brüdern Norbert Schmitt (Bass) und Thomas Schmitt (Keyboards). Mit
dieser Formation tourte Musenbichler um den Globus, unter anderem als
Support für Uriah Heep.
Zwei LPs der Michael Wynn Band sind heute Dokumente dieses
Musenbichlerschen Karriereabschnitts, bekannte Songs aus dieser Zeit
sind Backstage, Waiting for the Day, Lisa und Shanty Town.
Tokyo:
1981 gründete Robby Musenbichler die Band Tokyo,
in der auch Fritz Matzka wieder als Drummer mitwirkte und mit Klaus
Luley ein markanter und extravaganter Sänger und Gitarrist gewonnen
werden konnte. Dazu konnte Musenbichler noch zwei Mitglieder der
Supermax Band überzeugen, den Keyboarder Lothar Krell und den später zur Stammbesetzung der Peter Maffay Band gehörenden Bassisten Ken Taylor. Der Titeltrack der ersten LP Tokyo avancierte zum internationalen Hit und ist heute als Klassiker zu bezeichnen.
Die zweite LP Fasten Seat Belts erschien 1982 und verkaufte sich noch erfolgreicher als das Debüt-Album. Keiko, World of Promises und die Instrumental-Ballade Bliss waren die Highlights dieses Albums. Die dritte LP San erschien 1983 und kann als Mainstream-Album bezeichnet werden. Mit eigenen Plänen verließ jedoch Klaus Luley die Band und gründete Craaft, weshalb sich Tokyo dann 1984 auflöste.
Jojo:
Zwei Jahre später meldete sich Musenbichler mit einer neuen Band namens Jojo zurück. Mit dieser Band legte er 1988 ein Debüt-Album vor, dessen Stücke an Bands wie Toto oder Journey
erinnern. Bis 1989 existierte diese Band, bevor sie sich auflöste.
Einzelne Musiker gründeten andere Bands (z. B. Roko), die aber nur mäßig
erfolgreich waren.
Rückkehr nach Österreich:
Robby Musenbichler kehrte 1990 nach Österreich zurück und lebt seitdem in der Nähe von Graz.
Mit seinen Projekten während seiner Deutschland-Zeit kann er auf
Tourneen mit Uriah Heep, Collosseum, David Bowie, The Tubes, Hot
Chocolate, Meat Loaf, Commodores, Kool & The Gang, Rod Stewart,
Robert Palmer, Joe Cocker, The Kinks und anderen zurückblicken. Als
Sideman fungierte er in heimischen Gefilden für Boris Bukowski, Bilgeri,
Wilfried, Supermax, Gert Steinbäcker, Cari Peyer, EAV, S.T.S. und
vielen anderen.
1990 wurde Robby Musenbichler für die Produktion Toto in Classic featuring Bobby Kimball als Gitarrist engagiert. Im selben Jahr produzierte und komponierte er für Thomas Forstner die Song-Contest-Nummer.
1992 griff Robby Musenbichler im Studio für Marc Storace von der Schweizer Heavy-Rock-Band Krokus, für das italienische Popduo Al Bano und Romina Power und auch S.T.S. in die Saiten und tourte mit Bukowski und Bilgeri. Er komponierte die Bodybuilder-WM-Hymne Body and Muscles und schrieb ebenso für Frank Farians Far Corporation.
1993 starb sein langjähriger Freund Fritz Matzka an Leukämie. Robby schrieb die Special-Olympics-Hymne 10000 People.
Er stand für Leute wie Johnny Logan, Powerpack, Tony Wegas, Sally
Oldfield, Lorry Jones und andere im Studio. 1994 gründete er das Projekt
Robby & The Splash. 1995 erschien das Debüt-Album Making Waves.
Seit 1999 ist Robby Musenbichler Gitarrist der Rainhard Fendrich
Band, auf der Bühne wie im Studio. 2004 gründete Musenbichler das
Projekt ROX4.

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