Ciao
Ihre Vorliebe für kurze, knackige italienische Titel sollte mittlerweile
bekannt sein. Und weil Wanda sich auch auf dem vierten Album treu
bleiben, ist auch der Albumtitel wieder scheinbar einfach und allgemein
geläufig: "Ciao" betiteln Sänger Marco Wanda und seine Band die 14 neuen
Songs. Beim Alten bleibt aber trotz dieser fortgeführten Traditions-
und Imagepflege längst nicht alles. Wanda sind spürbar entspannter, aber
auch trotziger als zuvor. Reifer, verspielter und ambitionierter. Ein
Gespräch mit Sänger Marco Wanda und Gitarrist Manuel Poppe über das neue
Album.
"Weiter, weiter" - sang Marco Wanda am Eröffnungstrack des
Vorgängeralbums "Niente". Das Kommando gilt immer noch. "Ich erwarte
eigentlich immer, dass es schlechter wird", meint der Sänger im Ö1
Interview. "Wir versuchen aber mit aller Kraft, dass es besser wird,
dass es uns gefällt und immer noch etwas zu sagen hat." Nicht nur auf
dem neuen Cover stechen Wanda also wieder in See, bereit Kapitel vier
der Ur-Wiener-Rock-and-Roll-Saga zu verfassen. "Ciao" ist ein textlicher
und musikalischer Aufbruch und meint beides: Verabschiedung des Alten
und verheißungsvolle Umarmung des Neuen.
1.000 Menschen in einer Zeile
Schon die zweite Nummer zeigt, wohin die Kreuzfahrt gehen könnte. Da
bettet Marco Wanda seine Stakkato-Vignetten auf Italo-80er-Funk nahe dem
Disco-Beat. Die Wanda-Formel funktioniert aber auch im neuen Terrain
ohne Reibungsverlust.
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