Dienstag, 4. Februar 2020

In Memoriam PETER SCHLEICHER (11. Mai 1945 in Wien; † 17. Jänner 2015)

Der Wiener Sänger und Musiker Peter Schleicher, einer der Urväter des Austropop, ist am Samstag im Alter von 69 Jahren gestorben. Das gab seine Familie auf Facebook bekannt.
Der am 10. Mai 1945 geborene Musiker arbeitete unter anderen mit Ludwig Hirsch, Helmut Novak, Hansi Lang und mit Wolfgang Ambros, dessen erster Band Die Nr. 1 vom Wienerwald er als Keyboarder drei Jahre angehörte, zusammen. In den 1970er Jahren gründete Peter Schleicher Plastic Drug mit Novak, Uzzi Förster und Hansi Lang.
Leider wissen wir nicht welche Musiker den groovigen Sound auf Seite 1 liefern, aber produziert hat das ganze der Peter Schleicher. Seite 2 ist eine Ansammlung unterschiedlicher Ton Effekte. Rip von der Original Single:

Rip von der Original Single

'Daham - Der Asoziale' ist Peter Schleichers erste Single - sieht man von der Veröffentlichung 'Ton Effekte' aus dem Jahr 1971 ab.
Die Single wurde 1978 aufgenommen und erschien möglicherweise erst 1979; auf jeden Fall vor seiner ersten LP mit Stones Cover Versions.


Die Single erschien in drei unterschiedlichen Motiven auf WEA und WARNER, produziert von Peter Müller und enthält Eigenkompositionen.
Daham - Der Asoziale

Auch Schleichers zweite Single ist eine NON LP Single. 'Auf der Leinwand' wurde von Schleicher & Prokopetz getextet. Die Musik stammt vom Peter.
Auf diese Single folgte im selben Jahr die LP Hart auf Hart sowie ein Jahr später Fifty-Fifty mit insgesamt 4 Single Auskopplungen.
Sätadineitfiba
 
Sehr schöne Eigenkomposition (Heut wü I di) des symphatischen Wieners, der schon in den 60ern mit Ludwig Hirsch & Helmut Novak als The Clan an der Orgel saß. Nach dem Gastspiel bei der Wolfgang Ambros Band Die No.1 Vom Wienerwald startete Peter Schleicher seine Solo Karriere 1978.
'Heut Wü I Di' ist Peter Schleichers sechste Single und Dank des Covers wissen wir nun auch, wenn Peter Schleicher wollte:
Heut Wü I Di

Legendär wurden seine wienerischen Interpretationen von Songs der Rolling Stones, etwa auf dem Album „Hart auf Hart“, dem unter anderem „Durch die Wand“ und „Steinzeit“ folgten. Die letzten Jahre war Schleicher vor allem in den USA und arbeitete an Musicalproduktionen. Zusätzlich führte er die Peter Schleicher Band an. 

Hart auf Hart  Durch die Wand (1979 CD)
Hart auf Hart  Durch die Wand

Fifty-Fifty (1980 CD)
Fifty-Fifty

 Peter Schleicher feat. Mick Taylor - Steinzeit (1994)
Steinzeit

 City Songs (1997)
City Songs

 Peter Schleicher Band - Rotz & Wasser-Stones zum Hausgebrauch (1998)
Rotz & Wasser-Stones zum Hausgebrauch

Ladies & Gentlemen (2016)
Ladies & Gentlemen

 Peter Schleicher (* 11. Mai[1] 1945 in Wien; † 17. Jänner 2015 ebenda) war ein österreichischer Sänger und Musiker.

Bereits in den 1970er-Jahren war Peter Schleicher als Musiker (Keyboarder) bekannt. Er gründete 1967 mit Helmut Novak und Ludwig Hirsch die Band The Clan und ein Jahr später Plastic Drug, der neben Helmut Novak auch Uzzi Förster und Hansi Lang angehörten.[2] Außerdem war er drei Jahre lang Mitglied in Wolfgang Ambros erster Band Die No. 1 vom Wienerwald. Danach begann er eine Solo-Karriere. Bekannt wurde er vor allem durch die Coverversionen einiger Hits der Rolling Stones im Wiener Dialekt (Hart Auf Hart, Rotz & Wasser).[3] Am 6. Mai 1995 fand im Wiener Musiklokal ZU-GA-BE (heute Schwarzberg) ein denkwürdiges Konzert statt, für das Peter Schleicher den ehemaligen Gitarristen Mick Taylor der Rolling Stones als Gastmusiker gewinnen konnte. Taylor spielte in der zweiten Hälfte Solo-Gitarre und sang auf You Gotta Move.[4]
In seinen letzten Jahren war er vor allem in den USA aktiv und arbeitete an Musicalproduktionen. 2011 gründete er schließlich die Peter Schleicher Band, mit der er seine bekannten Rolling Stones-Coverversionen, aber auch andere Titel, live präsentierte.[5] Im Februar 2012 trat Peter Schleicher mit der Angabe an die Öffentlichkeit, dass die Wiener Uni-Klinik an ihm Malaria-Experimente durchgeführt habe.[6]
Bear Family Records hat 2012 die beiden Alben Hart auf hart (1979) und Durch die Wand (1983) digitalisiert und mit beigefügten Texten (wienerische Sprache) neu herausgebracht.[7]
Peter Schleicher starb am 17. Jänner 2015 im Alter von 69 Jahren in seiner Heimatstadt Wien.[8] Er lebte bis zuletzt in Rohrbach bei Ziersdorf.















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