Mittwoch, 18. Dezember 2019

VOODOO JÜRGENS


Die Eternias - Die Eternias (2010)
Die Eternias

Die Eternias - Sould Out (2012)

Sould Out

Man erinnere sich an die Actionfigur He-Man, die in den 80er-Jahren die Kinderzimmer beherrschte, zwischen Legosteinen und Matchbox-Autos für Recht und Ordnung sorgte und Barbie und Ken den Kampf ansagte. Der wahre Kenner weiß: He-Man stammt ursprünglich vom Planeten Eternia ab. Und genau diesem Geheimnis umwobenen Ort wollten vier junge Menschenkinder huldigen, indem sie den Planten besangen und sich nach ihm benannten. Seit 2004 gibt es nun Die Eternias, die mit ihrem eigenwilligen Sound nicht nur die Geister von He-Man wecken wollen, sondern insbesondere die des sterblichen Mannes.
Und da man in der großen Stadt mehr Leute erreicht als in einer kleinen Gemeinde, zog man vom verträumten Tulln ins nicht weit entferne Wien. Die Donau schnell durchschwommen, schlugen Die Eternias ihre Zelte direkt in der hauptstädtischen Musikszenerie auf. 4 junge kreative Leute, mindestens doppelt so viele unterschiedliche Sound-Einflüsse, 2 Vocals, 2 Gitarren, 1 Bass und 1 Schlagzeug, mehr hat es nicht gebraucht, um im Jahre 2006 den Bandcontest „Broiler Liverpool“ im Flex zu gewinnen. Das Potential, das in Die Eternias steckt, wurde schnell bemerkt und sogleich nahm man auf Flexschallplatten die LP „Horseman“ auf. Seitdem wird konstant aus den Vollen geschöpft.
Inspiriert von Gauklern, Zauberern, Piraten, und eine besondere Sympathie zu tragischen Figuren hegend, lässt Sänger Tagedieb die graue, die spektakuläre und die verzauberte Mär in die Lieder einfließen. Der pure Wahnsinn ist das Konzept des schrägen Kollektivs, welches sich des weiteren aus den Mitgliedern Lolita de la grande catedral (Gesang, Gitarre), Emozione por favor (Schlagzeug), sowie dem neu dazugekommenen Bassisten Weck de provence (Bass) zusammensetzt. Neben der Affinität zu ausgefallenen Künstlernamen, hegt das Quartett gleichermaßen einen Fetisch für skurrilen Bühnenoutfits. Diese großartige Band-Inszenierung wird hinzu noch mit theatralischer Darbietung perfektioniert. Zu beobachten ist das Ganze beispielsweise im Video zu „Meat-Song“, wo zwischen opulenter Filmästhetik die Hauptdarsteller mit gespielten Witz versuchen, auf Themen wie Genderwahn oder Vegetarismus-Hysterie einzugehen. Die vielen musikalischen Einflüsse bündeln sich zu einem sehr hörbaren Ganzen. Die Bezeichnung „Rock- Postpunk-Garagenkollektiv“ mag zwar ganz gut zu Die Eternias passen, doch ist es viel mehr als das. Sind es die Einflüsse von Swing, Rythm and Blues oder 60ies Rock’n Roll, die das Ganze perfekt in das Konzept des Wiener Labels Seayou passen lassen, in dessen Community unter anderem Ausnahme-Talente wie A Thousand Fuegos, Love and Fist oder Sir Tralala beheimatet sind. Mit Letzterem produzierten Die Eternias die 7 inch „Broken Bones“, welche im Juni 2011 veröffentlicht wurde und bereits auf  FM4 Rotation ist.
Zukunftspläne der Band – die von der Presse durchaus verständlich Vergleiche mit den Dresden Dolls oder Bonaparte angestellt bekommen – sind schon gemacht. Zusammen mit Kollegen Wolfgang Möstl (Killed by 9V Batteries, Mile me deaf) wird gerade an einem Konzeptalbum gebastelt. Ab Winter soll es neues Material von Die Eternias zu hören geben, neues Video inklusive.
Bis dahin kann man sich die Zeit mit spektakulären Live-Auftritten der Band vertreiben. Als Support-Act von Ja, Panik, wird die Formation Anfang Oktober unter anderem in der Wiener Arena ein Konzert geben. Eine weiter Möglichkeit Die Eternias live zu erleben, gibt es außerdem beim Waves Vienna 2011, dem ersten Showcase- und Clubfestival Wiens. Von 28. September bis 2. Oktober gibt es neben Lectures, Panels und Workshops ein umfassendes musikalisches Programm, bei dem insgesamt 80 internationale und heimische Acts vertreten sein werden. (bw)

David «Voodoo Jürgens» Öllerer  voc., guit.


«laUra LaPidar»voc., guit.


«Ludwig Von Shingeren»dr.


«Rocko Basserati»eb.



K.U.N.T.Z. - 12 Kuntry Greats (2015)
12 Kuntry Greats
 Gemeinsam mit Bernie von Bad Weed und dem bildenden Künstler Jan Linke gründete Voodoo Jürgens bereits vor seinem Siegeszug als Gold ausgezeichneter Nummer eins Album-Act das frivole Country-Punk-Projekt K.U.N.T.Z, und frönte auf „12 Kuntry Greats“ anno 2015 – frei vom Druck einer erfolgreichen Pop-Karriere – seiner Leidenschaft für DIY-Lofi-Musik und seiner aufrichtigen Liebe zu Songwritern wie Hank Williams oder auch Townes Van Zandt.
Nachdem der bislang nur auf Musikkassette in auf unter 100 Stück beschränkter und längst vergriffener Auflage erschienene Ursprungs-Release bereits Kultstatus erlangt hat, und beinahe schon mythische Stories sich um diesen lost record ranken, haben Voodoo und sein Stammlabel, das Lotterlabel beschlossen, den ganzen Spuk, diesen fabelhaften Country & Western-Swindle auf Vinyl in schöner Aufmachung neu aufzulegen.
Diese limitierte Vinyl-Ausgabe des einzigen (es sind keine weiteren Releases geplant!) K.U.N.T.Z.-Albums wird nie nachgepresst werden; die das Album begleitende Mini-Tour durch Österreich wird die einzige dieser charmanten Band bleiben. Ever!
Dieser Einmaligkeits-Happening-Gedanke gepaart mit dem spontanen Geist dieser exzentrischen Aufnahmen verleiht „12 Kuntry Greats“ eine heutzutage unerhörte Aura: Spielfreude vor Perfektion, genialisch hingeschissen statt poliert, Daniel Johnston anstelle von Rainhard Fendrich, forever punk anstatt Austropop.
 
 Voodoo Jürgens & Goldsoundz - Voodoo Jürgens singt Goldsoundz (2016)
 Voodoo Jürgens singt Goldsoundz

Eine sehr lustige Kollaboration sind die Herrschaften von den Goldsoundz - ihreszeichens LoFi-Rocker vom 90er-Schlag - mit dem Wiener Mundart-Liedermacher Voodoo Jürgens eingegangen. Einige Songs von der letzten Goldsoundz-LP wurden der Gesangsstimme beraubt und durch Voodoos um (meistens böse) Platitüden des österreichischen Alltags gebauten Texte ersetzt.
Magdalena Gasser



Hannes Gruber



Martin Gupper


Wolfgang Möstl



David «Voodoo Jürgens» Öllerer



Martin Riegler


 Ansa Woar (2016)
Ansa Woar

Voodoo Jürgens (bürgerlicher Name David Öllerer, geboren am 2. August 1983 in Tulln an der Donau) ist ein österreichischer Liedermacher. Sein Markenzeichen sind die schwarzhumorigen Texte im Wiener Dialekt, musikalisch wird er dem Austropop zugerechnet.
David Öllerer ist in Tulln geboren und aufgewachsen. Als er sieben Jahre alt war, trat sein Vater eine Haftstrafe an, was zu einem Bruch zwischen Vater und Sohn führte. Nach Abschluss der Schule begann er eine Lehre als Konditor, die er jedoch nicht abschloss. Mit 19 zog er nach Wien. Er war in der ersten Hälfte der Nuller-Jahre Mitbegründer der Garagenrock-Band Die Eternias, mit der er zwei Studioalben und eine EP veröffentlichte. Die Mitglieder der Gruppe gaben sich bei der Veröffentlichung eines jeden Albums neue Pseudonyme, Öllerers letztes Pseudonym lautete Voodoo Jürgens.
David Öllerer lebt in Wien, mit seinem Vater hat er sich in der Zwischenzeit ausgesöhnt. 
Musikalisches Schaffen
Nach dem Ende von Die Eternias im Jahr 2014 startete Öllerer seine Solokarriere unter seinem letzten Pseudonym Voodoo Jürgens. Das ist eine Verballhornung des Namens von Udo Jürgens, einem österreichischen Schlagersänger. Mit seinen Liedern im Wiener Dialekt, zu denen er sich auf der Gitarre begleitet, trat er überwiegend in Beisln auf. Seinen ersten größeren öffentlichen Auftritt bestritt er auf dem Nordbahnhofgelände. Einem überregionalen Publikum wurde er durch den Jugendradiosender FM4 bekannt. Im Musikvideo zu Gib mir alles der Wiener Band Wanda hatte Voodoo Jürgens einen Gastauftritt und wurde von Wandas Management unter Vertrag genommen. Im Mai 2016 erschien seine erste Single Heite grob ma Tote aus, die Platz 1 der Radiocharts von FM4 erreichte.[7] Im Herbst 2016 folgte das Debütalbum Ansa Woar bei Lotterlabel, dem Label-Projekt von Problembär-Gründer Stefan Redelsteiner. Am Album wirkten neben österreichischen Musikern wie Der Nino aus Wien und Ja, Panik auch die Schauspielerin Eva Billisich mit.[8] Es erreichte Platz 1 der österreichischen Charts. Bei der Amadeus-Verleihung 2017 wurde er in der Kategorie Alternative ausgezeichnet.
Der Musikexpress bezeichnete Voodoo Jürgens als „Austro-Pop-Hype der Stunde“,[9]
Das Music Information Center Austria charakterisiert seine Musik als „Anti-Folk fürs Beisl“.[10]
„Voodoo Jürgens gilt als besonders heiße Aktie der heimischen Popmusik“ – ORF
„Er bringt alles mit was man als künftiger Fixstern am Austropop-Himmel braucht.“ – WIENER
Beim Gala-Event 60 Jahre Wiener Stadthalle „BEST OF AUSTRIA MEETS CLASSIC“ am 21. Juni 2018 war er einer der Künstler der Veranstaltung. Dabei sang er im Duett mit Marianne Mendt das Lied Gitti, begleitet von dem Max Steiner Orchester unter der Leitung von Christian Kolonovits.[11]
Ende Juni 2018 spielte Voodoo Jürgens & Haberer auf dem Donauinselfest der FM4-Bühne.[12] Die Haberer waren „Die Ansa Panier“[13] mit den Musikern Alicia Edelweiß (Ziehharmonika), David Schweighart (Schlagzeug), Bernd Lichtscheidl (Klavier, Orgel) und Martin Dvorak (Kontrabass) sowie Andrej Prozorov (Klarinette), Katarina Trenk (von Sex Jams), Ernst Molden und Der Nino aus Wien.
Im November 2019 erscheint das mit der Band Ansa Panier eingespielte Album ’S klane Glücksspiel.[14]
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Voodoo_J%C3%BCrgens

 Voodoo Jürgens & Die Ansa Panier - FM4 Überraschungskonzert (2017) (selfmade)
 
FM4 Überraschungskonzert

Ein FM4 Überraschungskonzert im Schutzhaus Zukunft auf der Schmelz in Wien
Aufgenommen am 16.05.2017 

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