Barely Illegal (2015)
Barely Illegal
Gegenwindschiffen (2018)
Gegenwindschiffen
In den späten 1990ern hielten ein paar freche Jungs die Musikszene
so richtig auf Trab. Ihre Musikrichtung hieß Pop-Punk und ihr Motto
war, so viel Spaß wie möglich zu haben. Auch wenn der Hype um dieses
Genre wohl schon abgeebbt ist, tauchen immer wieder neue Bands auf, die
sich dem Pop-Punk widmen. So auch die Band MINDBLIND, die nun ihr
Debütalbum „Barely Illegal“ veröffentlicht hat.
Und schon der
Titel des Albums verrät viel Ironie. Als kaum illegal bezeichnen die
drei Burgenländer Harald Leitner (Vocals, Bass), Markus Leitner
(Gitarre) und Leon Lederer (Schlagzeug) ihre Musik und spielen damit auf
die Grundeinstellung aller Punkbands überall an: Wir machen, was wir
wollen, ob es ein bisschen illegal ist oder nicht. Aber auf der Platte
von Mindblind hat man es nicht mit den Extremen des Hardcore-Punks zu tun, sondern mit der gemäßigteren, zugänglicheren Version von Punk.
Pop-Punk und seine Meister
Diese Art der Musik kultivierten vor allem Green Day mit ihrem Album „Dookie“ oder auch Blink 182
mit „Enema of State“. Auf diesen Alben wurden zwar punkübliche Dinge
gemacht, wie wilde Gitarren zum Kreischen gebracht, blitzschnell und
energetisch gesungen und natürlich viel Trommelwirbel veranstaltet, dazu
kamen aber auch Elemente, die eher popüblich waren. Die Songs wurden
länger, bekamen das klassische Strophe-Refrain-Strophe-Format und hatten
eine zugängliche Melodie, die zum Mitsingen einlud.
Diese Mischung bringen auch Mindblind
in ihrer Musik unter. Man hört sofort heraus, dass sie ihre Instrumente
lieben und Spaß haben wollen. Deswegen sind ihre Songs von einer
heiteren Note durchzogen, obwohl auch Balladen auf dem Album zu finden
sind. Wie etwa „If Only“, das zwar nicht minimalistisch instrumentiert
ist, aber sich durch seinen nachdenklichen Unterton als Ballade
kennzeichnet. Frontmann Harald Leitner singt von einem Lied, das nicht
nur den Weltfrieden bringen, sondern auch den Hunger in der Welt beenden
soll. Dabei ist natürlich eine leise Ironie zu spüren.


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