Jumping Barefoot Over The Grand Canyon (2013)Opposites (2015)
Es ist ein richtig schön heftiges und erfrischend unglattes Stück
harte Rockmusik mit der NAPLAVA hier aufwarten. „Opposites“ – so der
Titel des neuen Albums der Wiener Truppe – offenbar sich als ein
überaus gelungenes Beispiel für das Beschreiten der etwas anderen Pfade
im metallisch angehauchten Bereich.
Alle Achtung, das musikalische Feuerwerk, das Naplava auf ihrem neuen
Album abbrennen, ist eines von wirklich nicht schlechten Eltern. Dragan
Maric (Gitarre, Gesang), Jawad Jouyan (Gitarre) und Alexander Naplava
(Schlagzeug) – die drei Köpfe hinter der Wiener Formation – machen auf
ihrem „Opposites“ auf eindrucksvolle Art vor, dass im modernen Metal
beziehungsweise im harten gitarrenorientierten Rock noch lange nicht das
letzte Wort gesprochen ist, dass es – löst man sich einmal von allem
traditionsbehafteten Scheuklappendenken – sich der Raum für neuartige
und innovative Ansätze eröffnet.
Dem Trio sind die Grenzen und Unterschiede zwischen den verschiedenen Spielarten und –formen des Rock hörbar egal. Vielmehr als die drei Wiener einer eindimensionalen stilistischen Linie folgen, versuchen sie sich an einem Sound, der sich aus Elementen aus verschiedenen Richtungen speist. Eine Prise Stonerrock da, eine etwas alternativere oder postrockigere dort, dann wieder wird es richtig schön zäh und doomig oder noisig, an anderer Stelle wiederum fast schon thrashig oder psychodelisch. Mit dem Heftigkeitslevel der Nummern variiert auch immer passend der Gesang, der von clean bis hin zu hysterischem Geschrei ein weites Spektrum des Ausdrucks abdeckt und der ganzen Geschichte zusätzliche spannende Facetten verleiht.


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