Samstag, 2. Oktober 2021

POLKOV

 

Polkov (2014)

Closer (2016)

In Zeiten, in denen der mit Schmäh und Authentizität spielende Dialektpop fröhliche Urständ und große Erfolge feiert, feilt ein steirisches Quintett unbeirrt an einem Popentwurf, der POP in Großbuchstaben schreibt und den "perfekten" englischsprachigen Song im Fokus hat.

Für diese Art von Musik gilt es die Intellektuellenbrille abzulegen - betört sie doch mit Wohlklang, Eleganz, Anmut, Stil- und Geschmackssicherheit - und mit viel Herz und Seele. Die kontinuierliche Entwicklung von Polkov zur Band war 2012 anlässlich eines Auftritts beim "Styrian Stylez"-Festival weitgehend abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt firmierte man unter der Obhut von Mastermind Laurenz Jandl noch als Sextett, das sich dem zeitlos schönen und geschmackvoll-herzerweiternden Popsong verpflichtet fühlte.

Teilzeit-Musiker

Polkov, das sind heute neben Jandl noch Jürgen Schmidt, Paul Pfleger, Günther Paulitsch und Alex Hackl. Ihre Musik zitierte von Anfang an lässig und kenntnisreich unterschiedlichste Genres und musikalische Einflüsse. Die Entstehung des originellen Bandnamens basiert auf einer unkonzentrierten Lektüre des Romans "Do Androids Dream Of Electric Sheep?" von Philip K. Dick beziehungsweise der schlampigen Namenswiedergabe des Androiden Polokov.

Weil die Produktion von Popmusik ihre Erzeuger hierzulande nur in Ausnahmefällen ganzjährig ernährt, verdingen sich auch die Mitglieder von Polkov neben ihrer Teilzeitarbeit für diverse andere Bands - Granada, Stereoface, Tiger Family, Farewell Dear Ghost - zeitweise als Kellner, Hochzeitsmusikanten, Werbetexter und Kabelverleger oder als Mikrobetreuer für ORF-Moderatoren wie Wolfram Pirchner oder Verena Scheitz.

 

Laurenz Jandl


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen