Cult Survivor (2020)
„Ich hatte letzte Woche eine Ausstellungseröffnung, für die ich sehr viel gearbeitet habe. Aber es war mir dann letzte Woche doch etwas zu viel, zu sehr zurück zur Realität“, sagt Sofie Fatouretchi im Videochat-Interview über die Zeit nach dem Lock-down. Während den Ausgangsbeschränkungen hat sie viel gemalt, große Gemälde, die am Ende schon viel zu viel Platz in ihrer Wohnung in Wien eingenommen haben. Wien ist ihre Zweit-Heimat sozusagen, denn Sofie Fatouretchi ist in Palo Alto geboren und erst als Teenager nach Österreich umgezogen.
Mit ihrem Talent für die Geige schafft sie es auf das Wiener Konservatorium, doch die Karriere einer klassischen Musikerin tauscht sie lieber wieder mit einem Leben an der US-amerikanischen Westcoast ein. In LA bewirbt sie sich für ein Praktikum bei Stones Throw Records, für das sie schließlich vier Jahre arbeitet. Irgendwann baut Sofie Fatouretchi auch noch den Boiler Room in den USA mit auf, in London tritt sie als Radio-Host beim Sender NTS auf. Auch auf FM4 kennt man Sofie Fatouretchis Stimme, in ihrer Show „Sofies Tapes“ wühlt sie ein ums andere Mal in ihrer Plattensammlung und präsentiert ihre Schätze. Nun ist es für die Multi-Künstlerin aber an der Zeit, selbst eine Platte zu veröffentlichen. „Cult Survivor“ ist das Debüt, das nie geplant war.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen