Love Revenge Obedience (2020)
„Ein alter Ford Mustang rast unkontrolliert eine steile Bergstraße hinab. Auf dem Fahrersitz erwacht die Protagonistin, die Bremsen funktionieren nicht und mit an Bord ist der Teufel höchstpersönlich!“ Diese akkurate Beschreibung führt uns direkt in das Album von HEAVY PREACHERS CLUB, die es mit „Love Revenge Obedience“ im Rock-Universum ordentlich krachen lassen. Irgendwo zwischen Stoner-Einflüssen, treibendem Heavy-Rock, dezenten Blues-Einflüssen und leichtfüßiger Southern-Note kredenzt das wienerisch-niederösterreichische Trio eine schmackhafte musikalische Mischung, die richtig Laune macht.
Die eingangs zitierte Beschreibung beschreibt den wilden Ritt des treibenden, gar ohrwurmigen Openers „Downhill Wit The Devil“ höchst anschaulich – das funktioniert so gut, dass HEAVY PREACHERS CLUB in der Folge häufig auf ein ähnliches Muster setzen. Zum Beispiel im flott rockenden „Devil's Crossroads“, das mit einer im wahrsten Sinne des Wortes höllisch groovenden Bridge und lässig-rauem Gesang punktet. Die Lässigkeit lässt das Trio auch im ruckelnden „Whatever Keeps You Rolling“ raushängen und wer zu den treibenden „Black Hex“ und vor allem dem extrem stark geratenen Instrumental „Broken People“ mit seiner nicht zu verhehlenden Stoner-Schlagseite die Füße stillhalten kann, dem kann nicht mehr geholfen werden. Coole Southern-Vibes warten dann noch in „End Of The Road“, welches das homogene Album mit famosen Gitarren und Mundharmonika mit einem kleinen Ausrufezeichen beschließt.

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