Eigenmarke
Als „Premium Quality German Rap“ preist der virtuelle Sticker das
zweite (nach „Amsterdam“) digitale Album des noch ganz jungen Wiener
Hip-Hop Musikers an. Nicht mein Genre, aber ich höre neugierig rein und
bin ganz überrascht.
„Eigenmarke“ ist auch für meine Generation (Baby-Boomer) hörbar und
sehr aufschlussreich. Denn für Simon Fanta sind schon die
„Zero’s“ historisch, als man noch CDs auflegte und nicht gern allein
war. Die Labels wollten Gangster-Rap, die Rapper „Gold and Chicks“. All
das ist heute out und wird in den frischen Texten mit viel Ironie
begraben. Trotzdem ist man nicht gern allein, Mädels aufreissen und sich
trennen unumgänglich … hm, war das in den 70ern denn anders … bloß
heute gibts „YouPorn, aber der macht auch nicht mehr geil“. Und „es wird
weiter gehen“, Respekt, immerhin man macht sich auch Gedanken für
„irgendwann“, viel später, in der Rente.
Ein Wort noch zum gegenwärtigen Konsumverhalten (der Jugend). Music
und Music Videos sind untrennbar verknüpft, weshalb ein Besuch bei www.simonfanta.com dringend anzuraten ist.

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