Kuigrobn's Finest Madness Selection #1 (2014)
Mangelnden Humor oder stilistische Scheuklappen kann man den drei
Burgenländern, rund um DEATH MENTALITY Gitarrist Thomas Trausmuth, nicht
vorwerfen. Das Trio hat gewaltig Spaß an ihrer Sache und verwurstet auf
ihrem zweiten Rundling so ziemlich alles, was sich Metal und/oder
Core-affin zeigt. Schon der nahezu unaussprechliche Albumtitel
suggeriert hier eine Band, welche stets mit einem Dauergrinsen unterwegs
sein dürfte und auch – bei allen Ernst der hier in die Arbeit am
zweiten Album gesteckt wurde – in den Songtiteln bzw. den Songs selbst
entdeckt man immer wieder diverse Passagen die einfach zum Schmunzeln
anregen.
Die Grundsubstanz des SEEK & DESTROY Sounds ist ganz klar
Mid-Tempo dominierter Hardcore/Thrash, wobei die St. Magarethener Jungs
nicht den Fehler begehen sich im Metalcore-Eck festzubeißen. Dabei hilft
eine grundsolide 90ies Crossover-Einstellung, die absolute
Mosh-Kompatibilität ihrer Kompositionen und der oft und gerne verwendete
Sprechgesang. Und man kann es drehen und wenden wie man will, SEEK
& DESTROY fühlen sich nahezu überall pudelwohl, egal ob fest im
Death Metal verankert („UTQA“), eher auf Breakdowns setzend („Caliocho
de Dirty Sanchez“) oder gar leicht in den Modern Metal abdriftend („Face
2 Face“, das übrigens auch ob der spanischen Einsprengsel zu überzeugen
weiß). Darüber hinaus verarscht der Dreizack im „5 Sekunden Scheim 2.0“
kongenial diverse Hip-Hop-Heinis, lässt das „Kuigrobn Anthem“
augenzwinkernd beginnen und hat mit dem „Showstopper“ sogar einen
heimlichen, weil straight runtergeprügelten Hit am Start.
Blad & Geil - Fat & Horny (2016)


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