Dienstag, 17. August 2021

SEEK AND DESTROY

 

Kuigrobn's Finest Madness Selection #1 (2014)

 Mangelnden Humor oder stilistische Scheuklappen kann man den drei Burgenländern, rund um DEATH MENTALITY Gitarrist Thomas Trausmuth, nicht vorwerfen. Das Trio hat gewaltig Spaß an ihrer Sache und verwurstet auf ihrem zweiten Rundling so ziemlich alles, was sich Metal und/oder Core-affin zeigt. Schon der nahezu unaussprechliche Albumtitel suggeriert hier eine Band, welche stets mit einem Dauergrinsen unterwegs sein dürfte und auch – bei allen Ernst der hier in die Arbeit am zweiten Album gesteckt wurde – in den Songtiteln bzw. den Songs selbst entdeckt man immer wieder diverse Passagen die einfach zum Schmunzeln anregen.

Die Grundsubstanz des SEEK & DESTROY Sounds ist ganz klar Mid-Tempo dominierter Hardcore/Thrash, wobei die St. Magarethener Jungs nicht den Fehler begehen sich im Metalcore-Eck festzubeißen. Dabei hilft eine grundsolide 90ies Crossover-Einstellung, die absolute Mosh-Kompatibilität ihrer Kompositionen und der oft und gerne verwendete Sprechgesang. Und man kann es drehen und wenden wie man will, SEEK & DESTROY fühlen sich nahezu überall pudelwohl, egal ob fest im Death Metal verankert („UTQA“), eher auf Breakdowns setzend („Caliocho de Dirty Sanchez“) oder gar leicht in den Modern Metal abdriftend („Face 2 Face“, das übrigens auch ob der spanischen Einsprengsel zu überzeugen weiß). Darüber hinaus verarscht der Dreizack im „5 Sekunden Scheim 2.0“ kongenial diverse Hip-Hop-Heinis, lässt das „Kuigrobn Anthem“ augenzwinkernd beginnen und hat mit dem „Showstopper“ sogar einen heimlichen, weil straight runtergeprügelten Hit am Start.

Blad & Geil - Fat & Horny (2016)



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