People's Will (2014)Politics (2018)
Deutsche Bandnamen und englische Plattentitel finde ich eigentlich immer
etwas seltsam, aber schon der erste Durchlauf von „People’s Will“ lässt
alle Vorurteile verblassen, denn FREIGANG aus Wien haben auf ihrem
dritten Album zehn wirklich hervorragende Punkrock-Smasher
veröffentlicht, die beweisen, dass guter Punkrock nicht unbedingt ein
Privileg der Jugend sein muss.
Sicher, spontane Wildheit findet
man auf „People’s Will“ nicht, dafür sind die Lieder aber durchdacht,
hervorragend komponiert und auf den Punkt gebracht. Die Gitarrenarbeit
ist wirklich erste Sahne, der Gesang passt wie die sprichwörtliche Faust
aufs Auge, der Sound ist 1A und die engagierten Texte sind wirklich
klasse.
Die eher im Midtempo gehaltenen Songs sind meist sehr
treibend und gehen gut ins Knie. Sänger Ben Godspeed erinnert an eine
Mischung aus Jello Biafra („Boom! Boom! USA“), Shawn Stern („Come to
me“), Glenn Danzig oder Danbert Nobacon („Malice of money“).


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