Tage Ziehen Vorbei Wie Wolken (2015)Wie spät ist es eigentlich (2019)
Klassische Geschichte eigentlich: Ein Typ, der jahrelang in Punkbands
spielt, schnallt sich seine Gitarre um, singt klassische
Songwriter-Songs. WASTE OF INK heißt eigentlich Martin Reiter und hat
seine ersten beiden Alben eben alleine und nur mit seiner Gitarre
eingespielt.
Nun, für Album Nummer drei, holt sich der Salzburger
eine Band zur Verstärkung und spielt zwölf vielschichtige Nummern ein.
„Alles dreht sich“ oder auch das wunderschön melancholische „Etwas
entsteht, etwas vergeht“ bleiben reduzierte Gitarrenstücke.
„Fallende
Blütenblätter“, diese berührende Geschichte über ein entführtes
Mädchen, geht ebenso in diese Richtung. Aber auch Uptempo-Nummern wie
„Wasser“, „Murmeltier“ oder „Gruben“ wissen zu überzeugen.
Bisschen
Indie, bisschen Punk, bisschen Emo. Viel Gefühl, viel Melodie,
großartige Texte irgendwo zwischen Persönlichem, Storytelling und
sozialkritischer, politischer Note. Feine Mischung, geiles Album.



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