Da ist er wieder, der Mann mit dem T. Mit dem großen T – was immer mal
wieder irgendwie komisch anmutet, gerade weil es nicht nur im Namen groß
ist, sondern auch sonst an sehr vielen Stellen, wo man es mit ihm zu
tun hat. Bei der Band the greaT kellys beispielsweise, die übrigens zum
ersten Mal mit dabei ist, nachdem 2012 das Debüt zuckerbroT & spiele und 2018 popsTar aus plasTik
erschien. Was gab es sonst so? Hier und mal hintergründige Arbeit bei
Alben von Wanda und Tocotronic als Studimusiker, Gastmusiker von Michael
Bublé bei Wetten, dass..?, das liest sich doch alles gut. Jetzt aber
das Album welTraumkatzen. Eine Reise ins Weltall in Kombination mit
einer Rückbesinnung zu pauTs musikalischen Wurzeln: dem psychedelischen
Pop-Sound der 1960er und 70er von Beatles bis Bowie.
Klingt alles irgendwie schräg? Ein bisschen ist es das auch, aber auf eine sympathische Art. Da darf es im Sound gerne mal schleifen, wenn der „selbsternannte Jimi Hendrix des österreichischen Schlagers“ zu Werke geht. Beispielsweise in erdbeersTerne, das eine schleifende Ballade darstellt und zudem noch eine Referenz an Strawberry Fields Foreverenthält. Eine eingängige Nummer mit Gedanken, die man sich selbst so bisher noch nicht gemacht hat. Oder auch käsemond & sTernenpizza, das als Rock’n’Roll-Nummer beginnt, aber dann zur verhangenen Nummer mit gesprochenem (österreichischem) Wort wird und sich unter anderem um Katzen, Pizza und Sternenstaub dreht.Lupenreine Rock-Klänge bietet einem johnny & the moondogs, das mit den Gitarren nach vorne treibt, ein wenig Glam in sich hat (oder ist das in dem Falle auch eher Sternenstaub?) und phasenweise entfernt an die Melodie der Batman-Serie erinnert. Das macht Freude, hat einen Retro-Hauch und lädt eindeutig zum Mitgehen ein. „Lunare Extase und Energie“ quasi, wie es im folgenden moonlighT mysTery heißt. Man sieht: Das ist alles sehr abwechslungsreich, vereint viele Einflüsse und macht bis zum letzten Ton von gibT’s ein leben nach dem leben auf dem mars Laune (während hier noch einmal kurz David Bowie um die Ecke winkt).Ein schönes Album, was pauT und seinen greaT kellys hier gelungen ist, zweifelsohne. Und eines, das eben auch gerade von seiner Schrägheit lebt, angefangen beim Albumtitel und dem lustigen Tier auf dem Albumcover, das schon ohne einen Ton gehört zu haben, ein wenig die Richtung vorgibt. Für Freunde von abwechslungsreichen Indie-Klängen sehr empfehlenswert!

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