Dienstag, 8. Oktober 2019

DEATH TO THE 80s & 90s

 Death To The 80s (2009)
 Death To The 80s

 Die 80er, abgrundtief gehaßt oder kultisch verehrt. Sie sind allgegenwärtig in Mode und Musik. Immer noch. So sehr, dass das geschmackssichere österreichische Label SCHOENWETTER SCHALLPLATTEN jetzt in die (musikalische) Offensive ging, um endgültig mit grausigen Leggins, Neon-Armbändern, schrillen Sonnenbrillen, Synthesizern und halligen Drum-Effekten abzurechnen. So setzen für die nun erscheinende Compilation "Death To The 80s" insgesamt zwanzig Künstler aus dem spannenden Labelumfeld - darunter CLARA LUZIA, LUISE IN PANIK (LUISE POP vs. JA, PANIK), GARISH, RUSSKAJA, VELOJET, NORMAN PALM, BILDERBUCH, ESTEBAN´S feat. CHRISTIAN PITSCHL (CHRIS AND THE OTHER GIRLS) und I AM CEREALS - zum totalen 80's Overkill an und bedienten sich hierfür frechfrei aus dem reichhaltigen (und bis heute beliebten) Songfundus dieser Epoche, um daraus ihre eigenen (hochprozentig exklusiven) Versionen zu keieren. Das prämierte Coverartwork stammt von NIKOLAUS OSTERMANN und LUKAS SENFT. Also. Einmal noch, dann reichts aber wirklich. Weg mit dem ganzen Krempel. Andererseits: Irgendwie waren die 80er schon super!

Death To The 90s (2012)


Death To The 90s

Die 90er. Das Jahrzehnt von Plastikpop und Boybands, die Jahre von Grunge, Alternative Rock und deutschem HipHop; die Hochblüte von Trip-Hop und Britpop. Kaum eine andere Zeit war popkulturell so extrem, vielfältig und fruchtbar wie die letzten Jahre vor dem Millennium. Allein das Erwähnen von Stadtnamen bringt dem Musikconnaisseur ganze Weltbilder in den Kopf: Bristol! Detroit! Manchester! Seattle!
Die musikalische Sozialisierung erfolgte plötzlich großflächig über das Fernsehen (MTV war auch erster Nachrichtenübermittler von Kurt Cobains Tod), die CD erlebte ihren größten Boom und den Anfang ihres Endes mit Napster. Den schrillbunten Farben und Frisuren der 80er wurde eklektischer Minimalismus genauso entgegengeschleudert wie die Smileys der Rave-Welle oder das Holzfäller-Outfit der Grunge-Jünger.
Die 90er waren eine Zeit, als Musik noch auf CDs gekauft wurde, Mobiltelefone etwas in Ziegelsteingröße für reiche Geschäftsleute war, und das Internet bestenfalls über eine langsame Telefonleitung mühsam Textbausteine lieferte.
Das Label schoenwetter Schallplatten befindet die Zeit für reif, diese und viele andere Erinnerungen aufleben zu lassen. Dem erfolgreichen Sampler „Death To The 80s“ (erschien im Jahr 2009) folgt nunmehr „Death To The 90s“. 17 Songs als prädestinierte Gedächtnisstützen, Vergangenheitsbewältigungshilfen oder Zeitgeist-Reminder . In der unendlich tiefen Schatzkiste gegraben haben internationale Gäste wie NADA SURF, HAIGHT-ASHBURY, CANNIBAL KOFFER oder UTAH MOON genauso wie nationale (MAURACHER mit Unterstützung von SONIA SAWOFF, FRED SCHREIBER, I AM CEREALS), Scenesters aus Wien (LUISE POP, ELOUI, PILOTS), und Graz (VIECH). Dazu kommt Nachwuchs aus dem eigenen Label-Lager (LIKEWISE) ebenso wie traditionelle Freunde des Hauses wie IAN FISHER, BERNHARD EDER oder THE NINTENDOS.
Sie alle nehmen ein Stück Popgeschichte zur Hand und kleiden es zeitversetzt in die Gegenwart neu ein. Natürlich hätte man mindestens eine Sechsfach-CD mit originellen Titeln aus den 90ern zusammenstellen können.
Das Cover-Artwork wurde wie schon beim Vorgänger im Zuge eines in der ink.friends-Community ausgeschriebenen Wettbewerbs gesucht und gefunden. Songwriter Bernhard Eder schmiss sich dafür ins kalte Wasser, um es vom legendären „Nevermind“-Cover inspiriert mit den Fotografen Tina Terras und Michael Walter (1000literfotos.de) umzusetzen.

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